Oberhummer: „Die Kirche hat genug Geld“


Foto: APA/Hochmuth

Kirchenkritiker Oberhummer über den „extrem unfairen“ Vorschlag des Bauernbundes, Kirchensteuern von Ausgetretenen einzuheben

Von Rosa Winkler-HermadenderStandard.at

50 Prozent des Denkmalschutzes werden für sakrale Bauten ausgegeben, sagt Heinz Oberhummer von der Initiative „Religion ist Privatsache“. Er ist der Meinung, die Kirche habe schon genug Geld und sei nicht auf zusätzliche Steuergelder von Ausgetretenen angewiesen. Oberhummer verwehrt sich gegen den Begriff Kirchensteuerflüchtlinge: „Die meisten Leute, die ausgetreten sind, sind es nicht aus finanziellen Gründen, sondern weil sie mit der Kirche nichts mehr am Hut haben.“

derStandard.at: Sie haben den Vorschlag des Obmann des oberösterreichischen Bauernbundes, Maximilian Hiegelsberger, dass Ausgetretene Kirchensteuern zahlen sollen, als „verfassungswidrige Zwangsfinanzierung“ bezeichnet. Warum?

Oberhummer: Man kann Leute, die ausgetreten sind, nicht bestrafen. Das ist sicher verfassungswidrig. Hiegelsberger bezeichnet die Ausgetretenen als Kirchensteuerflüchtlinge und impliziert, dass Leute, die austreten, das nur wegen der Kirchensteuer tun. Und nicht aus ihren Überzeugungen heraus. Die meisten Leute, die ausgetreten sind, sind es aber nicht aus finanziellen Gründen, sondern weil sie mit der Kirche nichts mehr am Hut haben. Der Vorschlag ist nicht gut überlegt, extrem unfair und unobjektiv.

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1 Comment

  1. Lieber würde ich mein Geld verbrennen (und die Münzen einschmelzen) als auch nur einen Cent an die Organisation der vereinigten Religioten abzuführen. Ein altes Sprichwort besagt, dass die dümmsten Bauern die größten Kartoffeln produzierten. Folgerichtig müßte es so sein, dass auf den Feldern der im oberösterreichischen Bauernbund organisierten Bauern sehr wahrscheinlich die größten Kartoffeln geerntet werden. Die oberösterreichische Bauernschaft darf sich aber auch rühmen, vom größten Vollidioten angeführt zu werden.

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