Schule setzt auf „Grüß‘ Gott“ Tschüss, „Tschüss“


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Eine Passauer Rektorin wünscht sich neue Grußformeln an ihrer Schule. „Hallo“ und „Tschüss“ seien schmerzhaft in den Ohren. Besser wäre doch das gepflegte „Grüß‘ Gott“. Und die Pädagogin macht auf Schildern ihre Vorliebe klar. Das Echo ist gespalten.

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„Hallo“ und „Tschüss“ – für die Passauer Rektorin Petra Seibert sind das Reizwörter. Sie legt Wert auf gutes Benehmen bei ihren Schülern, schließlich sollen sie sich bei der Jobsuche nicht blamieren. Den norddeutschen Gruß empfindet sie als unhöflich – und hat daher ihre Schule zur „Hallo- und tschüss-freien Zone“ erklärt. „Wir bemühen uns, ohne diese beiden Grußformeln in unserem Haus auszukommen“, verkündet ein Aushang in der Mittelschule St. Nikola. „Über ein ‚Grüß Gott‘ und ein freundliches ‚Auf Wiedersehen‘ freuen wir uns jedoch jederzeit.“ Nichtbayern mögen sich über diese Regelung wundern – im Freistaat bleibt der große Proteststurm aus.

Seiberts Ansatz mache pädagogisch Sinn, sagt der Sprecher des bayerischen Kultusministeriums, Ludwig Unger. „Es ist ein positives Signal der Wertschätzung, aber man darf es nicht zum Dogma stilisieren.“ Die Jugendlichen müssten den Sinn der Aktion verstehen, um sie anzunehmen. Wenn ein Schüler nach einem „Hallo“ zu einem Aufsatz verdonnert werde, sei das der falsche Weg. Jugendliche müssten lernen, sich gegenüber Autoritätspersonen anders zu verhalten als gegenüber Gleichaltrigen. Grußformeln könnten dieses Bewusstsein schärfen. Ein „Hallo“ sei zwar nicht zwangsläufig abwertend, könne aber bei manchem so ankommen.

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3 Comments

  1. Man versucht es halt auf allen wegen – auch auf merkwürdigen.
    Bei uns grinste man nur, wenn jemand „Grüß Gott“ meinte. „Ja, wenn´d n siehst – er hat n weißes Hemde an…“

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  2. Jetzt aber „Hallo“! Meines Erachtens geht es die Tante einen großen Haufen Dreck an, wie sich die Schüler verabschieden. (Die Olle kann froh sein wenn man sie überhaupt grüßt.) Mit den Schmerzen in den Ohren soll sie halt mal zum HNO-Arzt. Wahrscheinlich kommen die von der lauten Beschallung durch die größte Kirchenorgel der Welt, im Passauer Dom. Trotzdem, allen ewig Gestrigen, (ein gepflegtes)Tschüss….

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  3. Ich schlage vor, dass wir uns auf eine der folgenden Grußformeln einigen:

    Entweder: „Grüß Gottschalk“. Den gibt’s nämlich tatsächlich.
    Oder: „Grüß Karel Gott“. Auch den gibt’s bekanntlich. „Grüß Gott“ hingegen macht echt keinen Sinn, weil’s den allem Anschein nach nun mal nicht gibt und den auch keiner jemals gesehen hat.

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