Putschgerüchte gegen Pius-Chef Fellay – Spaltung der Fundi-Bruderschaft?


Quelle: virgo-maria.org

Piusbruderschaft übergibt Vatikan eine Antwort, die „keine ist“ – Putschgerüchte gegen Msgr. Fellay

Von Giuseppe NardiKatholisches

Die Antwort wurde seit Tagen erwartet. Nun liegt sie vor. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. hat dem Vatikan eine Antwort auf die „Doktrinelle Präambel“ übermittelt, die Kardinal William Levada dem Generaloberen der Bruderschaft, Msgr. Bernard Fellay, am 14. September übergeben hatte und deren Annahme oder Ablehnung über den künftigen kanonischen Status der „Lefebvrianer“ entscheidet, dies berichte der Vatikanist Andrea Tornielli.

Rom prüft nun die Antwort, die nichts beantwortet

Eine „Überraschung“, so Tornielli, ist dabei, daß die Antwort nicht antwortet. Es handelt sich jedenfalls nicht um eine der drei möglichen Antworten, die sich die Päpstliche Kommission Ecclesia Dei erwartet hatte (positiv, negativ oder den Wunsch nach Klärungen und Änderungen der Präambel in präzisen Punkten). Die eingegangene Antwort wird nun von der Päpstlichen Kommission unter dem Vorsitz von Kardinal Levada und derem Sekretär, Msgr. Guido Pozzo, geprüft.

Papst Benedikt XVI. bemüht sich seit Beginn seines Pontifikats zur Überwindung des 1988 vollzogenen Bruchs zwischen der von Erzbischof Marcel Lefebvre gegründeten Priesterbruderschaft St. Pius X. und dem Heiligen Stuhl. Er empfing den Generaloberen Fellay im Sommer 2005 zu einem persönlichen Gespräch, erklärte Anfang 2009 das Exkommunikationsdekret für die vier 1988 ohne Zustimmung des Papstes und daher unrechtmäßig geweihten Bischöfe der Bruderschaft für aufgehoben und leitete Lehrgespräche zwischen dem Heiligen Stuhl und der Bruderschaft zur Klärung der doktrinellen Positionen ein.

Die noch offene Frage des kanonischen Status der Bruderschaft in der Kirche sollte als letzter Schritt den Bruch überwinden. Sie hängt unmittelbar mit der „Doktrinellen Präambel“ zusammen.

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