Wissenschaftsfeindlichkeit: Zurück ins Mittelalter?


Foto: Projekt Gutenberg Alchimisten auf der Suche nach Rezepten für die Herstellung von Edelmetallen

Von den Kreationisten bis zu den Klimaleugnern: Ein US-Physiker warnt, dass Ideologie und religiöser Fanatismus die Oberhand über Wissenschaftlichkeit gewinnen.

Von Norbert LossauWELT ONLINE

Welt Online: Wie wichtig ist Wissenschaft für unseren Wohlstand?

Lawrence Krauss: Extrem wichtig. Viele denken in diesem Zusammenhang jedoch nur an Technik und angewandte Wissenschaft. Es wird leicht vergessen, dass Grundlagenforschung neue Anwendungen erst ermöglicht – auch wenn dies mitunter erst eine Generation später der Fall ist. Wer bei der Grundlagenforschung spart, gefährdet langfristig die Innovationsfähigkeit. 50 Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts basieren heute auf Technologien, deren Grundlagen Forscher vor 50 Jahren gelegt haben. Der Transistor ist nicht deshalb erfunden worden, weil man auf der Suche nach besseren Computern war. Es reicht nicht, nur Firmengründungen und neue Technologien zu fördern. Auch die Grundlagenforschung darf nicht vernachlässigt werden. Wissenschaft ist am erfolgreichsten, wenn die Forscher die Freiheit haben, einfach ihrer Neugier nachzugehen. Überdies hat die Wissenschaft eine kulturelle Dimension. Sie verändert unsere Sicht auf das Universum und das Leben. Dabei geht es genauso wenig um technische Anwendungen wie bei einer Mozart-Symphonie.

Welt Online: Sie sorgen sich offenbar, dass die Grundlagenforschung künftig nicht mehr ausreichend finanziert wird?

Krauss: Ja. Wir leben in einer sehr gefährlichen Zeit. Die Finanzkrise hat bereits dazu geführt, dass in der Industrie Labors für Grundlagenforschung geschlossen wurden – zum Beispiel die berühmten Bell Labs oder die IBM-Forschungslabors. Diese Institute haben Nobelpreisträger hervorgebracht. Auch der Staat beginnt, sein Engagement in der Grundlagenforschung zu reduzieren. Präsident Obama hat zwar die Bedeutung der Grundlagenforschung hervorgehoben, doch der Kongress möchte die Förderung auf das Niveau von vor fünf Jahren zurückschrauben. In Großbritannien gibt es eine ähnliche Entwicklung. Wenn sich dieser Trend durchsetzt, werden wir große Probleme bekommen.

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4 Comments

  1. Keine Nation im globalen Wettbewerb von Wissen und Leistung kann sich den Islam erlauben bei gleichzeitig hohem Lebensstandard für alle. Errungenschaften wie Kunst, Sport, soziale Sicherheit, Privateigentum, Kommunikation, Wissenschaft gehen verloren, wenn nicht durch Forschung, Fleiß und Produktivität das Bruttosozialprodukt ständig geschaffen und verteilt wird. Im Islam herrscht zivilisatorisches Chaos, er fördert weder wissenschaftliche Erkenntnis noch demokratische Rechte, moderne Verwaltungen gibt es nicht. Man wendet sich an eine Person „seines Vertrauens“, zahlt Bestechungsgeld, bekommt eine Audienz und wartet geduldig. Das nennt sich Klientelwesen.

    Ein kleines Land wie Südkorea hat von 1990 – 1999 etwa 17.000 Patente angemeldet, Ägypten schafft mit 85 Millionen Einwohnern bei über 50% Analphabetismus 77 Patente mit so epochalen Ideen wie den „Teebeutel für Linkshänder“. Ägypten gilt in der islamischen Welt als fortschrittliches Land mit einem hohen Bildungsstand. Jetzt haben sich dort 120 saudische Firmen gegründet, die den wahabitischen Islam forcieren, der gegen jeglichen Fortschritt ist und eine Gesellschaftskultur der Bronzezeit fordert. Länder wie Afghanistan haben 95% Analphabeten, selbst die Mullahs sind zu 90% und die Lehrer zu über 50% unfähig den eigenen Namen zu schreiben

    Deutschlands Anteil an den forschungsintensiven Produkten des Weltmarkts beträgt etwa 17%, der von Russland ganze 1% und jener der islamischen Staaten mit über 2 Milliarden der Weltbevölkerung unter 0,001%. Russland hat in den letzten 10 Jahren etwa 100.000 Wissenschaftler durch Abwanderung in den Westen verloren, nachdem das Land zu einer religiösen Oligarchie zurückkehrt mit religiösen Machtansprüchen, die dem Islam ähnlich sind.

    Arabische Länder mit 25% der Weltbevölkerung bieten kaum eigene Intelligenz, internationale Auszeichnungen und naturwissenschaftliche Leistungen von Rang. Die Juden stellen bei etwa 0,2% der Weltbevölkerung, davon leben 0,08% in Israel. Das Land hat mit 3% Analphabeten relativ nur 35% so viele wie die BRD, trotz 20% Palästinensern. Die Juden stellen mit 145 Personen rund 17% der Nobelpreisträger in den klassischen Bereichen Natur- und Wirtschaftswissenschaft.

    Der vergleichweise riesige arabisch-islamische Kulturkreis stellt 2 Nobelpreisträger – ein Missverhältnis von etwa 1:9000 als Beleg interlektueller Unfähigkeit. Islamische Gesellschaften schreiben und nutzen weniger wissenschaftliche Werke als das rückständige Portugal, melden kaum so viele Patente an wie Andorra und Liechtenstein. Nur Freiheit im Denken führt zu Wissen, Fortschritt und Wohlstand, Religionen wie der Islam kastrieren ihre Gläubigen durch Intoleranz und Ignoranz.

    Im Islam werden seit 1300 Jahren zu 66% unter Verwandten und Halbgeschwistern Ehen arrangiert, das führt schnell zur DNA-Degenration durch Inzucht. Die Pharaonen, Ptolemäern, Herodianern und im Mittelalter führte das zu geistig Behinderten aus Macht- und Geldgier. Die Neandertaler hatten gemäß DNA-Analysen vor über 30.000 Jahren kulturelle Regeln um das zu verhindern, indem alle Männer beim Clan blieben und die Frauen aus anderen Clans organisiert wurden.

    Es ist nicht zu leugen, Religion macht blöd und schafft viele degenerierten Idioten

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  2. Zur Wissenschaft gehörern nicht nur Astronomie und industrielle Forschung, sondern auch die Medizin

    Die „Genfer Deklaration des Weltärztebundes“ besagt wie auch nationale Gesetze: „Ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen lassen durch Alter, Krankheit oder Behinderung, Konfession, ethnische Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Rasse, sexuelle Orientierung oder soziale Stellung“. Das All-Wissen der Päpste wie Leo XII ist sinnfreies Geschwurbel in krasser Idiotie: „Jeder, der eine solche (Pocken)Impfung vornimmt, ist kein Sohn Gottes mehr … Die Pocken sind ein Gericht Gottes….die Impfung ist eine Herausforderung des Himmels“.

    Die christliche Moral der RKK negiert Menschenrechte und medizinisches Wissen, AIDS wird durch Olivenöl, Knoblauch und rote Beete geheilt, Prediger überzeugen HIV-Infizierte in England auf Jesus zu vertrauen, intensiv zu beten und die Medikamente abzusetzen, 3 Menschen sterben deswegen, Rauchschwaden wie Weihrauch und intensives Beten heilt MS. Die katholische Ärzteschaft des BKA fordern die Heilung von Homosexualität durch geistliche Hilfe, Psychotherapie, Homöopathie und Akupunktur wie im finstersten Mittelalter. Wer ernsthaft krank wird, der sollte besser sicherstellen nicht von einem katholischen Arzt behandelt zu werden

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  3. Im antiken Griechenland gab es keine Wissenschaftsfeindlichkeit; Dampfmaschine, Automaten, Bewässerungsanlagen, Heizungen und Saunen – alles war schon erfunden. Ptolomäus von Alexandrien hatte recht genau den Erdumfang ausgerechnet, womit er nicht nur neue wissenschaftliche Rechenmethoden einführte, sondern auch die Scheibentheorie, der noch immer religiöse Idioten anhängen, vor über 2000 Jahren bereits widerlegt hat.
    Vor allem mit der Ausbreitung des Christentums begann der Rückfall ins intellektuelle Barbarentum. Es ist nicht wahr, daß das Christentum Bildung brachte – es verhinderte Bildung. Jahrhunderte lang bis zur Aufklärung wurden Lehre und Forschung ver- und behindert – vom traurigen Schicksal der Hypathia über das Verbrennen von Büchern und Bibliotheken bis zur Hexenverfolgung, der Bannbulle des Papstes gegen die Pockenimpfung und den Antimodernisteneid im 20. Jahrhundert, der Katholizismus hat sich ebenso wie der Islam gegen die Wissenscahft und damit gegen die menschliche Selbstbestimmung gewehrt. Ungezählte sind dabei auf der Strecke geblieben. Ratzinger und die Taliban – alle einig in der Anbetung der Dummheit und der Heiligsprechung der Idiotie!

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  4. Wissenschaft überprüft sich permanent selbst. Dasselbe kann man von der Religion leider nicht sagen. Da behalten selbst die ältesten Kamellen ihre Gültigkeit. Das bezeichnet man dann als Tradition.

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