Holocaust-Leugner: Piusbruder-Bischof fordert Katholizismus als Pflicht


Foto: Christian Eckl, Wochenblatt

Immer wieder wurde diskutiert, ob die erzkonservative Piusbruderschaft derart reaktionär ist, dass man sie vom Verfassungsschutz beobachten lassen sollte. Bislang sind staatliche Organe wie der Verfassungsschutz auf dem rechten Kirchen-Auge blind: Das Opus Dei wird beispielsweise nicht beobachtet, ebenso wenig wie die Piusbruderschaft.

Von Christian EcklWochenblatt

Daran hat auch das Urteil gegen den seltsamen Bischof Richard Williamson nichts geändert, der wegen Leugnung des Holocausts im Priesterseminar Zaitzkofen im Landkreis Regensburg verurteilt wurde. Zwar hat sich die Bruderschaft von Williamson distanziert, dennoch ist er immerhin einer von vier zwar verboten, aber dennoch gültig geweihten Bischöfe des verstorbenen Sekten-Gründers Erzbischof Marcel Lefebvre.

Jetzt hat Williamson, der in seinen Rundschreiben an die Gläubigen auch antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, wieder einmal zum Rundumschlag ausgeholt. Seiner Ansicht nach muss Pornographie ebenso verboten werden, wie der Katholizismus zur verpflichtenden Staatsreligion gemacht werden müsse. Damit dürfte er gegen die Freiheitlich-Demokratische Grundordnung verstoßen.

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