Friedrich der Große und die Religion


Quelle: mdr.de

Friedrich II. von Preußen war nicht nur ein erfolgreicher Feldherr, sondern auch ein aufgeklärter König. Das brachte auch eine gewisse religiöse Toleranz mit sich. Mechthild Baus hat sich von dem Leipziger Professor Peter Zimmerling die Religionspolitik des preußischen Königs erklären lassen.

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Eines seiner bekanntesten Zitate ist die Aussage, in seinem Land solle „jeder nach seiner façon selig werden“. Friedrich der Große hat sie 1740, bei seinem Regierungsantritt getroffen. Mit seiner Zusicherung religiöser Toleranz wollte der Preußenkönig in die Fußstapfen seiner Vorgänger treten, erklärt Peter Zimmerling, Professor für evangelische Theologie an der Universität Leipzig. Denn seit Kurfürst Johann Sigismund 1613 zum reformierten Glauben übergetreten, das Volk aber beim lutherischen Glauben belassen hatte, war Preußen ein gemischtkonfessionelles Land.

Preußens Könige: Fürsprecher der Toleranz?

Und die preußischen Herrscher machten sich, indem sie beispielsweise verfolgte Protestanten aus Frankreich und dem Habsburgerreich aufnahmen, gegenüber den katholischen Mächten zu Fürsprechern der Toleranz. Eine Toleranz, die bei Friedrich dem Großen allerdings ihre Grenzen hatte. „Eigentlich war die Toleranz Friedrichs eine innerchristliche“, urteilt Zimmerling. „Er hat natürlich aus merkantilistischen Gründen Juden toleriert, auch aufgenommen. Aber es gibt ziemlich finstere Aussagen von ihm, die in mancher Weise ans 20. Jahrhundert erinnern.“ So sei der Preußenkönig „in keiner Weise ein Propagandist der Judenemanzipation geworden, die dann im Zuge der preußischen Reformen Anfang des 19. Jahrhunderts und der Befreiungskriege in Preußen eine große Rolle spielten.“

2 Comments

  1. Façon ist ein Hauptwort und muß groß geschrieben werden. Ansonsten geht mir der christliche Preußenkönig am Arsch vorbei.

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