Der Dschihad spricht deutsch


Quelle: RP ONLINE

Modern gestaltete Internet-Seiten von Islamisten richten sich gezielt an deutsche Konvertiten. Der Verfassungsschutz sieht ein „erhebliches Gefahrenpotenzial“, weil sich die Selbstradikalisierung jeder Beobachtung entzieht. Aufgerufen wird zu Anschlägen mit Gift und Bakterien.

VON GREGOR MAYNTZRP ONLINE

Unscharfe und verwackelte Bilder mit arabischen Schriftzeichen und kaum verständlichen Kommentaren – die ersten Bekenner-Videos aus dem Al-Qaida-Umfeld waren etwas für die Entschlüsselungsprofis der Nachrichtendienste. Aber nichts fürs breite Volk. Das scheint sich allmählich zu ändern. „Die Propaganda wird besser“, lautet das Urteil von Stephan Jacobi, einem Islamismus-Experten vom Bundesamt für Verfassungsschutz. „Die Bedeutung der deutschen Sprache im Islamismus steigt an“, weiß Jacobi. Das Arabische verschwinde, das Design werde gefälliger, und spätestens seit Osama bin Laden vor schwarz-rot-goldenem Hintergrund zu sehen sei, werde auch klar, worauf die Terrorgruppe aus ist: auf die direkte Ansprache potenzieller Konvertiten in Deutschland.

weiterlesen