Für den Vatikan kein Missbrauch


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Rom hat entschieden, dass es nach den Missbrauchsvorwürfen in St. Jakob am Thurn kein kirchenrechtliches Verfahren gibt.

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Nach schwerwiegenden Missbrauchsvorwürfen hatte der ehemalige Domprediger und Pfarrprovisor von St. Jakob am Thurn, Peter Hofer, im März 2011 alle Funktionen zurückgelegt. Im Vatikan hat man jetzt entschieden, dass nichts vorliegt, was ein kirchenrechtliches Verfahren rechtfertigt. Ab Aschermittwoch wird Hofer wieder predigen. „In der Pfarre freut man sich“, sagt Bürgermeister Helmut Klose.

„Meiner Klientin wird diese Entscheidung nahegehen. Sie ist noch gläubig. Aber es bestätigt ihr, dass die Kirche auf die eigenen Leute schaut“, sagt Anwalt Nikolaus Bauer, der jetzt die nächsten zivilrechtlichen Schritte mit der Frau besprechen wird. Laut Bauer hatte die Glaubenskongregation, von der die Akten für den Vatikan zusammengestellt wurden, nie Kontakt zur Betroffenen aufgenommen. Die Salzburgerin gibt an, in den 1980er-Jahren im Alter zwischen 16 und 20 Jahren mehrfach von Hofer vergewaltigt worden zu sein. Der Pfarrer gibt eine sexuelle Beziehung zu. Diese soll aber freiwillig mit der bereits Volljährigen gewesen sein. Die Klasnic-Kommission sieht die Situation anders und erkannte die Salzburgerin als Opfer an.

2 Comments

  1. Dass Kirchenrecht nichts mit Recht und Gerechtigkeit zu tun hat, wisen wir doch alle schon lange. Was wir nicht wissen ist, wann die Öffentlichkeit und die Regierung dieser unsäglichen Allianz mit Rom den Mittelfinger zeigen.
    Hier hilft nur eins:

    Die Konkordate müssen aufgekündigt werden, wenn es sein muss auch einseitig!

    Wenn man einen Sumpf austrocknen will, darf man nicht die Frösche fragen.

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