Bundesfinanzminister Schäuble: „Gott ist derjenige, der den Menschen in seine Schranken verweist“


Schäuble betet Quelle: handelsblatt.com

Gott im Überfluss
Darf und kann es in Zeiten der Euro-Krise ein grenzenloses Wachstum geben? Nein, meint Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in einem Gastbeitrag der „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“. Gott sei derjenige, der den Menschen in seine Schranken verweise.

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Gerade in bedrückenden Lebenssituationen würden sich Menschen oft auf Gott besinnen und im Gebet an ihn wenden, meint Schäuble. Während der Alltag voll von beruflichen und familiären Pflichten ausgefüllt sei, merke der Mensch in solchen Momenten, dass er nicht die volle Kontrolle über sich selbst, „seine Kräfte und seine Gesundheit hat, wie wir uns das gern einreden wollen“.

Begrenztheit unserer Existenz



Daraus zu folgern, dass man nur in Krankheitszeiten an Gott glauben könne, wäre falsch und schlimm: „Denn die Begrenztheit unserer Existenz, unserer Macht und unserer Möglichkeiten, die uns in solchen Situationen besonders deutlich wird, trifft in Wirklichkeit auf unser Leben als Ganzes zu. Sich ihr auszusetzen und sie anzuerkennen, ist für uns als Individuen wie auch für unsere Gesellschaft als ganze von grundlegender Bedeutung. Genau dies tut der Glaube an Gott“, schreibt Schäuble.

Der Glaube an Gott führe die eigene Begrenztheit immer wieder vor Augen. Er zeige, dass es etwas und jemanden gibt, der vor und über uns steht. Die jetzigen Krisen und die der Vergangenheit wurden „nicht zuletzt durch die grenzenlose Gier nach immer höheren Gewinnen an den Kapitalmärkten ausgelöst“. Immer dann, wenn die Mechanismen der Marktwirtschaft nicht kontrolliert und begrenzt würden, könnten sie unmenschliche Konsequenzen hervorbringen. Neue Bedürfnisse in der Konsumgesellschaft führten auch zum Raubbau der verfügbaren natürlichen Ressourcen und damit zu Zuständen, „die für das menschliche Wohlergehen und sogar für das menschliche Überleben bedrohlich sind“.

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3 Comments

  1. Quote:

    Der Glaube an Gott führe die eigene Begrenztheit immer wieder vor Augen.

    Den Satz muss man sich nochmal ganz langsam reinziehen. Absolutes Geschwurbel.
    Ich glaube nicht an Gott und sehe die Begrenzheit Schäubles auch – ganz deutlich sogar.
    Wenn er und seine subkuttanen Religioten auf eine Erleuchtung ihres Fabelwesens warten um die Rezession zu verhindern, dann Gute Nacht und Halleluja!

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  2. Wenn dieser Gott angeblich alles bestimmt, war es nicht dann er, der den Attentäter zu seiner Tat verführte, Schäuble aber am Leben hielt um sein Dasein im Rollstuhl zu fristen? Weshalb oder wozu will er den Herrn Dr. Schäuble in seine Schranken verweisen?
    Ich kann mich der Aussage von Argus7 nur anschließen.

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  3. Wenn christlichen Politikern die Argumente für ihre vermeintlich guten Taten ausgehen, muß eben der Hinweis auf den lieben Gott das Defizit ausgleichen. Das kommt beim leichtgläubigen Volk stets gut an.

    Zustimmen kann ich allerdings Schäubles folgender Bemerkung, die da lautet: „Der Glaube an Gott führe die eigene Begrenztheit immer wieder vor Augen.“ Fürwahr, fürwahr ! Wo er Recht hat, soll er auch Recht behalten.

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