Mormonen: Ungeliebte Heilige?


Mitt Romney, Ex-Gouverneur von Massachusetts, will Präsident der USA werden. Foto: dpa

Gleich zwei US-Präsidentschaftsbewerber sind Mormonen. Vielen Wählern ist das suspekt. Offiziell gibt sich die Kirche tolerant. Doch selbst fromme Christen trauen ihnen nicht.

Von Andreas Geldner Frankfurter Rundschau

Der Temple Square im Herzen von Salt Lake City ist eine Insel der Seligen. Zwischen dem sechstürmigen Tempelgebäude aus edlem Granit, den zwei Besucherzentren und der Konzerthalle bleibt keiner ungegrüßt. Junge Frauen mit Namensschildern und US-Flaggen am Revers belagern jeden Besucher mit ihrem Lächeln. In einem von weißen Lämmern umringten Brunnen spiegeln sich Maria und Josef im Wasser.

Utah ist die Hochburg der Mormonen

Von Salt Lake City aus regiert der „lebende Prophet“ Thomas Monson zusammen mit zwölf Aposteln mit straffer Hand die weltweit 14 Millionen Mormonen. Utah ist die Hochburg der Glaubensgemeinschaft, die nach dem gewaltsamen Tod ihres Propheten Joseph Smith, dem Gott 1827 angeblich auf Goldtafeln seine Botschaft übermittelte, in den Westen Amerikas floh.

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2 Comments

  1. Aus dem Konzept bringen? Das ist nicht der Punkt. Sie lassen dich links liegen, weil du es nicht wert bist, weil es sich nicht lohnt.

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  2. Mit Mormonen zu diskutieren macht höllischen Spaß. Solche Gelegenheiten hatte ich schon mehrfach. Obwohl sie ja stets zu zweit auftreten, hatten sie gegen meinen Redefluß kaum eine Chance. Mit etwas Hintergrundwissen über die Mormonen kann man diese Leute sehr leicht aus dem Konzept bringen. Probleme hatte ich bei einem Aufenthalt in Salt Lake City aber nicht. Selbst den Kaffee zum Frühstück hat man mir in einem von Mormonen geführten Hotel serviert. Man muß diesen Wunsch nur schon an der Hotel-Reception äußern und dann klappt es mit dem Kaffee auch. Wenn’s um Geld geht, lassen auch die Mormonen mit sich reden.

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