Herman Cain: Von Gott erwählt


Herman Cain ist überzeugt, dass Gott ihn überzeugt hat, für das Präsidentenamt zu kandidieren. Foto: Cage Skidmore (flickr) CC-BY-SA

Wer darf im Wahlkampf 2012 gegen US-Präsident Barack Obama antreten? Die Kandidaten der Republikaner werben nicht nur mit politischen Argumenten für sich. Wie sie offenherzig zugeben, habe Gott persönlich sie aufgefordert, zu kandidieren. Es bleiben Zweifel über die Lauterkeit der Motive hinter solchen Aussagen.

pro Medienmagazin

Unlängst wurde den USA eine Offenbarung zuteil: Herman Cain, Präsidentschaftskandidat-Kandidat der Republikaner, ließ seine amerikanischen Mitbürger wissen, Gott selbst habe ihn überzeugt, zu kandidieren. Dem sei ein langes Gebet vorausgegangen: „Ich betete und betete und betete – ich bin ein Mann des Glaubens. Ich musste viel beten, mehr als ich jemals zuvor in meinem Leben gebetet habe.“

Diese Haltung in allen Ehren, doch provozieren Zeit und Ort der Bekundung Fragen: Warum kam Cain auf sein Gotteserlebnis ausgerechnet dann zu sprechen, als er sich dem Vorwurf sexueller Belästigung von gleich vier Frauen ausgesetzt sah? War dies ein Versuch, von der Debatte um die Vorwürfe abzulenken? Und warum stilisiert er sich in der Rede vor jungen Republikanern als moderner Mose?

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4 Comments

  1. Wer bekennt sich zum christlichen Glauben um Wählerstimmen zu ergattern missbraucht den Namen des Herrn, unseres Gottes.

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