Mit dem Bauch gegen die Evolutionstheorie


Quelle:Naturkundemuseum Berlin

Man muss nur genug über die Evolutionstheorie wissen, um sie zu akzeptieren, meinen viele Biologen. US-Forscher haben diese Annahme nun untersucht – und kommen zu einem ganz anderen Ergebnis.

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Wieso lehnen so viele Menschen die Evolutionstheorie ab? Wieso finden sich sogar unter angehenden Biologielehrern in Deutschland etliche Kreationisten, die lieber an einen Schöpfer aller Arten glauben als an einenlangsamen Entwicklungsprozess? Wissenschaftler der Ohio State University in Columbus, USA, bieten eine Erklärung für ein Phänomen an, dass Naturwissenschaftler zur Verzweiflung bringt.

Ihre Antwort: Viele lassen sich nicht überzeugen, weil ihr Bauchgefühl dagegen spricht, dass Mensch und Affe denselben Vorfahren haben und dass alles Leben auf Einzeller zurückgeht – das Gefühl behält im Zweifelsfall die Oberhand über den Verstand.

„Die ganze Vorstellung davon, dass die Evolutionstheorie sich durchsetzen müsste, beruht auf der Annahme, dass die Menschen sie akzeptieren, wenn sie sie nur verstehen; wenn sie die Logik dahinter sehen“, erklärt David Haury, einer der Autoren der Studie. Das aber ist ein Irrtum, wie sie im Fachmagazin Journal of Research in Science Teaching berichten.

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5 Comments

  1. Die wenigsten Menschen wissen was Evolution eigentlich ist, dazu gehört auch ein All-wissender, der wie immer von Nichts eine Ahnung hat
    Papst Johannes Paul II schwadroniert: „Es genügt nicht, allein mit der Theorie der Evolution den Ursprung der Menschheit zu erklären“ was nie Teil der Evolutionstheorie war.

    Die Evolutiontheorie beschreibt m.W. im Detail die Veränderung biologischer Einheiten durch Anpassung an die Umweltbedingungen. Dazu gehört keine unbelebte Materie und keine Schöpfung wie auch immer. Mit Bildung der ersten Zellen durch Abgrenzung per Zellwand entsteht das was wir Leben nennen. Eine räumlich begrenzte biologische Zelle kann mangels Vorräten nie unendlich lange Stoffwechsel betreiben, irgendwann sind ihre Fähigkeiten erschöpft und erfindet so zwangsläufig den Tod

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  2. Offenbar schwingt bei einem Gläubigen bei der Beurteilung der Evolutionstheorie immer das Gefühl mit, dass man sich nicht gegen Gott entscheiden dürfe. Folglich kann er die Evolutionstheorie nicht akzeptieren. Schließlich erklärt die Evolutionstheorie einen Schöpfer für nicht erforderlich – allein das schon ist ein ungeheuer schlimmer Gedanke!

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  3. Einige Zweifler oder Kritiker des Herrn Darwin geht es nicht darum, die Evolution oder ein Theorie derselben zu verhindern, sondern nur darum, auch andere wissenschaftliche Ansätze, die Evolution erklären könnten, nicht gleich als Blasphemie oder Kreationismus zu verteufeln.

    Wissenschaft lebt vom Zweifel, feste steht, dass auch Darwin in den Denkschemata seiner Zeit und seines Geschlechtes zu sehen ist.

    Die Evolutionstheorie nach Darwin halte ich in ihrem Absolutheitsanspruch für schlicht falsch. Evolution erklärt sich für mich besser mit den Theorien der Frau Lynn Margulis, (Die andere Evolution) als –endosymbiotischer Prozess–, den ich darüber hinaus eingebunden sehe nicht nur in materialistische Erklärungsversuche— wie selbst Frau Margulis— sondern in energetische Zusammenhänge, zumindest seit A.Einstein.

    Evolution beginnt nicht beim Affen als spezielle Struktur der Materie, die sich selbst reproduziert, davor steht die Ableitung aus der unbelebten Materie, die ihrerseits wieder abzuleiten und zu erklären ist, aus der Energieform, aus der sie sich strukturierte.

    Die nicht gelösten Fragen der Umstrukturierungsprozesse, von Energie in Materie, sich selbst reproduzierende Materie, sich selbst reproduzierende kreative Materie und Geist und deren Interaktionen und Prägungsmechanismen(Spiegelungen und Umwelt-Rückkopplungen) gehören ebenso zur Evolution; diese Dinge und die damit einhergehenden Fragen zu den Strukturprägungsprozesse(Verhaltensprägungsprozessen und Umwelt-Rückkopplungen) – der Materie und in die Materie(DNA-Anpassungen), die sich in der belebten Materie und der mit kreativen Fähigkeiten strukturierten Materie —(noch) Widerspiegeln und Rückkoppeln —– können eigentlich mit Darwin sondern nur mit Lynn Margulis erklärt werden.

    Die Frage, ob es ein sinnhafte Schöpfungskraft oder nur eine „zufällige Schöpfungskraft“ gibt oder nicht, wo diese zu finden ist, welche Struktur sie hat–sicher nicht als Gott der Machos in der Höhe mit Rauschebart– ist vollkommen unabhängig davon, wie Struktur und Interaktion der Evolution einer sich selbst reproduzierenden Materie zur sich selbst reproduzierenden kreativen Materie zu erklären sind.

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  4. Das hat mit der Abstammung vom Affen und Bauchgefühl wenig zu tun, auch wenn das Argument griffig klingt.

    Religiotie (religiöse Idiotie) als geistige Behinderung wird durch intensive religiöse Indoktrination im frühen Kindesalter verursacht. Sie führt zu unterdurchschnittlich kognitiven Leistungen und Einschränkungen des affektiven Verhaltens in Glaubensfragen. Anders als Intelligenzminderung durch pathologische Schäden bedingt die Religiotie nicht zwangsläufig einen reduzierten Intelligenzquotienten. Wie das autistische Syndrom eine „Inselbegabung“ kennt, so gibt es auch eine „Inselverarmung“ ähnlich bei dementen Alten mit pathologischen Ausfällen. Religiotie sollte vornehmlich als „partielle Entwicklungsstörung“ verstanden werden – eine Begriffsbildung des Psychologen Franz Buggle. Religioten halten deswegen die absurdeste Idiotie für wahr.

    Der einseitige religiöse Brainwash hat bei diesen Menschen Teile der Entnwicklung des Gehirns verhindert.
    Der gläubige Fanatiker zweifelt erst an der wissenschaftlichen Methodik, danach an der Logik der Beweisführung, zuletzt am ihm fremd vorgegebenen Moraldiktat, niemals aber an seinem „Brainwash-Glauben“. Erklärungen mit Daten und Fakten sind nutzlos, Details sind für Gläubige niemals relevant.

    Dieser Aspekt logischen Denkens rangiert bei dominanter religiöser Prägung auf dem niedrigsten möglichen Niveau. Die Methodik einer Diskussion mit religiösen Fanatikern ähnelt verblüffend der mit dementen Alzheimer Patienten, bei denen nachweislich Teile des Gehirns nicht mehr oder nur noch bedingt funktionieren. Riskante Aspekte einer Diskussion werden komplett ausgeblendet, man nimmt sie nicht wahr, reagiert nicht darauf und flüchtet sich ersatzweise in Absurditäten seines Glaubens.

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  5. Keineswegs selten, dass der Glaube bei manchen Leuten das Wissen ersetzt. Der Sieg des Glaubens über das Wissen hat längst Tradition. Die Existenz von Kirchen und von Moscheen ist der sichtbare Beweis für diese traurige Wahrheit. Damit verbunden ist die nicht zu übersehende Neigung großer Teile der Menschheit zum Selbstbetrug.

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