Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Ratze, Du kannst uns mal mit Deiner Fundi-Religiotie!
[…]Denn die Wiederbelebung des christlichen Glaubens in säkularisierten Ländern müsse nach Worten von Papst Benedikt XVI. ein gemeinsames Anliegen von katholischen und orthodoxen Christen sein. Das gegenwärtige kulturelle, wirtschaftliche und politische Umfeld stelle Katholiken und Orthodoxe vor «exakt die gleiche Herausforderung», hebt Benedikt XVI. hervor. In den «zahlreichen» einst christlich geprägten und heute weitgehend säkularisierten Regionen der Welt sei eine Verkündigung der Botschaft Jesu auf neuen Wegen besonders dringend. Die Verdrängung der Religion habe den Menschen seiner «tiefsten Dimension» beraubt. Zugleich würdigte Benedikt XVI. die gemeinsamen Bemühungen um den interreligiösen Dialog[…]

Bei Geld hört die Moral auf …

[…]Köln. In den Millionen-Skandal der kirchlichen Firma bbz ist die Leitung der Evangelischen Kirche im Rheinland direkt verwickelt. Der Finanzdezernent, Oberkirchenrat Georg Immel, war bis zu seiner Abberufung durch die Kirchenleitung am 4. Oktober Vorsitzender der dreiköpfigen Gesellschafterversammlung. Beides geht aus internen Protokollen der Kirchenleitung hervor, die dem “Kölner Stadt-Anzeiger” vorliegen. Das Aufsichtsgremium des in Bad Dürkheim ansässigen Unternehmens hatte die Jahresabschlüsse seit 2007 nicht beanstandet, obwohl diesen nach Angaben der rheinischen Kirche die erforderlichen Testate ganz oder teilweise fehlten und die Abschlüsse zudem “nicht korrekt aufgestellt und nicht rechtskonform veröffentlicht worden” seien. Unentdeckt blieben Verluste in Millionenhöhe sowie mindestens eine manipulierte Buchung, die Zahlungseingänge vortäuschen sollte, wie der oberste Jurist der rheinischen Kirche, Christian Drägert, mitteilte. Wie der “Kölner Stadt-Anzeiger” weiter berichtet, berät berät die Kirchenleitung am heutigen Donnerstag unter Vorsitz von Präses Nikolaus Schneider über ihr weiteres Vorgehen. Immel, der derzeit erkrankt ist, gehört als Chef der Abteilung “Finanzen und Vermögen” der Kirchenleitung an[…]

Der Gottesstaat lebt!
[…]Einkaufsbummel am Sonntag wird es in Siegen nächstes Jahr nicht geben. Im Rat der südwestfälischen Stadt haben sich diejenigen zu einer Mehrheit zusammengefunden, die die Arbeitsruhe am Sonntag hoch halten – sei es aus Arbeitnehmerfreundlichkeit oder aus christlicher Überzeugung. Alle sieben geplanten verkaufsoffenen Sonntage für 2012 wurden abgelehnt. Die Geschäftsleute sind fassungslos, die Kirchen ein wenig verwundert[…]

AIDS-Aktion für Kondome
[…]Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag. Zu diesem Anlass hat der Verein „Jugend gegen AIDS“ in Hamburg eine Marienstatue aufgestellt, die in ihren eigenen Tränen untergeht. Jeder Gefällt-mir-Klick auf Facebook lässt die vom Offenburger Künstler Stefan Strumnbel gestaltete Maria eine Träne vergießen. Nur die katholische Kirche kann ihr Ertrinken stoppen. Maria weint. Stefan Strumbels Abbild der Mutter Gottes steht am Mittwochmittag schon bis zu den Knien in ihren eigenen Tränen. Mit dieser Aktion will der Verein „Jugend gegen AIDS“ erneut eine Diskussion über das Kondomverbot der Katholischen Kirche lostreten. „Wir wollen erreichen, dass die Gesellschaft wieder darüber redet“, sagt Vorstandsmitglied Frederic Rupprecht.
Nun gibt es in der Kondomfrage eigentlich nicht sonderlich viel zu diskutieren: Die Kirche hält am Kondomverbot fest, der Rest der Welt schüttelt den Kopf darüber, die Situation scheint festgefahren. Ob eine plakative und provokante Aktion wie die ertrinkende Maria zu einem Dialog zwischen den Parteien beiträgt, scheint auch zweifelhaft. „Als der Papst in Deutschland war, wurde von vielerlei Seite konstruktiv und informationsbasiert für Kondome argumentiert“, gibt Rupprecht zu bedenken, „aber der Vatikan hat nicht zugehört, deshalb haben wir uns diesmal für eine plakative Variante entschieden“[…]

Religiot Fürst: Keine EU-Förderung für Stammzellforschung
[…]Der Rottenburg-Stuttgarter Bischof Gebhard Fürst hat ein Ende der EU-Förderung der Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen gefordert. Ein solcher Schritt ergebe sich aus dem jüngsten Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) auf diesem Feld, sagte der katholische Bischof am Dienstagabend in Brüssel. Das höchste EU-Gericht hatte im Oktober klargestellt, dass menschliche Embryonen und embryonale Stammzellen grundsätzlich nicht patentiert werden dürfen. Der Bischof hob hervor, der EuGH habe den Vorrang der Menschenwürde gegenüber anderen Erwägungen betont und zugleich festgestellt, dass schon der befruchteten Eizelle diese Würde zukomme. EU-Kommission mit Vorschlag zur nächsten EU-Förderpolitik Die EU-Kommission in Brüssel wollte am Mittwoch ihren Gesetzvorschlag für die nächste EU-Förderperiode (2014-2020) in der Forschungspolitik vorstellen. Zum Auftakt der aktuellen Periode hatte die EU sich auf einen Kompromiss verständigt: Es wurden Forschungsaktivitäten von der Förderung ausgeschlossen, bei denen menschliche Embryonen zerstört werden. Experimente mit bereits gewonnenen Stammzellen waren jedoch förderfähig. Dieser Kompromiss könne in seinen Augen künftig keinen Bestand mehr haben, machte Bischof Fürst klar, der sich als Hauptredner des gemeinsamen EU-Jahresempfangs der katholischen Kirche und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) äußerte … Der Bischof plädierte dafür, bei der Frage nach der Zulässigkeit biomedizinischer Forschung grundsätzlich zu prüfen, ob diese Studien „menschen- und lebensdienlich“ seien. Der Mensch dürfe niemals selbst Mittel zum Zweck werden. Während mit Stammzellen von Erwachsenen inzwischen erfolgreich therapiert werde, gebe es in der Forschung mit embryonalen Stammzellen weiterhin nur unerfüllte Heilungsversprechen, sagte Fürst. Diese „Geschichte des Scheiterns“ werde der Öffentlichkeit verschwiegen[…]

Pius-Pack: Keine Kompromisse bei Religionsfreiheit, Ökumene und Liturgie
[…]Die «lehrmäßige Präambel», die Rom nach Ende der gemeinsamen Gespräche im September vorlegte, könne in ihrer jetzigen Form nicht die Zustimmung der Traditionalisten erhalten, erklärte der Generalobere der ultrakonservativen Bruderschaft, Bernard Fellay, in einem Interview mit dem traditionalistischen Nachrichtendienst DICI. In der Präambel sind die dogmatischen Mindestanforderungen zusammengefasst, die die Piusbrüder akzeptieren müssen, wenn sie wieder in die Kirche aufgenommen werden wollen. Bei der Veröffentlichung des Textes hatte die katholische Glaubenskongregation betont, es gebe die Möglichkeit für «legitime Diskussionen» über einzelne Inhalte des Zweiten Vatikanischen Konzils. Dessen Reformbeschlüsse in Fragen der Religionsfreiheit, der Ökumene sowie der Liturgie lehnen die Piusbrüder ab. Fellay kündigte an, eine offizielle Antwort auf das römische Angebot werde «in den nächsten Tagen» erfolgen. Es gelte den vom Vatikan angebotenen «Spielraum» für weitere Gespräche auszuloten. Die Pius-Bruderschaft werde jedoch nicht von ihren lehrmäßigen Grundüberzeugungen abweichen. Bei einem solchen Kompromiss würden bestehende Differenzen «unweigerlich» zum Tragen kommen, die den in Aussicht gestellten kirchenrechtlichen Status «nicht nur prekär sondern schlicht nicht lebbar machen würden»[…]

Soziales Engagement hört bei der reichen Kirche immer dann auf, wenn der Staat nicht mehr zahlt!
[…]Hamburgs Pastoren lassen sich ihre imposanten Halskrausen seit 25 Jahren bei „Samt und Seife“ nähen und waschen. Doch nun muss das Sozialprojekt schließen. Öffentliche Fördergelder wurden gestrichen, und die Kirche sieht tatenlos zu. Am Wochenende wurde Hamburgs neue Bischöfin Kirsten Fehrs in ihr Amt eingeführt. Nur zwei Tage später liegt ihre weiße Halskrause schon bei den Frauen von „Samt und Seife“ in Steilshoop auf dem Tisch. Sie muss gewaschen, gestärkt und in Form gebracht werden für den nächsten Anlass. Doch es dürfte das letzte Mal sein, dass die langzeitarbeitslosen Frauen am Edwin-Scharff-Ring sich darum kümmern. Denn weil der Bund Fördermittel streicht, fällt in Hamburg jeder dritte Ein-Euro-Job weg. Deshalb werden die rund 30 Frauen von diesem Stadtteilprojekt der Diakonie demnächst auf der Straße stehen. „Vater Staat und Mutter Kirche lassen ihre Kinder hängen“ , sagt Heidrun Lüdtke. Sie leitet den Betrieb. „Die Kirche lässt uns total im Stich“, ärgert sich Helga Jordan (61), die seit vier Jahren die Buchhaltung macht und sich so zu ihrem Hartz-IV-Satz noch 260 Euro hinzuverdienen konnte. „Ich bekomme doch nichts anderes mehr“, sagt sie. „Samt und Seife“ hatte sich darauf spezialisiert, Halskrausen zu nähen und zu waschen. Die Frauen haben auch Altarbehänge und Stolen hergestellt. Das Projekt war aus einer Initiative der Kirchengemeinde hervorgegangen. Bis Ende des Jahres müssen die Frauen aus den von der Kirche gemieteten Räumen raus. Was alle verletzt hat: Als der Pastor kam, um die gekündigten Räume zu inspizieren, habe er nicht einmal gefragt, warum das Projekt auszieht. „Wieso konnte die Kirche uns die Räume nicht kostenlos überlassen?“, fragen sich die Frauen. Und warum versucht die Kirche nicht, das Projekt als kleines Unternehmen auf die Beine zu stellen. Der Bedarf sei doch vorhanden und das Geld auch. Allein der Kirchenkreis Ost habe durch Steuermehreinnahmen in diesem Jahr unerwartet 24 Millionen Euro zusätzlich. Bischöfin Kirsten Fehrs zeigt sich betrübt, dass „dieses so gute Projekt offenkundig nicht weitergeführt werden kann“. Aber der Kirchenkreis Ost sagt auch klar: „Wir können nicht komplett kompensieren, was der Staat an Finanzierungsmöglichkeiten abbaut.“[…]

Abtreibung ist Mord, basta!
[…]«Abtreibung ist Tötung und entspricht in keiner Hinsicht der katholischen Glaubenslehre. Das kann der Bischof nicht tolerieren.» Das sagte Giuseppe Gracia, Sprecher des Bistums Chur, nach dem kath.net-Bericht „Zürich: Katholische Landeskirche sponsort Pro-Abtreibungs-Verein“ gegenüber dem Schweizer Portal 20Minuten online. Die katholische Landeskirche im Kanton Zürich, die zum Bistum Chur gehört, unterstützt mit Kirchensteuergeldern die Schwangerschaftsberatungsstelle „appella“, die laut dem Verein HLI Schweiz auch die Entscheidung zur Abtreibung unterstützt. Es dürfe nicht sein, dass mit katholischem Geld ein Pro-Abtreibungsverein unterstützt werde, sagte der Sprecher von Bischof Vitus Huonder und fordert laut http://www.20min.ch die sofortige Einstellung der Zahlungen. «Entweder man ist für oder gegen Abtreibung. Ich sehe keinen Kompromiss.» Jetzt werde das Gespräch gesucht[…]