S. Prothero, die Joruba-Religion und die Hellköpfe(Brights)


Stephen Protero, Bild: patheos.com

Getrommel und verdrehte Augen? Stephen Prothero vergleicht die neun wichtigsten Konkurrenten auf den Märkten der Sinngebung. Rolf Schieder wiederum registriert ein merkwürdiges „Kulturkampfgetöse“ in Mitteleuropa. Er fragt: „Sind Religionen gefährlich?“

Von Adolf HollDie Presse

Die Entdeckung einer bisher unbekannten „Weltreligion“ ist bis dato kaum bemerkt, geschweige denn gewürdigt worden. Wer hat schon etwas vom Joruba (englisch Yoruba) gehört? Der Religionswissenschaftler Stephen Prothero (Boston University) hat dem Phänomen ein informatives Kapitel in seinem kürzlich erschienenen Band über die neun wichtigsten Konkurrenten auf den Märkten der Sinngebung gewidmet und geschrieben: Die Joruba-Religion ist nicht nur groß, was die Zahl ihrer Anhänger und ihre geografische Verbreitung betrifft, sondern auch groß im Sinne von altehrwürdig und bewunderungswürdig.

 

An die 100 Millionen sollen es sein, die in Westafrika, Brasilien, auf Kuba, Haiti und Trinidad einen Joruba-Geistlichen aufsuchen, eventuell nach der Sonntagsmesse, wenn die Ehe wackelt oder das Geld knapp wird. Dann werden Palmnüsse oder Kaurimuscheln geworfen, bis die richtige Antwort kommt oder auch nicht. Die beteiligten Gottheiten bevorzugen Suppenschüsseln als Kraftorte, zumindest in Wien-Kagran, wo ich Gast eines Santeria-Priesters war, der hauptberuflich bei der UNO arbeitete.

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2 Comments

  1. Ich habe die Yoruba nur als Stamm in Westafrika kennenglernt, sie leben im südwestlichen Nigerien um Lagos herum. Für die Yurabas ist es gefährlich sich im Norden bei den Haussa oder im Osten bei den Ibo aufzuhalten. Nach einigen Tage leben nicht mehr alle aus der Gruppe

    Es waren überwiegend Verbrecher, die sind nachts mit dem Maschinengewehr durch die Stadt gefahren und haben alles Bewegliche geklaut. Es war lebensgefärlich nachts ohne Wachmanschaft zu sein oder am Tag ohne Begleitung rumzulaufen – vielleicht ausgenommen das Zentrum von Lagos und um das ****Hotel herum

    Zu Vermeidung des Verkehrstaus nach Ikorudu (30 km etwa 3 – 5 Stunden) hatte die Firma ein Motorboot um quer über die Bucht zu fahren. Das wurde in 2 Monaten 2 Mal geklaut. Danach wurde es abends mit dem Kranwagen aus dem Wasser gehoben. Danach wurde der Motor 2 Mal geklaut. Tote lagen viele Tage auf der Straße rum bis sie so dick wie eine Tonne waren, keinen interessierte es. Wenn große ungesicherte Ladungsteile vom Lkw vielen, blieben sie liegen – auch mitten auf der Straße
    Auf dem Wochenmarkt haben sich die Frauen auf den Hauptwegen hingesetzt und gepißt bzw. sogar geschissen, das galt als normal.

    Die Yoruba-Religion mag noch soi nteressant sein, es ist ein Kult wilder und vollkommen unzivilisierter Analphabeten

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