Buddha Gabriel: SPD gegen strikte Trennung von Staat und Kirche


Die SPD ist nach den Worten ihres Vorsitzenden Sigmar Gabriel weiter gegen eine strikte Trennung von Staat und Kirche. Daher könne es in der Partei keinen „Arbeitskreis der Laizistinnen und Laizisten“ geben, der eine solche Position nach außen vertrete. Das schrieb Gabriel am Wochenende in seinem Facebook-Profil. Zugleich unterstrich er, dass er das Thema Laizisten in der SPD „nicht wirklich weltbewegend“ finde.

RP ONLINE

Anlass waren Anfragen Nutzern des sozialen Netzwerks; sie hatten einen einstimmigen Beschluss des SPD-Bundesvorstandes in Frage gestellt, einer laizistischen Gruppe in der Partei nicht den Status eines offiziellen Arbeitskreises zuzuerkennen.

Er habe nichts dagegen, wenn sich SPD-Mitglieder als Laizisten zusammenfänden, betonte Gabriel. Allerdings könne sich nicht jede beliebige Gruppierung „Arbeitskreis“ nennen: Sonst wüsste „kein Außenstehender, wer nun wirklich die Position der SPD nach außen vertritt“. Das Kernthema der Laizisten sei die strikte Trennung von Kirche und Staat. Dies sei aber weder die Position der SPD noch die Position des Grundgesetzes, so der Parteichef.

 Der SPD-Vorsitzende wies Kritik zurück, durch die fehlende formelle Anerkennung grenze die SPD Atheisten und Freidenker aus. „Der Parteivorstand hat schlicht beschlossen, dass kein Arbeitskreis in seinem Auftrag die strikte Trennung von Kirche und Staat propagieren soll, weil es nicht Mehrheitsmeinung in unserer Partei ist“, betonte Gabriel.

4 Comments

  1. Schade, schade, schade.
    Ich kann ja die GUS (Gesellschaft unabhängiger Schwätzer, ehem. SPD) gar nicht mehr nicht wählen.
    Die habe ich noch nie gewählt.

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  2. Trennung von Staat und Kirche ist nicht genug!!

    Alle Macho-Tempel gehören geschlossen,ihre Phallussymbole geschleift. Ihr erfundener Gott in der Höhe , der die IN ALLEM vorhandene Schöpfungskraft, das ES was immer zum Leben führt, wofür Christus und sein Fels auf Erden,Maria stehen, vergewaltigt, der die Lebensfreude der Menschen, die Lust der Frauen mit Schaftstiefeln tritt gehören verboten!! Kirchensteuern und Kleidervorschriften wie Berufsverbote für Frauen ebenso.

    Der Antichrist, die die die Liebe, die Nächstenliebe, die nach Nietzsche Gott getötet haben, dass sind die Macho-Staatskirchen der Welt und deren Führer!!!

    Christus und seine Braut stehen auf der Seite der Armen und Unterdrückten.

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  3. Vielen Dank, Herr Gabriel ! Jetzt haben wir es endlich kapiert, dass die SPD sich in rein gar nichts von der Religioten-Partei CDU unterscheidet. Beide Parteien verbindet die völlig haltlose These, derzufolge es einen Gott geben soll, der für unser aller Schicksal bestimmend und zuständig ist !!!

    Was für ein hanebüchener, völlig haltloser Schwachsinn ! Etwas mehr Realitätssinn hätte man von einem SPD-Politiker schon erwarten können. Ich wage zu behaupten, dass nur ein verhältnismäßig kleiner Teil aller Politiker – da sind auch CDU-Politiker mit eingeschlossen – tatsächlich an einen real existierenden Gott glauben. Sie müssen nun mal vorgeben, an Gott zu glauben, weil diese Glaubenstradition schon zu allen Zeiten dazu angetan war, der Karriere eines Politikers dienlich zu sein. Zu dieser Erkenntnis war seinerzeit schon der römische Kaiser Konstantin ( er regierte von 306 bis 337) gelangt, indem er sich zur Sicherung der Grenzen seines Reiches zum Christentum bekannte und sich damit der Unterstützung der Christen versicherte.

    Bis heute hat es sich für Politiker als zweckmäßig erwiesen, sich als gottgläubige Christen darzustellen. Diesem Beispiel folgt offensichtlich auch Herr Gabriel und mit ihm Teile der SPD. Den SPD-Religioten Gabriel, Nahles und Thierse ist vermutlich verborgen geblieben, dass eine große Zahl von SPD-Mitgliedern und SPD-Wählern dem Reli-Wahn längst abgeschworen haben.
    Der Versuch der Laizisten in der SPD, dies durch die Gründung eines laizistischen Arbeitskreises auch nach außen zu dokumentieren, wird leider von einigen der führenden SPD-Religioten konsequent abgeblockt. Dass es andererseits aber längst einen Arbeitskreis „Christen in der SPD“ gibt, belegt letztlich die undemokratische Haltung der SPD-Christen-Lobby. Sollen sie doch privat ihrem Reli-Wahn auch weiterhin frönen, aber in der Politik hat Religion nun wirklich nichts zu suchen. Solange aber ein Arbeitskreis der SPD-Christen existiert, wäre es wohl mehr als angebracht, aus Paritätsgründen auch einen AK der SPD-Laizisten zuzulassen. Das ist letztlich auch eine Frage des Demokratieverständnisses, welches bei Herrn Gabriel offenbar nur unzureichend ausgebildet, oder gar völlig abhanden gekommen ist. Und so ein Politiker will mal Kanzler werden !?

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