Gegen Rechts und gleich ein Nestbeschmutzer?


Die Bürgerinitiative "Zossen zeigt Gesicht" unterstützt unter anderem ein NPD-Verbot. Foto: dpa/Robert Schlesinger

Immer wieder wird zu Zivilcourage und Engagement gegen Neonazis aufgerufen. Doch wer sich gegen Rechtsextremismus wehrt, trifft mitunter auf wenig Gegenliebe und wird als Nestbeschmutzer angesehen. So wie im brandenburgischen Zossen.

Von Yvonne Jennerjahnevangelisch.de

Wer sich in Zossen gegen Neonazis wehrt, hat es nicht leicht. Als „Angstraum“ für Menschen, die sich gegen Rechtsextremismus engagieren, beschreibt der Verein „Opferperspektive“ die brandenburgische Kleinstadt mit rund 17.000 Einwohnern. Vor wenigen Tagen wurde in dem südlich von Berlin gelegenen Zossen ein früherer Anführer der seit April verbotenen „Freien Kräfte Teltow-Fläming“ wegen Anstiftung zu einem Brandanschlag auf das „Haus der Demokratie“ zu einer längeren Haftstrafe verurteilt.

Morddrohungen, Hakenkreuz-Schmierereien, Störungen beim Holocaust-Gedenken, beschädigte Stolpersteine für NS-Opfer, Angriffe auf Zuwanderer und politische Gegner – die Liste der Vorwürfe gegen die Neonaziszene in der Stadt ist lang. „Die rechte Szene treibt in Zossen und Umgebung seit Jahren ihr Unwesen“, fasst Judith Porath von der Opferperspektive die Probleme der vergangenen Jahre zusammen.

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2 Comments

  1. Aus dem Berliner Tagesspiegel 7-12-2011
    Immer mehr Rechtsextremisten sehen Gewalt als Mittel zur Durchsetzung ihrer politischen Ziele. Diese Entwicklung geht offenbar zulasten der NPD, deren Mitgliederzahl bei 6600 Mitgliedern stagniert.

    Zudem gibt es auch bei den gewaltbereiten Linksextremisten, die meisten sind sogenannte Autonome, eine Zunahme. Die Zahl sei in diesem Jahr auf etwas mehr als 7000 gestiegen,
    ——
    Wer mit illegalen Schusswaffen aufgegriffen wird oder vermummt an Gewaltexzessen teilnimmt, der sollte mindestens 6 Monate eingesperrt werden – damit ist er dann als Vorbestrafter automatisch aus allen Parlamenten und regionalen Bürgervertretungen ausgeschlossen.

    Es ist unerträglich wie diese Leute einen Sitz in den Volksvertretungen missbrauchen, um ihre Aktivitäten als „Gewalt gegen den Rest“ zu finanzieren und so immer zahlreicher werden

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  2. Zwar ist die Initiative zum NPD-Verbot sehr zu begrüßen, nur wird damit das Problem nicht gelöst. Die „Rechte“ Gesinnung, die einst in die Köpfe von Idioten per Gehirnwäsche gehämmert wurde, die kann man nicht durch ein Verbot zum Datum XYZ beseitigen. Diese Leute sind wie ein böses Krebsgeschwür an der menschlichen Gesellschaft

    Man müßte beim Verbot konsequent sein und diese ewig Gestrigen einsperren, notfalls bis zu deren friedlichem Ableben. Das hat einen bösen Beigeschmackt, ein KZ um die KZ-Befürworter aus der Welt zu schaffen – Guantanamo lässt grüßen.

    Der einzige Ausweg ist bessere Bildung im Kindesalter und Geduld. Wer dann immer noch Rechtsradikaler ist, den muss man verdonnern sich tagelang die Filme der NAZI-KZs anzusehen – mir wird dabei immer schlecht, Ich habe ähnliches selber als Kind erlebt

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