Katastrophale Jahresbilanz für Hellseher


Michael Kunkel Quelle: ksta.de

Jedes Jahr schicken sich Astrologen, Hellseher und andere selbsternannte Propheten an, Ereignisse vorherzusagen. Die Bandbreite reicht von Attentaten, Katastrophen, Hochzeiten und Trennungen Prominenter bis hin zur Antwort auf die Frage, wer deutscher Fußballmeister wird. Gemessen an der Wirklichkeit fällt das diesjährige Ergebnis für die Augurenzunft „katastrophal“ aus – wie schon in den Vorjahren.

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Die Trefferquote lag bei fast null. Das hat eine am 14. Dezember veröffentlichte Auswertung der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (Roßdorf bei Darmstadt) von über 160 Prognosen ergeben. Die Prophezeiungen im Blick auf Katastrophen blieben in der Regel „extrem vage“. Ein Beispiel sei die Aussage der Astrologin Susanne Eder gewesen: „Die Uranus-Pluto-Verbindung lässt hinkünftig vermehrt auf Vulkanausbrüche und Erdbeben schließen.“ Die meisten Vorhersagen hätten weder Ort noch Zeit genannt und seien damit „absolut wertlos“, so der Mathematiker Michael Kunkel (Wuppertal), der die Prognosen analysiert. „Unspezifische Naturkatastrophen, Terroranschläge oder Unfälle vorauszusagen, ist so sinnvoll wie die Warnung vor drohender Kälte im Dezember.“

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4 Comments

  1. Das Schlimme ist, dass die Esoterikopfer ganz normale Leute aus unserem Umfeld sind. Angesprochen darauf, werden sie manchmal sogar aggresiv. Sie haben Angst von Ihrem Ruhekissen zu fallen und fürchten sich davor der Realität in die Augen zu sehen. Ich muss zugeben, das ist am Anfang auch sehr schwer zu verkraften.
    Die Scharlatane und selbst ernannten Hellseher sind aber sehr erfolgreich und listig Ihre Clientel bei der Stange zu halten.

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  2. Nur gut, dass wir nicht wissen, wie viele Schwachköpfe tatsächlich an die Prophezeiungen dieser Scharlatane glauben. Sie vertrauen diesen Betrügern sogar auch dann noch, wenn sich deren Aussagen als grottenfalsch herausstellen. Die Esoterikgläubigkeit breiter Volksmassen ist leider geradezu erschreckend. Von einem aufgeklärten Zeitalter kann folglich keine Rede sein. Gestützt und gefördert wird der Aberglaube leider auch von den öffentlich-rechtlichen Medien. So waren auch im zu Ende gehenden Jahr einige TV-Sendungen mit die Esoterik verharmlosender Tendenz festzustellen. Aber offenbar stimmt die These, dass die Menschheit es geradezu darauf anlegt, betrogen zu werden, weshalb sie folgerichtig auch betrogen wird.

    Für mich ist der Astrobetrüger Winfried Noé, der Produzent der ZDF-Horoskope, der Scharlatan des Jahres 2011. Die Sterne haben ihm nämlich verschwiegen, dass der Eso-Pfaffe und Heilwässerchen-Verkäufer Fliege klammheimlich seine Gattin gevögelt hat. Logisch, dass damit die bisherige Freundschaft zwischen Winfried und Jürgen ein jähes Ende fand.

    In diesem Falle haben die Sterne tatsächlich nicht gelogen, sondern dem Astro-Wini lediglich die Wahrheit vorenthalten.

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