Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

 

Quelle: bruedergemeinde.de

Kurhessische Kirche segnet Homo-Partnerschaften
[…]In der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck können sich gleichgeschlechtliche Paare im Gottesdienst künftig segnen lassen. Mit großer Mehrheit stimmte die Synode der rund eine Million Christen zählenden Landeskirche am Mittwoch für diese Neuordnung. Eine solche Praxis ist damit in zehn der 22 Mitgliedskirchen der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) möglich. Bischof Martin Hein erinnerte an die lange Schuldgeschichte der evangelischen Kirche gegenüber homosexuell lebenden Menschen. Das Thema begleite die kurhessische Kirche nun schon seit fast 20 Jahren. Die 95 Synodalen der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck folgten in Hofgeismar bei fünf Gegenstimmen und neun Enthaltungen einer Vorlage des Rates der Landeskirche. Bislang war die Segnung nur im Rahmen der Seelsorge möglich. Voraussetzung einer Segnung im Gottesdienst ist neben der eingetragenen Lebenspartnerschaft, dass mindestens einer der Partner evangelisch ist, heißt es in dem Beschluss. Pfarrer dürfen zu einer solchen Handlung nicht gezwungen werden. Grundsätzlich betonen die evangelischen Kirchen, dass es zwar mehr Rechte für gleichgeschlechtliche Paare geben müsse, diese aber nicht mit der Ehe identisch sein dürften. Die katholische Kirche lehnt die Gleichstellung der homosexuellen Partnerschaft mit der Ehe zwischen Mann und Frau klar ab. Sie befürchtet einen Bedeutungsverlust der Ehe.[…]

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“Kanaken zerhacken”, NPD und Rechtsterrorismus

Quelle: linkesbuch.de

Die NPD versucht sich unter ihrem neuen Chef Apfel moderater zu präsentieren. Ein Vorhaben, das kaum zur Realität passt. So gibt es beispielsweise einen NPD-Landtagsabgeordneten, der CDs mit Titeln wie “Kanaken zerhacken”, Anstecker mit Handgranaten und Schlagstöcke verkauft.

Von Patrick GensingPublikative.org (zuerst veröffentlicht bei tagesschau.de)

Die Band “Gigi und die braunen Stadtmusikanten” hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, nachdem tagesschau.de und Publikative.org über das Lied “Döner-Killer” berichtet hatten. Die Neonazi-Band feierte die rechtsextreme Mordserie an Migranten und sang über ein “Phantom”, das nicht gefasst werde. Damit brachte die Neonazi-Gruppe möglicherweise den Mord an der Polizistin in Heilbronn, bei dem ein “Phantom” gejagt wurde, mit der rassistischen Anschlagsserie in Verbindung, obwohl darüber öffentlich noch nichts bekannt war.

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Rechtsextremist Karl Richter in München
[…]Bei der Vereidigung zeigte er den Hitlergruß: Seit 2008 sitzt der Rechtsextremist Karl Richter im Münchner Stadtrat. Die anderen Parteien versuchen, seine ausländer- und judenfeindlichen Vorstöße ins Leere laufen zu lassen. Doch der Umgang mit demokratisch gewählten Rechtsextremisten ist manchmal nicht einfach[…]
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Volker Kauder: „Die CDU ist keine Kirche“

(v.l.) Paul Nolte und Volker Kauder im Gespräch über Gott und die Welt. Foto: pro

Unionsfraktionschef Volker Kauder findet die Debatte um das konservative Profil seiner Partei müßig. Weder habe die CDU das C für sich gepachtet, noch sei sie eine konservative Partei, sagte er am Dienstag in Berlin. Kauder sprach auch über sein Verhältnis zu den Evangelikalen und seinen eigenen Glauben.

pro Medienmagazin

„Wir sind keine konservative Partei“, sagte Kauder im Gespräch mit dem Historiker Paul Nolte. Die Evangelische Akademie zu Berlin hatte den Spitzenpolitiker im Rahmen der Gesprächsreihe „Politik als Berufung“ eingeladen. Kauder erklärte, die CDU sei weder eine Kirche, noch mache sie christliche Politik – sie berufe sich lediglich auf das christliche Menschenbild. Daher seien Debatten darüber, ob die Partei noch konservativ genug sei, „nicht gut“. Für ihn selbst habe das Wort Gottes aber nicht nur eine politische, sondern auch eine „Lebensdimension“.

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„Der Zölibat – Eine Geschichte von Sex, Moral und Politik“

Quelle: stift-heiligenkreuz.org

Gomorrha und Glück in der Kirche
Seit 1000 Jahren wird über den Zölibat diskutiert. Eine „Kreuz & Quer“-Doku erklärt Entstehung und Geschichte.

Von Isabella WallnöferDie Presse

Von manchen Themen meint man schon oft genug gehört zu haben. Die Zölibats-Debatte gehört dazu – samt den eingefahrenen Positionen auf beiden Seiten. Der Karren scheint festgefahren. Und doch musste Fritz Kalteis das Rad nicht neu erfinden, um eine sehenswerte Dokumentation zum Thema zu drehen. Er hat sich etwas einfallen lassen, um dem Zuschauer eine Fülle an Facetten und Informationen komprimiert und doch mit Leichtigkeit zu vermitteln. „Der Zölibat – Eine Geschichte von Sex, Moral und Politik“ („Kreuz & Quer“: 22. 11., 22. 30 h, ORF2) ist eine mit Spielfilmsequenzen aufwendig ausgepolsterte Doku, die trotz der inhaltlichen Dichte und des weiten geschichtlichen Bogens, der vom 11. Jahrhundert bis heute reicht, nicht überladen wirkt. Und vor allem kann sie eines: Sie weckt Verständnis für die Entstehung dieses Kirchengesetzes, das seit seiner Einführung immer wieder auf Widerstand stieß. Kalteis geht der Frage nach, wie es zu dieser Vorschrift überhaupt gekommen ist. Er beleuchtet den Kampf Papst gegen König. Er sucht nach biblischen Hinweisen: Hat Jesus den Zölibat als Pflicht definiert? Und er fragt jene, die diese auf sich genommen haben, wie es ihnen damit ergeht.

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Doku: „Der Zölibat – Eine Geschichte von Sex, Moral und Politik“ in der Mediathek von ORF2

Bertone: Diktatur des Relativismus in Europa

Quelle: 123people

Diese Haltung stelle sich in offenen Widerspruch gegen traditionelle christliche Werte wie die Ehe zwischen Mann und Frau sowie gegen die «Verteidigung des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod».

kath.net

Das Christentum in Europa leidet nach Ansicht von Kardinalstaatsekretär Tarcisio Bertone unter einer wachsenden Intoleranz. «Das Prinzip der Nicht-Diskriminierung wird im Konflikt der Rechte häufig als Waffe missbraucht, um eine Diktatur des Relativismus zu errichten», sagte Bertone auf einer Konferenz zum 40-jährigen Bestehen des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) am Dienstag in Rom.

Diese Haltung stelle sich in offenen Widerspruch gegen traditionelle christliche Werte wie die Ehe zwischen Mann und Frau sowie gegen die «Verteidigung des Lebens von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod».

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Kristina Schröder: 15jährige, gefangen im Körper einer Frau

Jugendministerin Kristina Schröder warnte in Berlin vor einer einseitigen Konzentrierung auf den Rechtsextremismus. Nach wie vor sei auch der Islamismus ein Problem. Foto: pro

Jugendministerin Kristina Schröder hat dazu aufgerufen, den Kampf gegen den Islamismus auch angesichts einer rechtsextremistischen Bedrohung in Deutschland nicht zu vernachlässigen. Experten diskutierten am Dienstag in Berlin über Ursachen für die Radikalisierung junger Menschen und suchten nach Präventionsmöglichkeiten.

pro Medienmagazin

Der Kampf für Demokratie dürfe keine konjunkturelle Frage sein, erklärte Kristina Schröder angesichts der anhaltenden Debatte um Rechtsextremismus in Deutschland. Auch in diesen Zeiten solle der Kampf gegen den Islamismus nicht vernachlässigt werden, denn „Rechtsextremismus ist nur die Spitze des Eisberges“. Alltägliche Diskriminierungen und Anfeindungen, mit denen sich Muslime auseinandersetzen müssten, führten zu Ausgrenzungserfahrungen. Schröder rief dazu auf, gemeinsam zu verhindern, dass Jugendliche in den muslimischen Extremismus abdrifteten. Unter dem Motto „‚Islamismus‘: Perspektiven – Positionen – Prävention“ hatte die „Konrad-Adenauer-Stiftung“ Experten und Interessierte zum Austausch eingeladen.



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Facebook: Heilige Schriften im Netz

Aktiv: Jesus-Fans online. Foto: Facebook

Online-Gebete, Andachten und spirituelle Talkshows im Netz – religiöse Gruppen entdecken das Internet für sich. Auf Facebook sind sie beliebter als Justin Bieber.

Von Tobias KurferFrankfurter Rundschau

Es war ein Sturz mit verheerenden Folgen. Der sechsjährige John L. war eine Treppe hinuntergestürzt und hatte sich so schwer verletzt, dass er ins Koma fiel. Nur Stunden nach dem Unfall postete eine Freundin ein Gebet für den Jungen. „Herr, hilf dem Sohn meiner Freunde“, schrieb die junge Frau an die Pinnwand der Facebook-Gruppe Jesus Daily. Auf den Eintrag sollten am selben Tag noch viele Tausend Gebete folgen.

Eine Unzahl von Fürbitten, Bibelversen und spirituellen Gedichten veröffentlichen die Nutzer von Jesus Daily täglich. Die elektronische Christengemeinde war laut einer Erhebung von AllFacebook.com mit bis zu vier Millionen Postings, Kommentaren und Gefällt-Mir-Klicks pro Woche zuletzt drei Monate in Folge die aktivste Facebook-Gruppe überhaupt. Selbst die Fans von Justin Bieber kamen auf weniger Interaktionen. Und die Zahl der Jesus-Fans wächst rasant: von 5,5 Millionen im Mai auf über 10,4 Millionen Mitte November.

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