Facebook – eine Urversion sozialer Netzwerke


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Von Facebook hatten unsere steinzeitlichen Vorfahren noch nicht die geringste Ahnung. Sie lebten jedoch ebenfalls in sozialen, wenn auch weniger virtuellen Netzwerken. Forschern zufolge war deren Struktur den heutigen ganz ähnlich. Die menschliche Kooperationsfähigkeit könnte darin ihre Wurzeln haben.

Von Eva Obermüller science.orf.at

Im Kern ist die Natur bzw. das Leben eher grausam, jeder kämpft – vereinfacht gesprochen – um sein Überleben. Es gibt aber auch eine andere Seite: Einige Tiere wie auch der Mensch kooperieren und handeln selbstlos, sogar dann, wenn es sich um nicht verwandte Individuen handelt. Mit Darwins Evolutionstheorie ist dieses Verhalten nicht zu erklären. Bis heute zählt es zu den nicht restlos gelösten Rätseln. Man geht aber davon aus, dass selbstloses Verhalten immer auch einen – zumindest indirekten – Nutzen haben muss, d.h. Kooperation muss sich in jedem Fall lohnen.

Alle theoretischen Modelle, wie Verwandtenselektion, Reziprozität und Gruppenselektion beruhen daher auf einer Grundannahme. Das System muss es ermöglichen, dass sich die Kooperationswilligen mit all den andern zusammentun, die ebenfalls teilen wollen. „Wenn sich die Kooperativen zusammenfinden, kann sich Kooperation entwickeln“, so Coren Apicella von der Harvard University, Hauptautorin der aktuellen Studie. Genau das sei durch soziale Netzwerke möglich.

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