Spirituelle Verbrecher und päpstliche Geschichtsfälschung


Trotz Audienz beim Papst: Pater Maciel führte laut Vatikan ein "gewissenloses Leben ohne echte religiöse Gesinnung" - festgestellt allerdings erst nach seinem Tod.

Ist es Hohn? Oder der Beginn einer allmählichen Geschichtsfälschung? Der Papst erklärte nämlich vergangene Woche beim Ad-Limina-Besuch der amerikanischen Bischöfe, die Kirche sei in Sachen Missbrauchsbekämpfung ein Vorbild für die Gesellschaft.

Von Wolfgang BergmannderStandard.at

Noch wenige Tage zuvor hatte der römische Pontifex den vorzeitigen Rücktritt des nordirischen Bischofs Seamus Hegarty angenommen. Seit 2010 steht dieser wegen des Umgangs mit Verdachtsfällen in Sachen Missbrauch unter Druck. Als Rücktrittsgrund wurden aber ausschließlich eine „unheilbare und fortgeschrittene“ Krankheit geltend gemacht (23.11.2011). Das kennen wir doch: Auch Kardinal Groers Rücktritt erfolgte offiziell aus Altersgründen. (So viel zum Thema ehrlicher Umgang!)

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  1. Nach einer Umfrage von Omni Quest im Jahr 2010 glauben nur 20% der Deutschen an die Aufklärung der RKK-Skandale, 70% halten die RKK dagegen für unehrlich und verlogen. Durch die Verfügbarkeit des Internets werden dogmatische und diktatorische Systeme als verlogen und betrügerisch entlarvt, eingestuft und aussortiert. Die Systeme selber agieren dabei wie das „gelähmte Kaninchen“.

    Die schwarzen Schafe der RKK ignorieren den Zölibat, zeugen Kinder die ihren Vater nie kennenlernen dürfen und mißbrauchen Minderjährige. In einem 69 Seiten Dokument weist Papst Johannes XXIII alle Bischöfe an bei sexuellem Missbrauch Stillschweigen zu wahren, zu leugnen, die Belange der Kirche über das Wohl der Opfer und der Justiz zu stellen. In einem Vatikan-Brief von 1997 mahnt Erzbischof Luciano Storero den irischen Bischof wegen seiner Meldung von sexuellem Missbrauch an staatliche Behörden ab. Die Glaubenskongeration des Großinquisitors Kardinal Ratzinger befiehlt 2001 rigoros mit „Crimen Sollicitationis” und „De Delictis gravioribus“ allen Bischöfen sexuellen Missbrauch von Kirchenpersonal zu leugnen, die Täter zu schützen und Dokumente zu fälschen, sonst erfolgt die Exkommunikation und der Ausschluss von der heiligen Beichte des Bischofs. Die Schreiben bleiben trotz der etwa 15.000 enttarnten pädophilen RKK-Kinderficker gültig, ein all-wissender Religiot irrt sich niemals.

    Papst Ratzfatz rügt die US-Bischöfe 2002 wegen sexueller Übergriffe und löst so eine weltweite Debatte aus. Über 15% aller US-Priester oder 6000 sind daran beteiligt, bei etwa 3.000 weiteren reichen die Beweise bisher noch nicht aus. Die verurteilten pädophilen US-Priester haben die RKK etwa 3 Milliarden US$ an Entschädigungen gekostet. Zu Urteilen per Vergleich kommt es in Hunderten Fällen mit etwa 1,3 Mio. US$/Opfer. Der Jesuitenorden und 8 US-Bistümer sind insolvent und verkaufen notgedrungen Kirchen und Aktiva. Eine Sammelklage beinhaltet 660 Mio. US$ an Entschädigung für 508 Opfer missbraucht von 448 pädophilen Priestern, nur 70% davon werden von der RKK ihres Amtes enthoben. Im Jahr 2009 zahlt die RKK noch 375 Mio. US$ an Missbrauchsopfer, die Anschuldigungen gegen Priester sind nur zu 2% falsch und mit 803 Fällen im Vergleich zu 2008 wieder deutlich angestiegen.

    Eine Studie des John Jay College der City-Universität New York im Auftrag der US-Bischöfe ergibt 5.948 der US-Priester (19 Bischöfe, 3206 Priester, 82 Nonnen, 194 Mönche, 47 Diakone, 18 Seminaristen) oder 5,4% missbrauchen 1950 bis 2010 etwa 15.736 Opfer sexuell. Weitere 3.000 Priester sind belastet. Etwa 70 der 109 US-Bischöfe betreiben aktive Vertuschung der Missbrauchsfälle, bis 2002 werden nur 350 pädophile Priester entlassen, 218 im Jahr 2002. Die Erzdiözese Philadelphia entlässt 2011 nach Jahrzehnten mit Skandalen nur 21 Priester.

    Nach den neuen Standards der US-Bischofskonferenz zurm Aufpolieren ihrer Statistiken gelten Priester nur noch als pädophil belastet, wenn sie mit mehr als einem Kind bis zu 11 Jahren sexuellen Kontakt haben. Etwa 52% der Fälle sexuellen Missbrauchs betreffen die Altersgruppe 12 – 15 Jahre, 26% die Fälle 8 – 11 Jahre und 5% die Fälle der Altergruppe darunter. Nach 1980 sind mehr Homosexuelle in die US-Priesterseminare eingetreten als je zuvor. Etwa 40% der US-Priesternovizen bestätigten die Existenz einer breiten homosexuellen Subkultur in der RKK, ergänzt durch den Missbrauch von Alkohol und Drogen. Nach neuen Entwicklungen wird von den US-Bischöfen nach wie vor sexueller Missbrauch durch ihre Priester gedeckt. Papst Ratzfatz lobt seine RKK diese Regelungen sollten ein Vorbild für die ganze Welt sein, denn mit der öffentlichen Wachsamkeit gehen den Kinderfickern langsam die Opfer aus.

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