w00t: Marx hält Kirche auch ohne Kirchensteuer für überlebensfähig


Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hält eine Finanzierung der deutschen Bistümer auch ohne die Kirchensteuer für möglich. Die Kirche könne „selbstverständlich“ auch ohne Kirchensteuern überleben, doch „man müsste dann diskutieren, welche Aufgaben für das Gemeinwesen die Kirche künftig nicht mehr schultern soll“, sagte Marx.

DERWESTEN

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat eine Diskussion über die Zukunft der Kirchensteuer angestoßen. Die Kirche könne selbstverständlich auch ohne Kirchensteuern überleben, sagte Marx der Wochenzeitung „Die Zeit“ in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview. Doch es müsse dann diskutiert werden, „welche Aufgaben für das Gemeinwesen die Kirche künftig nicht mehr schultern soll“.

Der Erzbischof von München und Freising fügte hinzu: „Es wäre ja wirklich abenteuerlich, zu meinen, die katholische Kirche würde ohne Kirchensteuer untergehen. Dann müsste die Weltkirche ja längst untergegangen sein.“

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4 Comments

  1. Ein bischöflcher Dummschwätzer haut auf die Werbepauke. Er sollte erst einmal nach Frankreich schauen – da gibt es die Zukunft der RKK als Beispiel

    Frankreich hat keine Kirchensteuer, etwa 11.500 katholische Priester sind im Mittel 78 Jahre alt. Das Erzbistum Poitiers hat für 730.000 Katholiken in 600 Pfarreien unter 300 Priester, etwa 60% sind über 80 Jahre alt. Das Bistum rechnet jährlich mit etwa 40 Abgängen (durch Tod) bei 3 Novizen entsprechend maximal 80 Novizen für ganz Frankreich. Viele der Gemeinden werden mit Predigt, Katechese, Diakonie und Finanzen von Laien geführt, die „Wortgottesdienste“ verlesen. Nach Befragungen akzeptieren gläubige Franzosen zu 65% verheiratete Priester, eine Existenz als Priester im Zölibat ist nur etwas für Gescheiterte mit religiöser Macke.

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  2. Das würde unserem Herrn Fiskus aber gut gefallen. Wenn die Schwarzröcke die Kirchensteuer nicht mehr bekommen, wird sie umbenannt in Sozialsteuer, da man ja nun als Sozialstaat all die früher von der Kirche getragenen sozialen Aufgaben zusätzlich übernehmen muss. Diese Steuer müssten dann aber alle Bürger bezahlen und somit sind die Abtrünnigen der Kirchen wieder für das Allgemeinwohl eingefangen. Ein teuflischer Plan.
    So wie ich Herrn Marx kenne, müssten natürlich alle anderen Segnungen der Konkordate weiterlaufen. Dies bedeutet weiterhin die Gehälter für Bischöfe und Konsorten, weiterhin Instandhaltung der Kirchen und anderer klerikaler Eigentümer.
    Unsere hörigen Politreligioten werden schon zusehen, dass das scharze Volk der Kutte weiterhin wie die Made im Speck leben kann. 👿

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  3. Oha Herr Marx, da hätte die Völlerei aber ein Ende. Der neue Lebensstil wäre allerdings viel näher an dem, eures angebeteten Vorbildes. Nebenbei bemerkt, man müsste sich dann wenigstens nicht mehr das dumme Gelaber von „Aufgaben der Kirche für das Gemeinwesen“ anhören. Zumal es wirklich kein Geheimnis ist, wie wenig von dem Wegegeld namens Kirchensteuer, tatsächlich dem Gemeinwesen zukommt.
    Der Herr Marx hat leicht mal wieder Zuckerbrot zu verteilen. Der glaubt doch selbst nicht daran, dass die Kirchensteuer abgeschafft wird. Aber dem Dummvolk vorgaukeln, dass man sich eventuell auf es zu bewegt.
    Lächerlich und peinlich diese Schleimerei.

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  4. Selbstverständlich könnte die Katholen-Kirche auch ohne Kirchensteuer überleben. Weshalb denn nicht !? Die Religiotie ist schließlich ein im Verlauf von unzähligen Generationen gewachsenes Krebsgeschwür, welches sich durch permanente Vererbung stetig weiterentwickelt hat und bisher allen Heilungsversuchen widerstand. So, wie auch die Dummheit steter Begleiter der Menschheit ist, wird auch der Katholizismus große Teile der Menschen ein Leben lang begleiten. Der unter diesem Bann stehende Teil der Menschheit wird es sich auch nicht nehmen lassen, das Pfaffenvolk und dessen Führung bis ans Weltenende zu füttern und zu mästen. Solange es den Pfaffen gelingt, den Leuten weiterhin die Mär vom ewigen Leben und dem paradiesischen Jenseits zu verklickern, brauchen sie sich um ihren Lebensunterhalt keine Sorgen zu machen.

    Wie lautete doch das Versprechen des Ablaß-Verkäufers Tetzel: „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt !“ Und an diesem Versprechen hat sich auch in unserer Zeit kein Jota geändert !

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