Diskussion über „Scharia und Menschenrechte“ gewaltsam beendet


Eine Diskussion der Queen Mary Gesellschaft für Atheismus, Säkularismus und Humanismus über „Das Gesetz der Scharia und die Menschenrechte“, die am Montag an der Universität in London stattfinden sollte, musste nach gewalttätigen Angriffen beendet werden.

Humanistischer Pressedienst

Der Präsident der Gesellschaft schildert die Ereignisse.

Fünf Minuten, bevor die Diskussion beginnen sollte, stürmte ein Mann in den Raum und filmte mit einer Handykamera die Gesichter der Anwesenden. Dabei schrie er: „Hört ihr alle zu: Ich zeichne das jetzt auf, ich habe eure Gesichter hier auf dem Film und ich weiß, wo einige von euch wohnen.“ Dann stieß er einem der Anwesenden aggressiv das Handy ins Gesicht und sagte: „Falls ich höre, dass irgendjemand etwas gegen den heiligen Propheten Mohammed sagt, werde ich ihn zur Strecke bringen.“ Damit verließ er den Raum.

Das gleiche wiederholte sich im Foyer und der Mann drohte allen, die etwas gegen den Propheten Mohammed sagen würden, dass er sie und ihre Familien töten werde. Am Ausgang gesellte er sich zu einer größeren Gruppe von Männern, die ihn offensichtlich unterstützten. Uns wurde gesagt, dass wir zu unserer eigenen Sicherheit im Vortragssaal bleiben sollten. Als etwas später mehrere Männer in den Raum kamen, war klar, dass wir die Sicherheit nicht gewährleisten konnten und die Diskussion nicht beginnen konnte.

Andrew Copson, der Geschäftsführer der British Humanist Association, erklärte seine Unterstützung für die Nationale Föderation der studentischen Gesellschaften von Atheisten, Humanisten und Säkularen.

Weiterlesen im Originalartikel…

4 Comments

  1. Ich bin inzwischen fest davon überzeugt, dass sich Ähnliches in Deutschland genau so auch abspielen würde. Keine Hochschulleitung würde einschreiten, keine Staatsanwaltschaft würde sich veranlasst sehen, hier Ermittlungen einzuleiten, die meisten Politiker würden sowieso dazu schweigen. Beispiele für diese Form feigen Zurückschreckens oder klammheimlicher Zustimmung gibt es inzwischen in mehr oder weniger ausgeprägter Weise längst auch bei uns (keine islamkritischen Karikaturen mehr, Absetzung der Oper Idomeneo in Berlin, konsequentes Ignorieren von Hasspredigten, folgenloses Beschimpfen deutscher Schüler als Schweinefleischfresser, folgenloses Bedrohen von Schülern, die sich zur Religionslosigkeit bekennen …)

    Der Hintergrund solch scheinbar unverständlichen Verhaltens staatlicher Stellen dürfte u.a. die Sorge sein, im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung könnten solche muslimischen Gewalttäter dann leicht nachweisen, dass sie sich wörtlich auf den Koran beziehen. Da der Koran als Grundlage und Herzstück des Islam nicht in Frage gestellt werden kann und darf, schließlich wird der Islam höchst offiziell als geistlicher Verwandter hofiert, stünde man politisch vor einem peinlichen Dilemma. Also besser nichts riskieren, kein Aufhebens machen, und außerdem kämpfen diese Muslime gegen Humanisten und Atheisten, stehen also sowieso eher auf der „richtigen“ Seite.

    Dass religiöse Meinungsfreiheit als grundgesetzlich garantiertes Grundrecht bei uns längst ausgehöhlt ist, sieht man an den öffentlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten, wo ausschließlich die beiden etablierten Kirchen über reichlich Sendezeiten und über sog. Rundfunkbeauftragte direkte Einflussmöglichkeiten auf die inhaltliche Arbeit aller Redaktionen haben. Und das bei 40 Prozent nichtchristlichen und konfessionsfreien Menschen in Deutschland. Es nimmt schon keiner mehr wahr, so haben wir uns an diese Form der Zensur gewöhnt.

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  2. Die Scharia und die Menschenrechte sind zweifellos krasse Gegensätze. In diesem Falle ist leicht auszumachen, auf welcher Seite das Unrecht amgesiedelt ist ! Religiöser Wahnsinn entlarvt sich allerdings stets selbst.

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