Di Fabio, Udo: Gewissen, Glaube, Religion


Seit langem wurde die Regelung der Beziehungen von Staat und Kirche in Deutschland nicht mehr so in Frage gestellt wie in den letzten Jahren. Die Diskussion um die finanziellen Leistungen des Staates an die Kirchen sowie laizistische Bestrebungen in verschiedenen Parteien werfen eine öffentliche Diskussion über das Staatskirchenrecht in Deutschland auf. Um so erhellender erscheint das Buch von Udo Di Fabio.

Von Matthias BelafiStimmen der Zeit

Es versammelt sechs Vorträge des Bundesverfassungsrichters aus den Jahren 2006 bis 2008 rund um die Themen Religionsfreiheit und Staatskirchenrecht und gibt so einen guten Einblick in seine Auffassungen zum nahezu gesamten Spektrum der religionsrechtlichen Fragestellungen.

Im Mittelpunkt steht die grundsätzliche Frage nach dem rechten Verständnis von Religionsfreiheit, von staatlicher Neutralität und vom Verhältnis von Staat und Kirchen. Di Fabio streicht heraus, daß die weltanschauliche Neutralität des Staates keine Indifferenz bedeutet, „erst recht … nicht die politische Unterstützung eines antireligiösen Affekts“ (117). Die weltanschauliche Neutralität müsse als eine wohlwollende verstanden werden, wenn der Staat „weiter lebendiger Rechtsstaat“ (103) sein wolle.

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3 Comments

  1. und der üblichen REchtssprechung unterworfen, genau wie alle Vereine.
    Kein Wunder, daß die Konkurrenzvereine meinen, sie kriegen vielleicht auch Sonderkonditionen in der Juristerei.
    In grunde illegal…

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  2. Für eine System, das ständig in das öffentliche und auch das private Leben eingreift, für das System muss Kritik zu Alltag gehören und die Auseinandersetzung damit eine tägliche Herausforderung sein. Bei den Religioten gibt es nichts davon – entweder Du glaubst meinen Scheiß oder ich schlage Dir den Schädel ein. Das beendet jede Diskussion.

    Dabei stehen die Relgionen vor einer immensen Prüfung
    Die abrahamitischen Religionen beharren auf Gottes Gebot sich zu vermehren und die Erde untertan zu machen. Bereits heute leben 50% der Menschen in Elend, Armut und Mangel, die christlichen Gebote von Nächstenliebe, Moral und Ethik werden mißachtet. Die RKK belegt dies deutlich durch krasse Menschenverachtung wie Kardinal Meisner in der Weihnachtmesse 2010: „Katholische Eltern haben keinen Anspruch auf gesunde Kinder, die PID-Diagnostik ist als Menschenschlussverkauf abzulehnen“. Die Ressourcen reichen bei Energien, Trinkwasser und Agrarflächen nicht aus die heutigen 7 Milliarden Menschen mit Wohlstand und sozialem Standard auf einem vergleichbaren Niveau zu versorgen. Ohne drastische Begrenzung der Vermehrung ist der Weg ins Chaos vorgegeben. Wenn 6 Milliarden Afrikaner und Asiaten ihre Landschaften erst versaut und ruiniert haben, werden sie ins gelobte Europa aufbrechen.
    Kontinent 1960 2010 2050 (in Mill)
    Welt 3.023 6.909 10.027
    Europa 604 733 836
    Afrika 285 1.033 1.631
    Asien 1.694 4.167 6.154
    Mittelamerika 220 589 884
    Nordamerika 204 352 470
    Ozeanien 16 36 52
    Bei den biblischen Dogmen bleiben die frommen Versprechungen vom Glückseligkeit und Seelenheil durch Ablass, Geißelung und Gebete eine Verdummung der Menschheit.

    Was wird das Relgionsgeschwurbel den Massen verkünden, wenn über 1 Miilion auf dem Petersplatz Brot und Unterkunft fordern. Wird der Papst in seiner unendlichen Güte wieder 500 Ostereier verschenken

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  3. Für mich ist schlichtweg zuviel Religion in der Politik und im Staat im Spiel. Religiotischer Schwachsinn darf keinen wie auch immer gearteten Einfluß auf das politische Geschehen ausüben. Dieser Firlefanz soll dem „Privatvergnügen“ derjenigen Leute vorbehalten bleiben, die mit dem Reli-Virus geschlagen und bestraft sind.

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