Kein Gebet im Schulflur


Bild: al-shia.de

Wie weit darf Religionsfreiheit an staatlichen Schulen gehen? Stören Beter den Schulfrieden? Mit diesen Fragen hatte sich das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu befassen. Es entschied am 30. November, dass ein 18 Jahre alter Muslim aus Berlin an seiner Schule nicht demonstrativ in Richtung Mekka beten darf.

kath.net

In dritter Instanz wies das Gericht damit die Klage des Gymnasiasten nach mehrjährigem Streit zurück. Begründung: Der junge Mann müsse die Einschränkung seiner Glaubensfreiheit hinnehmen, weil durch die öffentlichen Ritualgebete der Schulfrieden gestört werde. Die Richter des 6. Senats betonten allerdings, dass es sich um eine Einzelfallentscheidung handele. Man habe die besondere Situation am Diesterweg-Gymnasium in Berlin-Wedding berücksichtigt. Die Schüler dort gehören fünf Weltreligionen in verschiedenen Glaubensrichtungen an. Der muslimische Gymnasiast hatte im November 2007 zusammen mit einigen Mitschülern im Schulflur auf Jacken kniend in der Pause zwischen zwei Unterrichtsstunden gebetet. Die Schulleiterin hatte ihn darauf hingewiesen, dass sie das künftig nicht mehr dulden würde. Daraufhin klagte der Schüler.

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1 Comment

  1. Solange hier die Trennung von Staat und Kirche nicht vollzogen wird, so lange werden sich hier solche Religioten auf das Gesetz zur freien Entfaltung ihres Glaubens berufen.
    Nur wenn es allen Anhängern von Sekten jeglicher Art (ja auch die RK) verboten wird, ihren Wahnsinn und geistigen Dünnpfiff in die Öffentlichkeit zu bringen, wird Ruhe einkehren.
    Leider (oder Gott sei Dank :oops:) werde ich es nicht mehr erleben.

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