Gott und die Welt


Orthodoxe Juden in Jerusalem: Unter anderem aus der Idee der gemeinsamen Abstammung leiten die Nachfahren der vertriebenen Juden das Recht ab, den Staat Israel auf dem Gebiet des ehemaligen Heiligen Landes zu gründen. (© dpa)

Der Konflikt um die jüdische Identität Israels ist so alt wie der Zionismus. Mehr als 60 Jahre nach der Staatsgründung spitzt sich der Konflikt zwischen orthodoxen und säkularen Israelis zu

Von Michael BorgstedeWELT ONLINE

Es ist der 14. Mai 1948, als nur zwei Stunden vor der geplanten Proklamation des Staates Israel ein unerwarteter Streit zwischen den säkularen und religiösen Mitgliedern des provisorischen Staatsrates in Tel Aviv ausbricht. Denn während die Vertreter der religiösen Parteien darauf bestehen, Gott in dem Dokument zumindest zu erwähnen, sehen die sozialistisch-säkularen Zionisten darin ihr Recht auf Nichtgläubigkeit gefährdet. Man einigt sich schließlich in letzter Minute auf die doppelsinnige Formulierung „Fels Israels“. Manchmal kann ein Fels nämlich auch Gott sein, wie im zweiten Buch Samuel 23,3 oder im ersten Buch Mose 49, 24. In absichtlicher Zweideutigkeit heißt es also in der israelischen Unabhängigkeitserklärung: „Mit Zuversicht auf den Fels Israels setzen wir unsere Namen zum Zeugnis unter diese Erklärung, gegeben in der Sitzung des provisorischen Staatsrates auf dem Boden unserer Heimat in der Stadt Tel Aviv.“ Die Staatsgründung ist gerettet – und ein bis heute andauernder Konflikt hat seine erste Zuspitzung erfahren.

weiterlesen

2 Comments

  1. Es ist eines der üblichen religösen Märchen ohne jede historische Substanz

    In der Zeit 1719-1692 v.C. erobern die Hyksos (Heka Chasut=Führer der Fremdländer) unter König Timaus das untere Nildeltas, wahrscheinlich sind es die biblischen Amoriter. Dies geschieht unter Pharao Harembab, nicht zu verwechseln mit dem Pharao Harembab der 18.ten Dynastie. Im Jahr 1532 v.C. besiegt Pharao Ahmose I (1550-1525 v.C.) die Hyksos. Flavius Josephus erwähnt Manethos (305-282 v.C.) Aegyptiaca und berichtet wie Ahmose I die Stadt Auaris (Avaris) mit 180.000 Mann belagert und den Abzug von 240.000 Hyksos über Sharuhen mit Hab und Gut erzwingt, was nach der Größe der Ausgrabung von Auaris wie üblich um das 1000-fache übertrieben ist.

    Hapiru ist keine Ethnie, es bedeutet „Räuberhaufen“ welcher nach 1000 v.C. die Schrift, Sprache und Götzen der Phönizier kopiert und eine erste Identität schafft. Die genetische Veranlagung der Hapiru (Hebräer) als Räuber hat sich über Jahrtausende erhalten. Die Existenz vieler Vasallen-Könige in den Orten Palästinas als Teil des Pharaonenreichs widerlegt ein hebräisches Reich als Phantasie. Große Reiche hinterlassen in den Texten ihrer Nachbarn Spuren wie in über 100.000 Tontafeln. Die Ägypter haben Handelsverträge mit Tyros, Ugarit, Hattusa, arrangieren Heiraten mit Prinzessinnen aus Ugarit, teilen die Kriegsbeute mit Assyrien, Ugarit stellt Soldaten an Hattusa usw. In keinem der vielen Texten und Keilschrifttafeln der Nachbarstaaten gibt es eine einzige Spur eines hebräischen Reiches von Jerusalem. Israeliten=Hapiru bedeutet die biblischen Patriarchen sind Machtphantasien idiotischer Religiotie ähnlich den Supermann-Heften heute.

    Ebla (Tell Marik/Syrien), ausgegraben 1965 bis 1968, war ab 3000 v.C. ein Stadtstaat, hat 2450–2240 v.C. eine kurze Blüte und erreicht von 1850–1530 v.C. Bedeutung. Die Namen und Götter im jüdischen Tanach sind kopierte eblaitische Namen wie Yah/Yahweh, A-da-mu/Adam, h’àwa/Eva, Ab-ra-mu/Abraham, Bilhah, Ish-ma-ilu/Ismael, E-sa-um/Esau, Mika-ilu/Michael, Sa-u-lum/Saul, Da-udum/David. In Ebla werden Götzen wie El, Yah, Dagon, Baal, Ishtar, Resheph, Kanish, Hadad, Kura, Nidakul usw. verehrt sowie sumerische/hurritische wie Enki, Ninki, Ashtapi, Hapat, Ishara. Enki ist der sumersiche Schöpfer der Welt und dient vielen nachfolgenden Religion als Vorlage lange bevor Althebräisch als geklaute Sprache aufkommt. Viele der eblaitischen Mythen sind ebenfalls in der biblischen Genesis zu finden.

    Der Stadtstaat Ugarit (Ras Shamrah/Syrien 6 km nördlich Latakia) ist seit 7000 v.C. besiedelt, Jahrtausende vor Gottes Schöpfung des biblischen Adam. Der ugaritische Gott El wird in der Bibel theophorisch zu El(ohim) als Schöpfer der Welt und belegt den jüdischen Tanach als Kopie heidnischer Kulte, die viel mächtiger schienen. Gott El ist in Ugarit Schöpfer der Welt, paart sich potent mit vielen Frauen und wird mit Stierhörnern dargestellt. Viele Götzen in Sumer, Akkad und Babylon tragen eine Tiara mit Hörnern. Ugaritische Götzen sind El, Yamm, Dagan, Mot, Anath, Kothar, Baal (Sohn von El) und Asherah (Frau von El). Martin Luther tilgt Astarte/Asherah aus der Bibel, nicht aus religiösen Motiven, dem Supermacho war ein Weib an Gottes Seite einfach ein Gräuel.

    Liken

  2. Angeblich hat ihr Gott den Israeliten das heilige Land versprochen. Da ihm bis heute nicht gelungen ist dies konfliktfrei auf die Reihe zu bringen, muß man daraus folgendes schließen: 1. Er ist ein unglaubwürdiger Sprücheklopfer. 2. Von Allmacht und Allwissenheit kann bei ihm absolut keine Rede sein. 3.Der Gott der Israeliten ist genau wie alle anderen Gottesvorstellungen (vor allem die der sogenannten großen Religionen, welche sich als Trittbrettfahrer an den Judengott anhängen) reines Hirngespinst. Da noch nie in der Menschheitsgeschichte ein „echter“ Gott irgendetwas persönlich umgesetzt hat, kann man davon ausgehen, dass der 3. Punkt der Realität entspricht. Allerdings ist seinen Erfindern zu verdanken, dass durch ihre steinzeitliche Wahnvorstellung die Konflikte der Menschheit bis heute ungelöst sind. Ein Ende dieses globalen Wahnsinns ist leider in absehbarer Zeit nicht in Sicht und von eifrigen Typen wie den Beiden auf dem obenstehenden Foto, wahrscheinlich auch gar nicht erwünscht.

    Liken

Kommentare sind geschlossen.