Die Kirche und der kulturelle Griff ins Portemonnaie


Der Naumburger Dom ist auch ein Anziehungspunkt für Touristen, die für das Betreten des Gotteshauses aber Eintritt zahlen müssen. (FOTO: ARCHIV/MZ)

Eintrittspreise für den Besuch einer Kirche zu kassieren, ist ein Unding, sagen die einen. Die Kirchen brauchen dieses Geld, um die Gotteshäuser überhaupt erhalten zu können, sagen die anderen. Die Diskussion wird seit Jahren geführt – auch in Naumburg und Merseburg dürfte sie in den kommenden Wochen wieder aufflammen. Denn ab Januar 2012 müssen Besucher des Naumburger und des Merseburger Doms tiefer in die Taschen greifen.

VON CHRISTIAN SCHAFMEISTER UND HELGA HEILIG – Mitteldeutsche Zeitung

Nur noch Kombi-Tickets

Die Besitzer dieser beiden Gotteshäuser – die Vereinigten Stifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz – teilten mit, dass die sogenannten Domerhaltungsgebühren „umgestaltet“ werden. Statt einzelner Eintrittskarten für den Dom oder das Domschatzgewölbe wird es demnächst nur noch eine Karte für alles geben: den Besuch des Kirchenraums, des Domschatzgewölbes und des Domgartens. Das trifft auch für alle öffentlich zugänglichen Areale des Merseburger Domgeländes zu. Das bedeutet konkret, dass ab Januar Erwachsene 6,50 Euro, Studenten 4,50 Euro und Schüler drei Euro Eintritt in Naumburg und Merseburg zahlen. Bisher kostet der Eintritt in den Naumburger Dom vier Euro. Wer das Domschatzgewölbe besuchen will, zahlt zwei Euro.

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