Wohlstandsevangelium: Jesus käme heute im Rolls Royce


Wohlstand, vor allem Geldvermögen und geschäftlicher wie persönlicher Erfolg, seien der sichtbare Beweis für Gottes Gunst, meinen die Wohlstandsprediger - und freuen sich über großzügige Spenden. Foto: fotolia/Gordon Grand

Not lehrt beten, sagt das Sprichwort. Auch in den USA. Viele vom Finanzcrash gebeutelte Amerikaner wenden sich der Religion zu. Sie vertrauen den Predigern des „Wohlstandsevangeliums“ – denn die wissen, wie man reich wird.

Von Konrad Egeevangelisch.de

Bei Creflo Dollar ist der Name Programm. Der 49-jährige Fernsehprediger und Pastor der World Changers Church International im US-Bundesstaat Georgia gilt als einer der erfolgreichsten Vertreter des sogenannten Wohlstandsevangeliums. Kritiker machen sich zwar lustig über Pastoren, die wie Dollar mit dem Rolls Royce vorfahren, aber in den USA breitet sich das Wohlstandsevangelium immer mehr aus.

Der Lehre zufolge verspricht Gott materiellen Wohlstand. Das finde gegenwärtig Zulauf, sagt der Ethikprofessor David Jones, Autor einer Studie über das Wohlstandsevangelium („Health, Wealth and Happiness“). Der Finanzcrash habe das Verlangen nach einem Rezept für Reichtümer verstärkt. Besonders „verlockend“ sei die Lehre für die am Rand der Gesellschaft, so Jones, der am Theologischen Seminar des Südlichen Baptistenkonvents in Wake Forest (North Carolina) unterrichtet.

Dollar, der durchs Predigen zu Millionen gekommen ist, betrachtet sich selber als Beweis, dass sein Evangelium funktioniere. Millionen Menschen sehen Dollar im Fernsehen; Tausende kommen zu seinen Vorträgen; Hunderte gehen auf Karibik-Kreuzfahrt mit Ehefrau Taffi, um mehr über den richtigen Glauben zu erfahren. So wie man auf der Bank Geld abhebt, könnten Gläubige „vom Königreich Gottes finanzielle Reserven abheben“, versichert Creflo Dollar.

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3 Comments

  1. @Josef Sefton
    Die suchen immer noch einen witzigen Nachfolger für den oberlustigenThomas Gottschalk. Willst du dich dort nicht mal bewerben? Wetten dass…, sich so manch einer über dich total kaputt lacht. 😉

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  2. Jesus käme heute nicht im Rolls Royce sondern durch die Offenbarung.
    Die Offenbarung Christi bewegte Petrus zu diesem mutigen Bekenntnis: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Als Thomas den Herrn sah, rief er spontan aus: „Mein Herr und mein Gott!“
    Zweck und Gegenstand des Christentums ist Menschen einer Person vorzustellen. Der Eine, den Petrus Lehrer genannt hatte, nennt er nun Herr. Jesus war kein gewöhnlicher Mensch. Jesus offenbarte sich seinen Jüngern einfach so, wie er wahrhaftig ist. Wir sehen im Sohn Gottes Herrlichkeit. Jesus sagte: „Selig sind die reinen Herzens, denn sie werden Gott schauen.“

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