Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


 

Quelle: bruedergemeinde.de

Lächerliche Aufregung …
[…]Wolfgang Bischof, Weihbischof in der Erzdiözese München und Freising, hat die aktuelle Werbekampagne „Weihnachten wird unterm Baum entschieden“ einer großen Elektronik-Handelskette scharf kritisiert. „Diese Kampagne reduziert eines der höchsten Feste der Christenheit auf einen Konsumwettbewerb, dessen vermeintliche Entscheidungsschlacht am Heiligen Abend geschlagen werde. So werden die religiösen Gefühle der Menschen mit Füßen getreten“, beklagte der Weihbischof. „Die aktuell laufende Werbekampagne treibt ein zynisches Spiel, indem sie die Menschen in der eigentlich besinnlichen Adventszeit zu einem Wettkampf um die größten und teuersten Geschenke anstachelt.“ Bischof forderte das Unternehmen auf: „Beenden Sie dieses unwürdige und beleidigende Schauspiel unverzüglich.“ Der Weihbischof gab zu bedenken, dass die 1,8 Millionen Katholiken in der Erzdiözese München und Freising auch mögliche Kunden seien: „Ich bin mir sicher, die Gläubigen werden sich gut überlegen, ob sie durch ihr Kaufverhalten solche Kampagnen unterstützen wollen.“ Ausdrücklich unterstützte Bischof Protestaktionen von katholischen und evangelischen Jugendverbänden sowie weiteren kirchlichen Gruppierungen gegen die Werbekampagne. „Weihnachten wird eben nicht unter dem Baum entschieden“, so der Weihbischof. „Weihnachten ist bereits entschieden – durch die Geburt Jesu Christi!“ Diese Geburt sei „ein Zeichen der Liebe Gottes zu uns Menschen“, sagte Bischof: „Wir sind angenommen und geliebt – und zwar unabhängig von unserem Einkommen und der Größe der Geschenke, die wir zu Weihnachten machen können.“ Mit Weihnachtsgeschenken drückten Menschen ihre Freude über die Geburt Christi und ihre Liebe zueinander aus. „Mit einem Wettlauf um das teuerste, größte oder schönste Geschenk hat das rein gar nichts zu tun“, so Bischof. Auch der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat am 8. Dezember die Elektronik-Fachmarktkette „Media Markt“ aufgefordert, die Werbekampagne „Weihnachten wird unter dem Baum entschieden“ zu stoppen. „Nicht der Baum und die Geschenke sind entscheidend für Weihnachten, sondern die Geburt Christi“. Für Christen und viele andere Menschen ist dieser Slogan inakzeptabel. „Die Frohe Botschaft von Weihnachten wird mit dieser Werbekampagne ad absurdum geführt.“[…]

Die ewige Volksverblödung: „Mediziner stufen zwei Lourdes-Heilungen als unerklärlich ein“
[…] Das Internationale Ärztekomitee im südwestfranzösischen Marienwallfahrtsort Lourdes hat zwei Heilungen der vergangenen Jahre als «außergewöhnlich» eingestuft. Nach ausführlichen Prüfungen sei das Komitee zu dem Schluss gekommen, dass es sich um plötzliche und mit Lourdes verbundene Heilungen handele, erklärten die Verantwortlichen des Wallfahrtsortes am Mittwochabend. Bischof Jacques Perrier von Tarbes und Lourdes werde die Unterlagen an die Bischöfe der Herkunftsdiözesen der beiden Geheilten weiterleiten. Dort müsse entschieden werden, welche religiöse Interpretation den Vorgängen zu geben sei. In einem Fall handelt es sich nach Angaben des Komitees um eine 1946 geborene Frau, die seit 1982 mehrere schwere Operationen über sich ergehen lassen musste. Mit ihnen versuchten die Ärzte vergeblich, die Ursachen für schwere Bluthochdruckskrisen zu beseitigen. Erst bei einer Wallfahrt nach Lourdes 1989 spürte sie eine plötzliche Besserung und ist seither beschwerdefrei. Das Ärztekomitee habe in seiner übergroßen Mehrheit den Fall als eine mit Lourdes verbundene und medizinisch nicht erklärbare Heilung eingestuft. Im zweiten Fall handelt es sich um eine 1934 geborene Ordensfrau, die seit 1962 unter schweren Schmerzen und Lähmungserscheinungen im linken Bein litt. Medizinische Eingriffe bis hin zu Wirbelsäulenoperationen seien ergebnislos geblieben. Auf einer Trage habe die Ordensfrau 1965 an einer Lourdes-Wallfahrt teilgenommen und dort eine Spontanheilung erfahren. Auch in diesem Fall habe das Ärztekomitee nach zusätzlichen neuen Untersuchungen die Heilung als unerklärlich eingestuft. Seit 2006 prüft das Medizinerkomitee Heilungsberichte in drei Stufen. In einem ersten Verfahren wird mit Blick auf die Krankengeschichte festgestellt, ob es sich um eine «unerwartete» Heilung handelt. In einem zweiten Schritt wird geklärt, ob es eine «bestätigte» Heilung ist. Erst in einem dritten Schritt wird der «außergewöhnliche Charakter» der Heilung anerkannt, wie jetzt in den beiden Fällen geschehen.[…]

Katholische Märchenwelt
[…]An die besondere Tradition des 8. Dezembers als Feiertag und die jahrhundertelange Verehrung der Gottesmutter Maria in Österreich hat Kardinal Christoph Schönborn zum Hochfest Mariä Empfängnis erinnert. „Jahrhundertelang war Maria der Inbegriff für das Herz dieses Landes und der 8. Dezember ein ganz besonderer Tag“, sagte der Wiener Erzbischof am Donnerstag beim Hochamt zum „Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria“ im Stephansdom … An Mariä Empfängnis wird nicht – wie irrtümlich oft angenommen – die Jungfräulichkeit Mariens gefeiert, sondern die Überzeugung der Kirche, dass Maria ähnlich wie Jesus Christus seit Beginn ihrer leiblichen Existenz ohne Sünde gewesen ist. „Der Kern des Glaubensgeheimnisses von der Unbefleckten Empfängnis Mariens ist ein Mensch ganz ohne Sünde“, stellte Schönborn denn auch in seiner Predigt vor Tausenden Gläubigen im Stephansdom die Bedeutung des Feiertags klar. „Erbsünde heißt, dass wir nicht nur Böses tun, sondern dass uns eine Neigung zum Bösen innewohnt“, betonte der Kardinal. „Selbst, wenn wir durch die Taufe von Erbsünde befreit sind, so bleibt die Entflammbarkeit zur Sünde. Maria hingegen war ein Mensch ohne Hang zum Bösen.“[…]

Kirchen sollen an neuer Verfassung für Türkei mitarbeiten
[…]Christliche Kirchen in der Türkei sollen an der Ausarbeitung einer neuen Verfassung beteiligt werden. Wie die türkische Presse am Donnerstag berichtete, entschied der verfassungsgebende Ausschuss des Parlaments, die Patriarchen der griechisch-orthodoxen, armenisch-apostolischen und syrisch-orthodoxen Kirche zu entsprechenden Konsultationen einzuladen. Zugleich bat der Ausschuss die Patriarchen um Vorschläge, wer seitens der Christen darüber hinaus anzuhören sei. Es gebe in der Türkei viele christliche Gruppen, von denen der Ausschuss zu wenig verstehe, sagte Ausschussmitglied Altan Tan. „Deshalb haben wir beschlossen, die Empfehlungen ihrer höchstrangigen Vertreter einzuholen“, sagte Tan. Die drei eingeladenen Patriarchen stehen den größten christlichen Gemeinden der Türkei vor und vertreten zusammen 80 bis 90 Prozent der Christen im Land. Als kleinere Gruppen kommen armenisch-katholische und römisch-katholische, chaldäische und protestantische Christen hinzu, die jedoch nur einige tausend Gemeindemitglieder zählen. Die Türkei will sich innerhalb der laufenden Legislaturperiode eine neues, demokratisches Grundgesetz geben, um die vom letzten Militärputsch hinterlassene restriktive Verfassung abzulösen.[…]

Neuevangelisierungsverblödung
[…]Papst Benedikt XVI. hat am Mittwoch drei Deutsche zu Beratern des Päpstlichen Rates für die Förderung der Neuevangelisierung ernannt. Zu ihnen gehört der Paderborner Priester und Generalsekretär des Bonifatiuswerks der deutschen Katholiken Georg Austen. Weiter wurde der Freiburger Priester Achim Buckenmaier nominiert, Dozent für dogmatische Theologie in der „Akademie für die Theologie des Volkes Gottes“ an der römischen Lateran-Universität. Der dritte Deutsche ist der Bochumer Neutestamentler Thomas Söding, der bereits der Internationalen Theologenkommission angehört. Insgesamt bestimmte der Papst 14 Konsultoren für die im Juni 2010 errichtete Vatikanbehörde. Präsident des Rates, der sich um Getaufte kümmert, die zu Glaube und Kirche auf Distanz gegangen sind, ist der italienische Erzbischof Rino Fisichella. „Diaspora bei Neuevangelisierung mit dabei“ Georg Austen sieht seine Ernennung auch als ein Zeichen dafür, dass man die Diaspora einbeziehen will in das Projekt der Neuevangelisierung. Das sagt er im Gespräch mit Radio Vatikan. „Ich hoffe und glaube, dass man auf Erfahrungen zurückgreift, denn man fängt ja nicht beim Nullpunkt an, auch wenn sich die Zeiten wandeln. Wir erleben Diaspora im doppelten Sinn. Zum einen erleben wir eine Diasporasituation, in der die Christen in der Minderheit sind. Zum anderen erleben wir auch in manchen katholisch geprägten Gebieten eine emotionale und eine Glaubensdiaspora. Die Frage ist: Wo ist man vereinzelt im praktizierten Glauben der katholischen Kirche. Das sind besondere Situationen, die uns herausfordern und ermutigen. Das lässt uns nicht nur klagen und ist ein Auftrag zur Neuevangelisierung.“ Austen hat bereits Ideen, die er in seine Arbeit im Rat hineinbringen möchte. „Für mich ist das die große Frage der Glaubensbildung. Wie können wir heute die Inhalte des Glaubens nicht nur weitergeben, sondern auch wie können wir überhaupt Berührungspunkte schaffen, und wie kann es gelingen, dass wir als Gläubige auskunftsfähig werden zu unserem Glauben. Das sind die Herausforderungen: In eine Dialogfähigkeit treten können. Aber um dialogfähig zu sein, muss ich selbst die Inhalte des Glaubens kennen, gleichzeitig aber eine Sprachfähigkeit entwickeln, dass wir verstanden werden und den Glauben in unseren eigenen Kontexten weitergeben können.“ „Anziehen, nicht bereden“ Für die Neuevangelisierung brauche es eine verständliche Sprache und das Gespräch mit der aufgeklärten Moderne – ganz so wie es auch das Anliegen des Papstes und dessen Theologie sei. Das unterstreicht Pater Achim Buckenmaier im Gespräch mit Radio Vatikan. Zweitens seien die Glaubensgemeinschaften fundamental, denn „ohne Gemeinden keine Evangelisierung“, so der Dogmatiker weiter. Drittens sieht der Dozent am Lateranlehrstuhl für „Theologie des Volkes Gottes“ ein wichtiges „Lernfeld“ der Neuevangelisierung im Bereich des Dialoges mit dem Judentum – das Gespräch mit dem historischen und aktuellen Judentum seien Schwerpunkte seines Lehrstuhles, so Buckenmaier[…]

Neuevangelisierung braucht auch TV-Prediger im evangelikalen Stil
[…]Papst Benedikt XVI. hat am Mittwoch 14 Berater des neuen Päpstlichen Rates für die Förderung der Neuevangelisierung ernannt. Unter ihnen sind der Gründer des weltweit ersten Charismatiker-Gebetskreises, Laientheologe und TV-Prediger Ralph Martin aus Ann Arbor (USA)[…]

Homo-Ehe in Dänemark
[…]Für einige der Bischöfe der dänischen Volkskirche mag es eine bittere Pille gewesen sein, doch die Regierungspläne, die gleichgeschlechtliche Ehe in der Kirche einzuführen stehen unverrückbar fest. Das ist das Fazit, dass Kirchenminister Manu Sareen (Radikale) nach deinem Gespräch mit den Bischöfen des Landes zieht. „Jetzt haben wir einander in die Augen gesehen und die Bischöfe werden trotz ihrer Uneinigkeit weiter arbeiten, die einige theologische Aspekte der Ehe betrifft“, so Sareen. Einige der Bischöfe waren zunächst skeptisch egegenüber der gleichgeschlechtlichen Ehe in der Kirche, doch laut Sareen drückten sie auch ihren Resprekt für den Regierungsbeschluss aus. „Man muss respektieren, dass man unterschiedliche Einstellungen zu dem hat, was man will. Ich habe auch Respekt davor, dass sie es sind, die die Rituale ausarbeiten müssen“, meint der Minister, der unterstreicht, dass das Treffen in einer positiven und konstruktiven Atmosphäre stattgefunden habe. Eine Umfrage des „Kristeligt Dagblad“ zeigt, dass zwei Drittel der Dänen für die sogenannte Homo-Ehe sind. Bei den Bischöfen ist die Hälfte dafür.[…]

1 Comment

  1. Bei bisher 48 – 65 spontanen Heilungen (je nach Kriterien) und jährlich 1 Million Besucher etwa 150 Jahre lang ist das eine Erfolgsquote in der Größenordnung von 0,00004%. Dagegen ist ein Sechser im Lotto an 2 Wochen hintereinander wahrscheinlicher.

    Trotzdem strömen die Menschen nach Lourdes als hätten sie überhaupt keinen Verstand und werden finanziell abgezockt, dass einem die Spucke wegbleibt. Wie auf dem Jakobsweg kostet die Tasse Cafe etwa 5 € und 1 Croissant bis zu 3 €.

    Die Bars und Restaurant mit diesen Preisen kaufen die Croissants im Supermarkt AUCHAN in der 20er Packung für 6 €, das macht 900% Aufschlag als weiteres Wunder im Commerz. Der religiöse Wahn als Vorstufe der Schizophränie ist ein einziges Wunder so mysteriös wie die menschliche Dummheit

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