B16-Ratze, schwul statt asexuell?


Quelle: regenbogen-news.com

DER PAPST, SCHWUL STATT ASEXUELL?

Von Stefan LauerVice.com

„Nur die Homosexuellen sind noch nett zu mir“, ist das Erste, was Uta Ranke-Heinemann zu mir sagt, als ich ihr erzähle, dass ich schwul bin. Wir sitzen in ihrer mit Fotos und Zeitungsausschnitten praktisch vollgepflasterten Küche vor Tee, Butterkuchen und Käsebrötchen und unterhalten uns über den 2.000 Jahre alten Schwindel der katholischen Kirche über „christliche Werte“. Ranke-Heinemann ist aber viel mehr als eine äußerst streitbare ältere Schwulenmutti. Sie war die erste Professorin für katholische Theologie weltweit. Protestantisch aufgewachsen, konvertierte sie erst gegen Ende ihres Theologiestudiums zum Katholizismus und wurde ziemlich schnell zu einem Dorn im altersstarren, triefenden Auge der katholischen Amtskirche. Mit der Friedensbewegung war sie 1979 in Vietnam und Kambodscha und kandidierte 1999 für das Amt des Bundespräsidenten, das vor ihr schon ihr Vater innehatte, verlor dann aber leider gegen ihren Neffen Johannes Rau. Da Mode ja bekanntlich eines der Hauptthemen von Homosexuellen worldwide ist (um es in Ranke-Heinemanns Worten zu sagen), sprechen wir erstmal über ihr Lederkostüm.

Wie kam es zu dem grünen Lederkostüm?
Das war 1987, als ich meinen Lehrstuhl verlor. Aber deswegen habe ich nicht gedacht, ich brauche jetzt ein Lederkostüm. Im Gegenteil, es war Ausverkaufszeit und die Chefin des Ladens sagte: „Das hier ist etwas ganz Besonderes, Anilin durchgefärbtes Nappaleder.“ Also das heißt, im Flugzeug konnte sich eine ganze Ladung Spiegeleier über mich ergießen, ich musste das nur wegwischen. Als ich es zum dritten Mal anhatte, habe ich mich entschuldigt. Es hieß dann: „Nein, das ist doch toll, Sie müssen jetzt immer damit kommen.“

Und warum haben Sie den Lehrstuhl verloren?
Ja, das Ratzinger-Zitieren kostete mich den Lehrstuhl. Ich war anlässlich des Besuchs des Papstes 1987 in Kevelar, Marienwallfahrtsort, als Überraschungsgast fürs Fernsehen eingeladen worden.

Das heißt, Sie haben sich direkt auf ihn bezogen?
Ich habe sein Buch Einführung in das Christentum hier liegen. Auf Seite 225 schreibt er: „Die Gottessohnschaft Jesu beruht nach dem kirchlichen Glauben nicht darauf, dass Jesus keinen menschlichen Vater hatte. […] Denn die Gottessohnschaft, von der der Glaube spricht, ist kein biologisches, sondern ein ontologisches Faktum.“

Hatten Sie trotzdem Schwierigkeit deswegen, obwohl Sie ja eigentlich den heutigen Papst zitiert haben?
Ja, ich wurde vorgeladen. Am Abend vor diesem Gespräch rief mich Herr Küng [Theologe und Kirchenkritiker, verlor 1979 die kirchliche Lehrbefugnis. Anm. d. Red.] an: „Frau Heinemann, Sie wissen ja, Sie müssen morgen das Glaubensbekenntnis unterschreiben und so machen wir das doch alle. Geboren von der Jungfrau Maria, da müssen Sie sich denken, geboren von der jungen Frau Maria.“ Und ich sagte: „Herr Küng, es hat sich ausgejungfert.“

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4 Comments

  1. Die Frau schafft es trotz ihrer unbestreitbaren Intelligenz nicht über den Tellerrand schauen. Unsere Vorfahren kann man als entfernte Verwandte im Zoo besuchen, wir vorm Gitter und sie dahinter

    Bei den Hominiden und Primaten ist die Akzeptanz eines Führers Bedingung im Clan zu leben. Altruismus bzw. Nächstenliebe und Ethik sind Resultate der Evolution, das Hormon Oxytocin aus 9 Aminosäuren als Botenstoff der Nervenzellen prägt uns zwingend für dies Verhalten. Experimente zeigen Menschenaffen kennen ein erhebliches Maß an Hilfsbereitschaft und Empathie wie auch Traditionen, Allianzen, Freundschaften sowie Kommunikation und Gewalt bei Eroberungen, obwohl sie kein „Heiliges Buch“ studieren und zu einem fiktiven Gott beten.

    Der Urheber des Universum hat niemanden etwas einprogrammiert
    Warum erschafft Gott erst 1.100 Dino-Arten, die Jahrmillionen die Erde bevölkern, vernichtet vor 65 Mill. Jahren mit einem Asteroiden 95% des Lebens seiner „so guten Schöpfung“, damit rattengroße Säuger genug Lebensraum bekommen um sich in Millionen Jahren ohne Religion über die Primaten bis hin zur aufrecht gehenden Fehlkonstruktion Homo-Sapiens-Sapiens mit Erbsünde entwickeln, während etwa 20 andere Homo-Fehlkonstruktionen aussterben. Ein Gott der all-unfähig rumbastelt wie ein galaktischer Heimwerker ist nemals all-mächtig, all-wissend und all-gütig, zumal er gleich mehrfach seinen perfekten göttlichen Pfusch ausrotten muss.

    Religion untergräbt die Autorität der Wissenschaft durch Negierung historischer Realität und Fakten. Eine ewige Weisheit aus dem Kreis des RKK Großinquisitors vom Mai 1990 definiert: „Wer nicht die unfehlbaren Inhalte des christlichen Glaubens ohne Zweifel, ohne Kritik und Vorbehalte annimmt, der hat einen persönlichen Defekt, ein ungenügend gebildetes Gewissen, eine sündige Verfasstheit, eine auf Vorurteilen beruhenden Geist der Kritik und huldigt der Untreue gegen den Heiligen Geist.“ Ein Katholik hat folglich weder eine Moral noch einen eigenen Willen, ohne Gott und den Glauben ist er überhaupt nichts wert. Vor allem darf er nicht selber denken.

    Frau Heinemann hat genau das gewagt, wie verwerflich und von ewiger Höllenpein bestraft. Da kann sie dann ewig mit Zähnen klappern die längst verrotet sind, ihr Fleisch braten lassen, das schon lange verwest ist und Kohlen fürs Feuer schaufeln, damit der stets besoffene Bischof Mixa es warm genug die Kinder zu prügeln. Hallelujah

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  2. Die heilige Bibel ist nicht Menschen, sondern Gotteswort.
    Die Christen sind nicht blutsüchtig! Sie sind durch Blut Christi erlöst worden.
    Die Hölle ist ewig und keine Erfindung von Menschen.

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  3. @Yeti
    Frau Ranke-Heinemann’s Glaubensbekenntnis spiegelt sich am katholischen – dem einer Steinzeitreligion:

    1. Die Bibel ist nicht Gottes-, sondern Menschenwort.
    2. Dass Gott in drei Personen existiert, ist menschlicher Fantasie entsprungen.
    3. Jesus ist Mensch und nicht Gott.
    4. Maria ist Jesu Mutter und nicht Gottesmutter.
    5. Gott hat Himmel und Erde erschaffen, die Hölle haben die Menschen hinzuerfunden.
    6. Es gibt keine Erbsünde und keinen Teufel.
    7. Eine blutige Erlösung am Kreuz ist eine heidnische Menschenopferreligion nach religiösem Steinzeitmuster.

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  4. Interessantes Interview. Bei Fraue Ranke-Heinemann (ich wusste gar nicht, dass sie die Tochter von Gustav Heinemann ist …) frage ich mich aber immer und immer wieder, warum sie nicht endlich auch den letzten Schritt geht und ihrem negativen Glaubensbekenntnis den Vers: „Und Gott gibt es nicht“ hinzufügt?

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