Warum Esoterik so erfolgreich ist: Von Engeln und bunten Karten


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Esoterik hat die Mitte der Gesellschaft erreicht: Laut Umfragen ist jeder Dritte hierzulande aufgeschlossen gegenüber esoterischen Lehren und Praktiken. Wieso erleben esoterische Angebote heute wieder einen Boom – und was taugen sie?

Von Yvonne MaierBayern2

Der Begriff „Esoterik“ kommt aus dem Griechischen und heißt eigentlich „das Innere“, also das Wissen, in das nur ein „innerer Zirkel“ eingeweiht ist. Heute ist dieses Geheimwissen gar nicht mehr so geheim: Wer will, findet eine Antwort auf jede nur erdenkliche esoterische Frage – sei es im Internet oder auf einer der zahlreichen Esoterikmessen.

 

Esoterik-Welle und Esoterik-Boom

Helmut Groschwitz, Professor für Volkskunde an der Uni Regensburg, ist der Ansicht: Esoterik braucht ein paar gesellschaftliche Voraussetzungen, um richtig erfolgreich zu sein, quasi einen Nährboden, auf dem all die Steine, Kristalle und Tarotkarten wachsen können. In der Neuzeit gab es schon drei große Esoterik-Wellen: Die Umbruchzeit des 19. Jahrhunderts, die Zeit zwischen den Weltkriegen und die 1980er-Jahre, als die New Age-Welle ihre Hochzeit hatte. Danach ist es um die Esoterik erst mal ein bisschen ruhiger geworden.

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