Wenn der Landtag zur Kirche verkommt


Beim Gebet im Portikus des Landtages begrüßte der stellvertretende Landtagspräsident Hans-Werner Schwarz (2. von links) die Teilnehmer. Foto: Evangelische Allianz Hannover

„Wir sind dankbar, dass wir für die Mitarbeiter des Landtages und die politisch Verantwortlichen, die häufig im Kreuzfeuer der Kritik stehen, beten konnten und durften.“ Dieses Resümee zieht der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Allianz Hannover Jan-Peter Graap von der Gebetsaktion im Niedersächsischen Landtag.



pro Medienmagazin

Die Grünen-Fraktion des Landtages hatte die geplante – und am gestrigen Montag durchgeführte – Aktion in der letzten Woche heftig kritisiert. Ihre Parlamentarische Geschäftsführerin Gabriele Heinen-Kljajic hatte in einem Brief die Bedenken damit begründet, dass sich innerhalb der Evangelischen Allianz christlich-fundamentalistische Positionen wiederfänden, „die mit Toleranz und einem aufgeklärten Menschenbild wenig gemein“ hätten.

Die Evangelische Allianz Hannover zeigte sich von den Vorwürfen unbeeindruckt. Christen aus 30 Gemeinden der Stadt beteten am Montag für die politischen Verantwortlichen. „Es war kein politisches Gebet, sondern es galt, die Arbeit der Abgeordneten und Bediensteten zu würdigen“, so Graap gegenüber pro. Die 20 Personen in der Staatskanzlei, 15 im Rathaus und weitere 25 im Portikus des Landtages ließen sich auch von dem Medieninteresse vor Ort nicht beirren.

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