Italien: Bewusster Steuer-Betrug der Katholiban entlarvt!


Quelle: aggromigrant.com

„Auch die Kirche soll zahlen!“
Die Italiener stöhnen über Steuererhöhungen. Doch die Steuerprivilegien der katholischen Kirche werden von der Regierung bislang nicht angetastet. Der Aufschrei in der Bevölkerung ist groß – jetzt signalisieren die Bischöfe erstmals Gesprächsbereitschaft.

Von Thomas MiggeDeutschlandfunk

„Die Kamera ist in einer Aktentasche und das kleine Mikrofon unsichtbar in einer Tasche der Jacke versteckt.“

Die mit versteckter Kamera heimlich aufgenommene Szene spielt in Mailand, in der „Casa del Clero“, ein Altersheim für Priester nahe beim Opernhaus La Scala. Der Besucher, ein Mitglied der Partei der Radikalen, betritt das Gebäude und stellt fest – die Kameraaufzeichnungen scheinen es zu belegen – dass die Unterkunft nicht nur für Priester bestimmt ist. Die Gästezimmer sind, eine Ordensfrau erklärt es, vor allem für zahlende Pilger und andere Reisende bestimmt.

Die Reportage, die von den Radikalen auf ihrer Website gezeigt wird, sorgt in diesen Tagen für Aufsehen in Italien. Denn obwohl die Mailänder „Casa del Clero“ eigentlich eine Non-Profit-Unterkunft ist, werden Einnahmen erwirtschaftet, für die aber keine Steuern gezahlt werden müssen. Ein Skandal, meint Mario Staderini, Parteisekretär der Radikalen:

„Der italienischen Gesetzgebung zufolge braucht die Kirche für diejenigen Gebäude, die religiösen Zwecken dienen, keine Kommunalsteuern zahlen. Gebäude, mit denen man zu einem Teil Gewinne erwirtschaftet, kommen auch in den Genuss dieses Steuervorteils. Repräsentanten der Kirche behaupten immer wieder, dass der Vorwurf des Steuervorteils üble Nachrede sei.“

Nicht nur die Radikalen, sondern inzwischen auch linke Parteien, ein Teil der Medien und immer mehr Bürger – darunter, Umfragen belegen es, auch viele praktizierende Katholiken – sehen das anders. Im Jahr 2005 entschied die Regierung von Silvio Berlusconi, dass die Kirche für ihre Immobilien keine Kommunalsteuern zahlen muss. Ein Steuervorteil, der den Radikalen zufolge der Kirche mehr als 1,5 Milliarden Euro Ersparnis einbringt. Die italienische katholische Bischofskonferenz spricht hingegen nur von einigen Hundert Millionen Euro.

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