ANTISEMITISMUS: Tief verwurzelte Vorurteile


Der wandernde Ewige Jude, farbiger Holzschnitt von Gustave Doré, 1852, Reproduktion in einer Ausstellung in Yad Vashem, 2007

Viele seiner Erscheinungsformen sind nur ungenügend erforscht. Bundestag will Thema weiter behandeln

Von Annette SachDas Parlament

Es liegt in ihrem Kreuzberger Kiez, aber eigentlich würden die jungen Muslime dieses Gebäude niemals betreten: das Berliner Jüdische Museum. Hakan Aslan, Sozialarbeiter einer Berliner Jugendeinrichtung im Chamisso-Kiez, hatte sie trotzdem dort hingeschickt. Bei einer Stadtrallye sollten die 11- bis 13-Jährigen Jugendliche dort hineingehen, um Vorurteile abzubauen. Sie sollten genau mit den Menschen ins Gespräch kommen, über die sie sonst nur abfällig sprechen. „Du Jude“ ist unter den jungen Türken, Arabern oder Pälästinensern ein gebräuchliches Schimpfwort. „Das ist eine Machtdemonstration, mit der sich die Jugendlichen selbst über andere stellen“, sagt Aslan. Gemeinsam mit Susanna Harms von der Amadeu-Antonio-Stiftung hat er 2011 in seinem Jugendclub das Projekt „Amira“ realisiert. Die Abkürzung steht für „Antisemitismus im Kontext von Migration und Rassismus“. Ziel des Projektes war es zu fragen, wie Antisemitismus in der Jugendarbeit begegnet werden kann. Doch Aslan gibt auch zu bedenken: „Was antisemitisch wirkt, hat bei den Jüngeren noch kein politisches Fundament, aber es kann sich festsetzen.“ Er möchte den Begriff Antisemitismus daher genau differenziert wissen. „Es ist nicht alles ein Brei“, sagt er. So seien antisemitische Äußerungen bei jungen Türken anders einzuordnen als bei jungen Palästinensern. Um antisemitischen Vorurteilen zu begegnen, sei es wichtig, Projekte dieser Art früh anzufangen und vorausschauend planen zu können. „Am besten helfen langfristige Bezugspersonen, die als Vorbild dienen, um den Vorurteilen zu begegnen“, ist seine Erfahrung.

Doch auch das „Amira-Projekt“ ist nach drei Jahren ausgelaufen. Fortsetzung ungewiss. „Man kann erfolgreiche Projekte nicht weiterentwickeln“, bemängelt Susanna Harms. Die 41-jährige Politologin weiß, dass viele Jugendeinrichtungen Probleme mit antisemitischen Äußerungen habe, gerade unter Migranten. Ob sie wirklich mehr geworden sind, kann sie aber nicht sagen.

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1 Comment

  1. Sie sollten genau mit den Menschen ins Gespräch kommen, über die sie sonst nur abfällig sprechen. „Du Jude“ ist unter den jungen Türken, Arabern oder Pälästinensern ein gebräuchliches Schimpfwort.
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    Das mit den Palästinensern stimmt so sicher nicht
    http://www.andrewbostom.org/blog/2011/07/15/mere-73-of-palestinians-want-jews-annihilated-as-per-islam%E2%80%99s-canonical-hadith/
    Eine neuere sorgfältig durchgeführte Umfrage über die Ansichten der Palästinenser wurde in Arabisch durchgeführt. Befragt wurden 1010 palästinensische Erwachsene in der West Bank und im Gaza-Streifen, dies brachte folgende Ergebnisse
    80% halten den Dschihad zur „Befreiung“ Palästinas für ihre persönliche Pflicht
    73% der Palästinenser fordern die Vernichtung aller Juden.
    72% leugnen, dass die Juden schon seit Jahrtausenden in der Region leben.
    53% fordern Lieder, die zum Judenhass anstiften, in palästinensischen Schulen zu lehren
    Eine friedliche Koexistenz der Palästinenser mit Dritten ist höchst unwahrscheinlich, gleichzeitig belegt es die Manipulation durch Religion und die Ignoranz der Moslems

    So etwa sieht die Realität aus, ich bin als Islam-Kritker blacklistet und kann die Seite nicht mehr aufrufen

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