Warum sich das Christentum neu erfinden muss

Friedrich Schorlemmer Foto: Ulli Winkler

Friedrich Schorlemmer über Hubertus Halbfas

Von Friedrich SchorlemmerND

Ein katholischer Theologe begründet in einer Flugschrift, warum das Christentum sich neu erfinden muss. Die Kirchen befänden sich in einer fundamentalen Glaubenskrise, sagt Hubertus Halbfas, überall würde die Substanz der Tradition dahinschmelzen. Dem Verdunsten des christlichen Glaubens ist nicht mehr durch Kirchenreform beizukommen. Mut zu einem substanziellen, einem ehrlichen Nachdenken darüber, welche Tradition noch mit gutem Gewissen festgehalten und welche man hinter sich lassen muss, ist gefordert. Es entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie, dass er ausgerechnet den reformresistenten Josef Ratzinger an ein Diktum von 1972 erinnert: »Selbstgemachter und so schuldhafter Skandal ist es, wenn unter dem Vorwand, die Unabänderlichkeit des Glaubens zu schützen, nur die eigene Gestrigkeit verteidigt wird.«

Wer heutzutage einen Radiogottesdienst hört, reibt sich immer wieder die Augen, was da im Gebet alles dem lieben Gott zugeschrieben wird, was er denn tun müsste, was doch unsere ureigenste Aufgabe ist.

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Transgene Moskitos freigesetzt

Transgenes Moskito: Wissenschaftliche Grundlage fehlt - © AP

Wissenschaftlich astrein ging man dabei bisher nicht vor: Wichtige Forschungsdaten wurden nicht veröffentlicht und die betroffene Bevölkerung blieb ausgeschlossen, kritisieren Forscher vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in der Zeitschrift “PloS Neglected Tropical Diseases”. Sie fordern mehr Transparenz vor dem Start derartiger Versuche und die strenge Einhaltung von Qualitätskriterien.

austria.com

Unfruchtbarkeit als Waffe

Genetisch manipulierte Insekten sollen schädlichen Artgenossen der freien Wildbahn den Garaus machen. Sie sind teilweise oder völlig unfruchtbar, womit man Malaria, Dengue-Fieber oder Pflanzenplagen bekämpfen will. Die erste Freisetzung von Gentech-Faltern gab es 2001 bis 2011 in den USA. Seit 2009 schwirren auf den Kaiman-Inseln und seit 2010 in Malaysia Gentech-Moskitos. Auch Brasilien setzt seit kurzen Gentech-Insekten frei. England, Frankreich, Guatemala, Indien, Mexiko, Panama, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam planen bald nachzuziehen

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Schul-„Medizin“ am Ende

Foto: PA

Die moderne, „wissenschaftlich anerkannte“ Schul-„Medizin“ ist am Ende. Wir müssen zurück zu den seit Jahrhunderten und Jahrtausenden bewährten Naturheilverfahren. Die großen klassischen Medizin-Systeme der Menschheit sind die Klassische Indische, die Klassische Tibetische und die Traditionelle Chinesische Medizin, die Klassische Arabische Medizin, die Signaturen-Lehre und die Spagyrik, die Hildegard-Medizin, die Homöopathie und die Anthroposophische Medizin. Die Medizin der Zukunft ist die Frequenz-Therapie.

Von Norbert KnoblochMMnews

»Heil« und »Heilung« sind das zentrale Thema der Esoterik und der Spiritualität – sowohl im physisch-medizinischen wie auch im religiös-spirituellen Sinn. »Heil« und »Heilung« lagen von jeher in der Zuständigkeit der Religion, denn Krankheit spielt in allen Religionen eine besondere Rolle als Möglichkeit der Krisen-Erfahrung und Problem-Bewältigung und damit der persönlichen Weiterentwicklung und des persönlichen Wachstums (vgl. THORWALD DETHLEFSEN1), Schicksal als Chance und Krankheit als Weg). Der Schamane, Brahmane, Druide oder Priester war immer auch Medizinmann, also Heilkundiger, Heiler (»Arzt«), Psychologe und Psychiater in Personaleinheit.

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Piusbruderschaft sagt Nein zu Versöhnungsangebot Roms

Der Obere der lefebvrianischen Piusbruderschaft, Bernard Fellay, lehnt das Angebot des Vatikan zur Rückkehr in die Gemeinschaft der katholischen Kirche ab. Die Bruderschaft sehe sich gezwungen, Nein zu sagen, so Fellay in einer Ansprache im ordenseigenen Priesterseminar Winona (USA).

kathweb

Die Ansprache wurde am Freitag online auf die Websitehttp://stas.org/publications/announcements-archive/552-extract-from-sermon-of-bishop-fellay-on-february-2nd-2012.html gestellt.

Der Vatikan habe zwar in organisatorischer und liturgischer Hinsicht die Forderungen der Piusbrüder erfüllt, das Problem sei jedoch die Lehre. Die Päpstliche Kommission „Eccelsia Dei“, die für den Dialog mit den Traditionalisten zuständig ist, habe verlangt, dass die kontroversen Dokumente des Konzils – vor allem Ökumene, Glaubens- und Religionsfreiheit – als mit der Tradition übereinstimmend angenommen werden müssten. Diese Sicht sei für die Piusbruderschaft inakzeptabel, so Fellay. Auch der Weltkatechismus von 1992 sei in seiner Darstellung dieser Kontroversthemen mit der eigentlichen Tradition der Kirche nicht kompatibel, heißt es.

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Di Fabio, Udo: Gewissen, Glaube, Religion

Seit langem wurde die Regelung der Beziehungen von Staat und Kirche in Deutschland nicht mehr so in Frage gestellt wie in den letzten Jahren. Die Diskussion um die finanziellen Leistungen des Staates an die Kirchen sowie laizistische Bestrebungen in verschiedenen Parteien werfen eine öffentliche Diskussion über das Staatskirchenrecht in Deutschland auf. Um so erhellender erscheint das Buch von Udo Di Fabio.

Von Matthias BelafiStimmen der Zeit

Es versammelt sechs Vorträge des Bundesverfassungsrichters aus den Jahren 2006 bis 2008 rund um die Themen Religionsfreiheit und Staatskirchenrecht und gibt so einen guten Einblick in seine Auffassungen zum nahezu gesamten Spektrum der religionsrechtlichen Fragestellungen.

Im Mittelpunkt steht die grundsätzliche Frage nach dem rechten Verständnis von Religionsfreiheit, von staatlicher Neutralität und vom Verhältnis von Staat und Kirchen. Di Fabio streicht heraus, daß die weltanschauliche Neutralität des Staates keine Indifferenz bedeutet, „erst recht … nicht die politische Unterstützung eines antireligiösen Affekts“ (117). Die weltanschauliche Neutralität müsse als eine wohlwollende verstanden werden, wenn der Staat „weiter lebendiger Rechtsstaat“ (103) sein wolle.

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