Das „religiöse“ Jahr in Deutschland


Papst Benedikt XVI. hält seine Rede im Deutschen Bundestag - sein Auftritt dort war nicht unumstritten. (Bild: AP / Markus Schreiber)

Kirchentag, Papstbesuch, Islamunterricht

Von Gottfried BohlDeutschlandfunk

Nach den Missbrauchsfällen von 2010 ging es 2011 für die Kirchen vor allem um die Rückgewinnung ihrer Glaubwürdigkeit. Der Papst kam nach Deutschland und sprach erstmals vor dem Parlament – und Muslime beruhigten christliche Gemüter.

Bischof Franz Josef Bode: „Ich meine, es wäre ein sehr spannendes Jahr gewesen. Es stand ja sehr im Zeichen der Aufarbeitung der Erschütterung des Jahres vorher. Wir haben den Dialogprozess angefangen und wir haben den Papstbesuch erlebt, der viele, viele Menschen ermutigt hat zum Glauben, aber auch zum Nachdenken über viele Fragen.“

Die katholische Kirche in Deutschland blickt zurück auf ein ereignisreiches Jahr, berichtet der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode. Nach der Missbrauchskrise 2010 ging es 2011 zunächst einmal darum, neue Glaubwürdigkeit zu gewinnen. Es gab Gesten der Reue, schärfere Regeln zur Prävention, wissenschaftliche Untersuchungen der Missbrauchsfälle und auch Zahlungen an Opfer. Gänzlich überwunden ist das Trauma damit natürlich noch lange nicht, räumt der Münchner Kardinal Reinhard Marx ein:

„Das ist nicht einfach erledigt durch ein paar schöne Worte. Das ist klar, das ist ein langer Prozess. Deswegen braucht man weiterhin Dialogmöglichkeiten und Wege – sowohl im eigenen Bistum wie auch in der Kirche in Deutschland, in der katholischen Kirche in Deutschland. Das ist immer wieder ein mühsamer Weg.“

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1 Comment

  1. Bischof Franz Josef Bode

    Deswegen braucht man weiterhin Dialogmöglichkeiten ….

    …..ja, um sich weiterhin mit schwurbeln und fadenscheinigen Ausreden aus der Verantwortung zu stehlen. Das Wort Glaubwürdigkeit wird von diesen Verbrechern in den Schmutz gezogen und mit Gesülze und Lügen eine Organisation des Grauens geschützt.
    Pfui Teufel. Mich ekelt vor soviel Unaufrichtigkeit.

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