Österreich: In 100 Jahren Kirche ohne Mitglieder?


Quelle. wiener zeitung.at

Die Zahl der Kirchenaustritte in Österreich ist zurückgegangen: 58.603 Personen haben 2011 der römisch-katholischen Kirche den Rücken gekehrt, berichtete die „Kathpress“ am Dienstag. Das bedeutet einen Rückgang um 32 Prozent gegenüber 2010, als 85.960 Personen ausgetreten sind – wegen des Bekanntwerdens von Missbrauchsfällen im kirchlichen Bereich.

Wiener Zeitung

Beunruhigend findet man das in der Erzdiözese Wien nicht: „In der Relation zur Gesamtmitgliederzahl von 5,41 Millionen ist das ein Rückgang von 0,86 Prozent“, erklärte der Sprecher der Erzdiözese Michael Prüller in einem Gespräch mit der „Wiener Zeitung“. Es sei auch die Rechnung falsch, wonach es in 100 Jahren überhaupt keine Mitglieder mehr gebe, würden durchschnittlich jedes Jahr 50.000 Personen aus der Kirche austreten – „allein 2010 hat es fast 49.000 Taufen und 4600 Neuaufnahmen gegeben“, meinte Prüller. Allerdings gibt es auch mehr als 50.000 Begräbnisse im Jahr – wodurch die Rechnung wieder stimmen würde.

Beiträge auf dem Prüfstand
Austritte werde es immer geben; „das ist die Kultur der Freiheit, die in der katholischen Kirche gelebt wird.“ Allerdings werde innerhalb der Kirche ständig darüber nachgedacht, wie man den Menschen insgesamt besser gerecht werden könne. Und das geschehe sicherlich nicht unkritisch, betonte Prüller. Allerdings sei die Erhöhung der Mitgliederzahlen nicht oberstes Arbeitsprinzip. Populistische Maßnahmen seien demnach fehl am Platz. „Man kann nicht einfach die Sakramente ändern, nur weil die Menschen sie nicht mehr verstehen“, sagte Prüller. Aber das bedeute noch lange nicht, dass die Kirche nicht zur Modernisierung fähig sei. In diesem Zusammenhang nannte Prüller etwa die Möglichkeit der Bestattung von Selbstmördern, seitdem man weiß, dass eine Depression eine schwere Krankheit ist. Auch über das System der Einhebung der Kirchenbeiträge werde nachgedacht. Zwar sei die derzeitige Diskussion über einen Kultusbeitrag „grotesk“. Auf der anderen Seite stimme aber eine Zwangsmitgliedschaft mit dem Bild der Kirche auch nicht besonders gut überein, meinte der Sprecher.

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1 Comment

  1. Es wird immer Religioten geben, die Dummheit kann man nicht ausrotten

    In der Religiotie mit Göttern, Gottgleichen, Engeln und Dämonen wird der größte Lügner, Lump, Betrüger oder skrupelloseste Wortverdreher zum Oberhirten. Bis zu 25% der Menschen stellen weder diesen Führer noch seine Befähigung für den Job in Frage. Solche Menschen sind unfähig eine Demokratie zu gestalten, jede ihrer Handlungen zielt darauf ab den Despotismus des „großen Führers“ zu stärken. Der selbst ernannte Führer kaschiert seine Unfähigkeit mit Kriterien wie all-fähig, all-wissend, all-gütig und dem Auserwählt-Syndrom als kranke Paranoia, die freies Denken und Handeln unterbindet. Dominanz, Gewalt, Mord, Krieg und Ausbeutung gilt als ehrenhaftes Handeln nach Gottes Willen, die Schuld der Täter wird zum gläubigen vorbildlichem Verhalten umdefiniert, bekannt als „Robin-Hood“ Neutralisation.

    Wie demaskiert die RKK ihre kanonische Christuslehre zementiert in etwa 245 ewig wahren unantastbaren Dogmen „Wer nicht die unfehlbaren Inhalte des christlichen Glaubens ohne Zweifel, ohne Kritik und Vorbehalte annimmt, der—Drohung, Drohung, Drohung“. Durch Drohungen sichert sich ein sinnfreier Humbug seine zahlenden Idioten; darin manifestiert sich indirekt ein tiefer Zweifel an den vorgeblich ewig wahren Werten. Die Religionsführer selber lassen morden, rauben, stehlen, plündern, fälschen, missbrauchen, sie saufen, huren und bedrohen wie Papst Ratzfatz die Elite mit der höchst-möglichen Strafe „Rauswurf“. Totalitär paranoide Systeme wie Religionen und Diktaturen überleben nur, wenn sie gegen Protest, Kritik oder Abweichung brutal vorgehen.

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