Reinhard Marx: Dodo des Monats Dezember 2011


Dodo des Monat Dezember 2011

Der pfäffische Geselle seiner Kirche hat sich ein hartes Kopf an Kopf-Rennen mit der Techniker Krankenkasse geliefert. Der völlig anders geartete Blick auf Demokratie, Freiheit, soziale Gerechtigkeit, lässt den Dodo-Preisträger oftmals Dümmliches formulieren. Vom intellektuellen Niveau seines Namensvetters ist er jedenfalls meilenweit entfernt.

Marx gehört zu den wenigen Träumern seiner Zunft, die die katholische Soziallehre, untot, immer noch mit Mund-zu-Mund-Beatmung, aus dem Jenseits zurückholen wollen. Er betont immer wieder, dass die Freiheit des Menschen, seine Würde und die fixierten Menschenrechte, von Gott gegeben sind. Er wolle nicht zurück in eine „alte Welt.“

Seiner Kirche spricht er synodale Elemente zu, soll heißen, die katholische Kirche  verwirklicht ein Abstimmungsverfahren, welches länger als die moderne Demokratie existiert. Im guten Stil der Kanzelprediger geht es weiter, so wie sie es alle seit Jahrhunderten treiben. Immer den Ast im Auge, auf dem man selbst sitzt, kommen doch von das die Bezüge und Gelder, die ein fürstliches Dasein in der säkularen Welt ermöglichen. Der römischen Spukgestalt verpflichtet bekommt die Politik den Rotz an die Backe geschmiert, den es braucht um eine gedeihliche Beziehung aufrecht zu erhalten. Das es ihm nicht um Demokratie geht, die wir meinen, wird dann in solchen Sätzen deutlich:

Reinhard Marx:

…aber der Souverän in der Kirche ist Jesus Christus. Nicht das Volk. Es ist allerdings sehr wichtig, dass die Partizipation auch von der Theologie des Volkes Gottes her ein zentraler Gedanke ist.

Ein toter Souverän, bei dem noch nicht einmal klar ist, ob es ihn jemals gegeben hat. Das ist aber in den Augen von Marx nicht so wichtig, denn GLAUBE ist alles. Wer nicht glaubt, weiblich ist, oder gar homosexuell passt nicht in das Menschenbild des Pfaffen aus München.

Eine Gefühlsreligion lehnt Marx ab. Widersprüchlich solche Aussagen, auf der einen Seite die Liebe Gottes, die der Kitt sein soll, der alles zusammenhält, auf der anderen Seite hat Marx regelrecht Angst davor, im esoterischen und folkoloristischen Klimbim unterzugehen. Untergegangen ist seine Kirche wohl noch nicht aber Esoterik, bis hin zum Exorzismus ist auch ihr Geschäft und den alten römischen Prunk der katholischen Kohorten kam man durchaus als folkloristisch abtun. Ernsthafte Menschen, mit Vernunft im Kopf, würden jedenfalls nicht wie ein römischer Centurio ihr Tageswerk erledigen.

Wenn Ihr römischen Pfaffen Jesus Christus so liebt, dann tut es ihm nach, lasst Euch ans Kreuz nageln, der Erde dürfte es gut tun und im Leid würdet ihr Euren Schöpfer sehr bald sehen. Vertraut mir, GLAUBE ist alles.

Herzlichen Glückwunsch zu zweiten Dodo Herr Marx, es wird Zeit ein Nest zu bereiten.

5 Comments

  1. Dann gibt es noch die Variante des Lattenjupp als nicht-semitischen Gallier

    Die evangelischen Landeskirchen gründen 1939 auf der Wartburg ein 200 Mann starkes Institut zur Entjudung des Christentums. Das Christentum ist unter rassischen Aspekten mit den Verhältnissen in Palästina zu untersuchen, jüdische Elemente sind aus dem deutschen kirchlichen und theologischen Leben zu entfernen. Nach intensiver NAZI-Forschung findet man Jesix als arischen Gallier, ein Cousin von Asterix. Er klaut dem Druiden ein Rezept, brennt damit Schnaps, flieht nach Jerusalem, lebt widerwillig wie ein Jude und nennt sich Jesus. Irinäus von Lyon und Chrysostomos fälschen 180 n.C. die Fakten, auch der jüdische Prophet Paulus wird ein 1000% arischer Jesus-Apostel, der über 1300 Jahre lang seine Texte ändert.

    Gefällt mir

  2. Wer ist denn der Souverün aus dem Kreis der Irren und Bekloppten

    Flavius Josephus nennt etwa 20 Jesus-Personen wie Jesus Ben Phiabi, Jesus Ben Fabus, Jesus Ben Sec, Jesus Ben Damneus, Jesus Ben Gamaliel, Jesus Ben Sirach, Jesus Ben Phandira, Jesus Ben Ananus, Jesus Ben Sapphias, Jesus Ben Gamals, Jesus Ben Thebuth, ein Teil davon sind Zeitgenossen des fiktiven Jesus Christus. Zur Zeit des Prokutators Lucceius Albinus wird um 63 n.C. ein Jesus erwähnt, der sich als Christ bezeicnet (Antiquities 20-9). Er wird mit seinen gesetzlosen Kumpanen gefangen und gesteinigt.

    Um 45 n.C. überzeugt ein Prophet Theudas viele Menschen wie einst Moses den Jordan nur durch seine Zauberkraft zu teilen. Prokurator Cuspius Fadus verbietet den Unsinn, lässt viele der Zuschauer verhaften und Theudas enthaupten. Um 52 n.C. kommt ein ägyptischer Prophet Joshua nach Jerusalem um durch Wunder die um 45 n.C. neu erbaute Stadtmauer zu zerstören. Unter Prokurator Lucceius Albinus tritt ein Jesus ben Ananos in Jerusalem als Prophet auf. Zum Laubhüttenfest klagt er mit Weherufen über Jerusalem und den Tempel. Er wird ergriffen, erst verprügelt und dann dem Prokurator in Caesarea vorgeführt. Der läßt ihn als Irren frei, in Jerusalem tötet ihn später eine römische Wurfmaschine (Antiquities 20).

    Gefällt mir

  3. Ja, DAS ist doch endlich mal ein echt feiner Artikel. Endlich einmal, jemand, der sich wagt, die Wahrheit beim Namen zu nennen. Der Mann ist doch echt dodo. So ein reaktionärer Antipazifist mit seinen Ansichten, Mann. Total patriarchalistisch, Mann.
    Wir echten Demokraten werden es doch nicht zulassen, dass jemand wie der unsere Grundwerte in den Boden tritt, der Mann ist GEWALTTAETIG:
    Schon deshalb ist es nötig, dass wir echte Pazifisten ihn ans Kreuz nageln. Klasse Artikel Mann. Wir sind die wahren Pazifisten, nicht der. Also: ans Kreuz mit ihm. Wir müssen ihm zeigen, dass wir seine Intoleranz nicht mehr vertragen können. Nur so können wir zeigen, wie weltoffen, umsichtig und tolerant WIR sind. Und als Deutsche sollten wir das besonders nachhaltig tun, das muss uns doch unsere Geschichte lehren. Also: baut endlich die neuen Camps, ich würde den Namen „grüne Anti-Concentration-Camps“ nennen. Das würde auch gut zu Antifa passen, oder? Habt Ihr endlich begriffen, es ist an der Zeit!
    Und alle Katholiken, Evangelikale, Manager, halsstarrige Konservativisten, Abtreibungsgegner, Missionare, christliche Weltverbesserer, Bushfans: ab hinein. DANN wäre bestimmt endlich Ruhe.
    So würden wir endgültig beweisen, dass wir die weitere Sicht als diese ganzen Nazis haben!

    Gefällt mir

  4. Ich finde der DODO ist für all diese Relioberpenner viel zu wertvoll. Sozusagen „Perlen für die Säue“. Da ist sowieso Hopfen und Mals verloren. Diese Hauptberuflichen sind doch selbst DODO genug, die brauchen nicht auch noch eine Auszeichnung die eigentlich denen gebührt, von denen man mehr Verstand erwarten sollte und die ihre Integrität leichtfertigerweise auf´s Spiel setzten. Beispiel: Techniker Krankenkasse.

    Gefällt mir

  5. Kein Zweifel, der Berufs-Religiot Marx hat auch diesen, seinen zweiten Dodo redlich verdient. Leute seiner Sorte müßten eigentlich jeder von ihnen bereits ein Nest voller Dodos ihr eigen nennen können. Trotzdem bedaure ich, dass die Techniker Krankenkasse bei dieser Dodo-Wahl knapp unterlegen ist, denn auch dieser Sorte von Volksverdummern, die wider besseres Wissen den medizinischen Schwachsinn quasi hoffähig gemacht haben, hätte man einen Denkzettel verpassen sollen. Wer mit den Kassenbeiträgen seiner Mitglieder den medizinischen Scharlatanen zuarbeitet, gehört nun mal an den öffentlichen Pranger gestellt.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.