Überleben bis der Messias kommt, hoffentlich


Wappen Indonesien, wikipedia

Yaakov Baruch ist der einzige Rabbi Indonesiens, des größten muslimischen Landes. Trotzdem kann er dort die Kippa auf offener Straße tragen und die größte Menora der Welt bauen

Von Sören KittelWELT ONLINE

Der junge Mann leitet eine Gemeinde von 30 Juden – inmitten von mehr als 200 Millionen Muslimen.

Yaakov Baruch ist 19 Jahre alt, als er mit seiner Tante in einen religiösen Streit gerät. Es geht erst um Jesus, dann plötzlich um Moses. Yaakov weiß nicht mehr genau, was seine Tante so heftig provoziert hat, aber plötzlich antwortet sie sehr laut und heftig: „Du kannst so etwas nicht sagen! Wir sind doch Juden!“ Yaakov sitzt da und weiß nicht, was er sagen soll. Seine Tante geht ins Schlafzimmer und kommt mit einem Zertifikat wieder heraus. Da steht schwarz auf weiß: Seine Großmutter mütterlicherseits hatte niederländisch-jüdische Wurzeln. Er hat sich bis dahin immer für 100 Prozent indonesisch gehalten. Und für einen Christen. An diesem Abend erfährt er auch, dass einer der Cousins seiner Großmutter im Konzentrationslager Sobibor gestorben ist. Yaakov lernt an diesem Abend ein neues Wort: Holocaust.

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1 Comment

  1. Religiöse Spinner erfüllen nur den Zweck, ihren angesponnenen Unsinn zu rechtfertigen. Dümmer geht´s nimmer.

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