Lammert: Religion unverzichtbare Quelle von Werten


Bundestagspräsident Norbert Lammert, Bischof Franz-Josef Overbeck und Akademiedirektor Dr. Michael Schlagheck (re) bei dem Jahresempfang des Bistums Essen und der Katholischen Akademie "Die Wolfsburg". Foto: Nicole Cronauge

Werte und Orientierung einer Gesellschaft speisen sich nach Ansicht von Bundestagspräsident Norbert Lammert vor allem aus religiösen Überzeugungen. Der prinzipielle Unterschied zwischen Politik und Religion bestehe darin, dass Politik von Interessen handle, Religion von Wahrheiten, sagte er auf dem Jahresempfang des Bistums Essen und der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim.

pro Medienmagazin

„Die Religion ist nicht die einzige, aber wohl unverzichtbare Quelle von Werten in einer Gesellschaft“, betonte Lammert in seinem Vortrag. Die große Zeit der Religionen sei nicht vorbei, die gerade im westlichen Abendland fortschreitende Säkularisierung kein globaler Trend. In Zeiten rasanter Veränderungen wachse das Bedürfnis der Menschen nach verlässlichen Orientierungen, nach Überzeugungen, an denen man sich festhalten könne, sagte Lammert vor über 400 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft, Kirche und Gesellschaft. Der Bundestagspräsident stellte das Verhältnis von Politik und Religion sowie Staat und Kirche in den Mittelpunkt seines Vortrages.

„Politik ohne verbindliche Orientierung ist Selbstinszenierung“

Für die meisten Menschen sei die Religion eine ganz zentrale Orientierung, so der 63-jährige Christdemokrat. Wenn Werte und Orientierungen auch und gerade für moderne Gesellschaften unverzichtbar seien, dann müsse das allerdings auch für die Politik gelten.

weiterlesen

9 Comments

  1. Lammert auf die DODO-Liste!

    Jedes Volk bekommt die Politiker, die es wählt und als Belohnung oben drauf diesen Bundestagspräsidenten.
    Der Bundespräsident ist Anhänger der evangelikalen Oraganisation ProChrist.
    Ein wirklich sauberes Pärchen.

    Liken

  2. Ach Josef.
    für mich ist das doch so oder so ein GEwinn!
    Stell Dir vor, Du hast recht und es gibt einen Gott , und Himmel und Hölle auch.
    Dann habe ich die Chance, in der Hölle auf interessante und tolle Typen zu treffen wie George Carlin, oder Richard FEynman, oder Carl Sagan.
    Und auf jede Menge altertümlicher Ungläubiger.

    du hingegen wirst dich mit den ganzen moralinsauren Moralaposteln wiederfinden.
    Ich bin in jedem Falle auf der Gewinnerseite!

    Daher – ich bleib dabei und denke selbst, statt irgendwem irgendwas zu glauben…. besser gehts doch gar nicht als so…

    Liken

  3. @yerainbow Ohne Religion bist du bestimmt nicht ohne Werte und ohne Moral. Ich möchte aber hier klarstellen, welche Entscheidung die Allerwichtigste ist!
    Es ist eine Entscheidung, bei der sich die Auswirkungen sich nicht nur auf das irdische Leben begrenzen. Es ist eine Entscheidung bei der es um weitaus mehr als nur das Hier und jetzt und die nahe Zukunft geht! Hier geht es um die Ewigkeit! Das ist die Entscheidung für Gott – die Entscheidung für Jesus Christus. Von dieser Entscheidung kann sich niemand drücken. Entweder entscheidest du dich für – oder gegen Gott. Er selbst stellt dich vor dieser Entscheidung. Für Gott kannst du dich nur entscheiden, wenn du Buße tust und Jesus Christus als deinen Herrn und Heiland annimmst. Dann erwartet dich die Ewigkeit im Himmel.

    Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. (Die Bibel, Johannes 3,36)

    Liken

  4. Ein besonderer „christlicher Wert“ scheint eine institutionelle Unterordnung der Frau unter eine biblische Männerherschaft zu sein ….. immer noch als „Berufsverbot“ zu kirchlichen Ämtern im römischen Verein als der „Wille Gottes“ päpstlich spekuliert und auch noch durch den Deutschen Staat im Reichkonkordat beglaubigt…..
    ……erst wenn es nach einer Papstwahl einmal heissen wird “ habemus mamam“ wird diese christliche Menschenrechtsverletzung beendet sein.
    😉

    …..weitere „christliche“ Werte fallen beim Geschichtsstudium auf…massenhaft „gerechte“ Kriege, Mord und Totschlag aber nur „mit Gott“… Zwangschristianisierungen und Unterjochung als Kirchensklaven bis 1803 , Ausplünderung und Unterdrückung „minderer“ Kulturen ….die „heilige Inquisition “ gegen jeden Andersdenkenden, der christliche Hexenwahn und die christliche Hexenverfolgung …schreckliche christlich motivierte Judenprogrome bis in unsere Zeit…ein fast als liturgisch zu bezeichnender Kindsmissbrauch durch Amtsträger, aktenkundig seit der Römerzeit bis heute…bis zur Reformation ein Verbot des Besitzes und des Studiums der Bibel durch Laien….sowie ein absurder Index verbotener Schriften der Weltliteratur ….. was der Histotiker und Schriftsteller Karl-Heinz Deschner alles als „Kriminalgeschichte des Christentums“ summierte….

    Herr Lammert, besser als zweifelhafte christliche Werte sind unsere Menschenrechte…und zu denen hat sich Deutschland bei den Vereinten Nationen wie auch beim Europarat verpflichet…..bei den Staatskirchen müssen die aber noch durchgesetzt werden…
    😉

    Liken

  5. Humanistische und ethische Werte wurden schon – Jahrtausende vor der Begründung des Christentums – von griechischen Philosophen postuliert. Für die vielen Autoren des Patchwork-Produktes „Bibel“ eine ergiebige Quelle zum Abschreiben und Kopieren. Ganz im Stile unseres Lügenbarons Guttenberg. Das Kopieren hat nun mal eine vieltausendjährige Tradition. Spontan fällt mir dazu der Vergleich mit dem Schmücken mit fremden Federn ein ! Auch dies offenbar eine christliche Tradition !

    Liken

Kommentare sind geschlossen.