Kardinal Schönborns „perfekte Sklavin“


H. Bosch: "Garten der Lüste" Quelle: static.twoday.net

Wenn Kardinal Schönborn zur Feder greift, ist er zumeist sehr präzis. Als Redaktionssekretär des „Katechismus der Katholischen Kirche“ formulierte er zum Thema Pornografie, dass es sich um eine „Quelle unerlaubten Profits“ handle. „Sie ist eine schwere Verfehlung“. Daher verlangt die Kirche sogar: „Die Staatsgewalt hat die Herstellung und Verbreitung pornographischer Materialien zu verhindern.“

Von Wolfgang BergmannDer Standard

Damals war er noch nicht Erzbischof von Wien, und nicht – wie heute – mit den kirchlichen Beteiligungen Profiteur dieses Geschäftsfeldes. Beim kürzlich erschienen Jugendkatechismus Youcat legte er in der Formulierung sogar nach: „Pornografie ist eine Abart der Prostitution … Händler sind gleichermaßen an dieser schweren Verfehlung gegen die Liebe und die Menschenwürde beteiligt.“ Hat sich Schönborn zwischenzeitlich nie erkundigt, wie es in seinem Verantwortungsbereich aussieht?

Letzte Woche gab DER STANDARD Nachilfe: Gibt man im Suchfeld von dombuchhandlung.at (33% im kirchlichen Eigentum) den Begriff „Porno“ ein, findet sich alles, was der Katechismus verboten hat. Nicht nur in Buchform. Auch DVDs werden feilgeboten. Wird bestellt, schneidet die Kirche mit und schöpft aus der „Quelle unerlaubten Profits“. Warum bleibt da der Kardinal untätig? Wo doch davon auszugehen ist, dass der umsichtige diözesane Justiziar Dr. Erich Ehn Klauseln in die Dombuchhandlungsverträge aufgenommen hat, wonach die Geschäfte dem Ansehen der Kirche nicht schaden dürfen. Das tut er nämlich immer.

weiterlesen

2 Comments

  1. Na da möchte ich doch mal in Pfarrer’s oder Bischof’s Nachtkästchen sehen. Ob ich da überrascht wäre? Eher wahrscheinlich nicht. Es wäre doch auch mal schön zu sehen, wie sich diese Herrn ihre Geilheit durch die Rippen schwitzen. Ob sie dabei ans Höllenfeuer denken, an all die nackten Hexen, die sie verbrannten? :mrgreen:

    Liken

  2. Wenn Pornographie tatsächlich verboten werden soll, dann müsste von diesem Verbot auch die Bibel automatisch betroffen sein. In diesem Buch finden sich nämlich eine ganze Menge pornografischer Schweinereien.
    So gesehen würde ich einem generellen Pornographie-Verbot sehr wohl zustimmen können !

    Liken

Kommentare sind geschlossen.