Islamisten in Ägypten: Regieren als Bewährungsprobe


Quelle: wikipedia

So hatten sich das viele im Westen nicht vorgestellt: In ihrer ersten freien Wahl seit dem Sturz von Diktator Husni Mubarak stimmten die Ägypter mit überwältigender Mehrheit für islamistische Parteien, statt sich für solche zu entscheiden, die für eine weltliche Gesellschaftsordnung eintreten.

Von Annemarie Rösch Badische Zeitung

Ein Viertel der Ägypter wählte sogar die Salafisten, die nach dem Vorbild Saudi-Arabiens für eine strikte Geschlechtertrennung eintreten. Auch in Tunesien und Marokko sind inzwischen Islamisten an der Regierung. Das schürt Ängste, die weltlichen Diktaturen könnten durch religiöse ersetzt werden.

So berechtigt dies ist, Islamisten sind nicht gleich Islamisten. Ursprünglich strebten sie danach, einen religiösen Staat auf der Grundlage der islamischen Rechtssprechung, der Scharia, zu errichten. In Tunesien aber versichert der Regierungschef, die bestehende säkulare Ordnung nicht antasten zu wollen und die Gleichstellung der Geschlechter zu respektieren. Das Attribut islamisch-konservativ passt also eher. So klar kann man das bei den Muslimbrüdern in Ägypten nicht sagen. Anders als die neue Regierung in Tunesien lehnen sie eine Trennung von Staat und Religion ab. Doch auch die Muslimbrüder versichern, demokratische Spielregeln respektieren zu wollen. Mit den Salafisten wollen sie keine Koalition eingehen, stattdessen ist die liberale Wafd-Partei als Partnerin im Gespräch.

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2 Comments

  1. @Argus7
    Dazu hat Ägypten leider den Suezkanal.

    Zwar wird sich das Land von 50% Analphabetismus auf 66% und mehr steigern, der durchschnittliche Fellache mit 1 Hektar Land, 2 Frauen plus und 15 Kindern plus wird noch mehr Nachkommen hecken, die Bevölkerung wird sich alle 20 Jahre anstelle alle 25 Jahre verdoppeln und ab 100 Millionen Einwohnern wird alles im totalen islamischen Elend verrecken

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  2. Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient. Immer dann, wenn in einem Land die Religion die Politik diktiert, empfiehlt es sich, Reisen in dieses Land zu vermeiden. Es war doch vorhersehbar, wie sich die Mehrheit der Ägypter entscheiden wird. Wenn als Folge dieser Wahl die Touristen weniger werden oder gar ausbleiben, dürfte sich die Stimmung in Ägypten sehr schnell ändern.

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