«Wenn es keinen Gott gibt, ist dann alles bloss Glück?»


«Unmündigkeit wird sozial erworben»: Philosoph Michael Schmidt-Salomon. Bild: schmidt-salomon.de

Das baz.ch/Newsnet-Interview mit dem Philosophen Schmidt-Salomon stiess auf enormes Interesse. Ein Zusammenzug der Leser-Reaktionen.

Von Olivia MüllerBasler Zeitung

Über das Interview mit dem deutschen Schriftsteller und Philosophen, Dr. Michael Schmidt-Salomon, wurde viel und intensiv diskutiert. Ein Zusammenzug der wichtigsten Standpunkte, beginnend mit den Aussagen der Atheisten.

Die Leserin Albina Salvadore ist der Meinung, dass das Leben für Atheisten sinnvoller sei, weil er rational die Entstehung des Leben durch die Evolution betrachte. Petter Rettenmundq moniert, dass der Mensch seine Entscheidungen selbst zu verantworten habe. Marius Candian stellt fest: «Der Mensch braucht keine stupiden Religions-Krücken», und zählt Ethik, die Menschenrechte und das Völkerrecht als Stützen für sein Handeln auf.

Ein Leser namens Peter Möckli postuliert, dass im Namen des Christentum schon viel geschlachtet worden sei. Der Atheismus sei keine Religion, sie folge keinen Ritualen und befolge keine sakralen Dokumente, so der Standpunkt Marcel Mertz‘. Und Leser Petter Rettenmund stellt die Beweisfrage: «Wenn es einen Gott gibt, dann müssen sie es beweisen».

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4 Comments

  1. Ich hadere sehr stark mit dem Ausdruck Glück

    Es gibt statistische Wahrscheinlichkeiten, eine Korrelation über 66% gilt als möglich wahrscheinlich, über 95% als wahrscheinlich, über 99% als gesichert wahrscheinlich und etwa ab 99,99% als über jeden Zweifel erhaben wahrscheinlich. Als Logistiker im „operation research“ hat man das Hunderte Male berechnet, sei es der Bedarf an Kassen im Supermarkt, die Länge der Warteschlange an der Tankstelle, die Auslastung einer teuren Maschne in der Fabrik, die beste geopraphische Lage von Warenhäusern usw. Die Bildung des alliierten Convoi-System im 2.ten Weltkrieg zur Versorgung Englands war ein Ergebnis des „operation research“

    Wenn ich oft genug in der Stadt über die Straße gehe, dann kann ich nach x-Tausend Überquerungen erwarten eine Dachpfanne fällt mir auf den Kopf. Wenn das nach xx-Tausend Überquerungen immer noch nicht passiert, dann ist das Zufall aber kein Glück. Dann ist mein Fall der statistische „Ausreißer“ vom Durchschnitt

    Glück setzt persönliche Gefühle und Emotionen voraus. Der Mensch ist in der Regel nicht in der Lage einen Dreisatz als Ergebnis richt abzuschätzen und rät blind phantastische Zahlen, geschweige denn kann er komplexe Funktionen wie t-Student und f-Fisher schnell berechnen. Von 100.000 Menschen hat vielleicht einer davon gehört, aber Zehntausende meinen sie haben irgendwie Glück gehabt.

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  2. @ emporda

    Ein sehr feinsinniger und auf den Punkt gebrachter Kommentar. Ich habe ihn kopiert und archiviert, weil ich zwar im gleichen Sinne argumentiere, Deine Argumentation allerdings treffender und kompetenter ausgefallen ist, als ich es zum Ausdruck bringen könnte. Mein Kompliment !

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  3. Sie (die Christen) fordern, dass die Atheisten erst beweisen müssten, dass es keinen Gott gibt. Der Leser Walter Niedermeyer bekennt sich zum Christentum, weil die Atheisten keine trostspenden Antworten über das Leben hinaus liefern würden.
    —–
    Was für ein Schwachsinn, wer behaupter es gibt einen Gott den niemand sehen, hören, fühlen oder sprechen kann, der muss es beweisen. DAs versuchen Theologen seit 1600 Jahren, haben sicher über 1 Million Bücher darüber geschrieben und außer viel heißer Luft war nichts

    Religiotie (religiöse Idiotie) als geistige Behinderung wird durch intensive religiöse Indoktrination im frühen Kindesalter verursacht. Sie führt zu unterdurchschnittlich kognitiven Leistungen und Einschränkungen des affektiven Verhaltens in Glaubensfragen. Anders als Intelligenzminderung durch pathologische Schäden bedingt die Religiotie nicht zwangsläufig einen reduzierten Intelligenzquotienten. Wie das autistische Syndrom eine „Inselbegabung“ kennt, so gibt es auch eine „Inselverarmung“ ähnlich bei dementen Alten mit pathologischen Ausfällen. Religiotie sollte vornehmlich als „partielle Entwicklungsstörung“ verstanden werden – eine Begriffsbildung des Psychologen Franz Buggle. Religioten halten deswegen die absurdeste Idiotie für wahr.

    In der Religiotie mit Göttern, Gottgleichen, Engeln und Dämonen wird der größte Lügner, Lump, Betrüger oder skrupelloseste Wortverdreher zum Oberhirten. Bis zu 25% der Menschen stellen weder diesen Führer noch seine Befähigung für den Job in Frage. Solche Menschen sind unfähig eine Demokratie zu gestalten, jede ihrer Handlungen zielt darauf ab den Despotismus des „großen Führers“ zu stärken. Der selbst ernannte Führer kaschiert seine Unfähigkeit mit Kriterien wie all-fähig, all-wissend, all-gütig und dem Auserwählt-Syndrom als kranke Paranoia, die freies Denken und Handeln unterbindet. Dominanz, Diskriminierung, Gewalt, Mord, Krieg und Ausbeutung gilt als ehrenhaftes Handeln nach Gottes Willen, die Schuld der Täter wird zum moralischen Gott gewollten Verhalten umdefiniert, bekannt als „Robin-Hood“ Neutralisation.

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