Muslime brauchen die Scharia nicht


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Das Angebot, Scharia-Schiedsgerichte für Muslime einzuführen, hilft niemandem. Denn es kann keine richtige Rechtsprechung in einem falschen System geben.

Von Deniz Baspinar – ZEIT ONLINE

Spätestens nach der BILD-Schlagzeile „Minister fordert Scharia-Gerichte“ hatte der rheinland-pfälzische Justizminister Jochen Hartloff ein Problem. Denn die Scharia gilt als Inbegriff eines rückständigen Islam: als grausames Strafrecht und als systematische Benachteiligung der Frau im Zivilrecht. Der SPD-Politiker hat ein Thema in die Diskussion eingebracht, das kaum feindseliger besetzt sein kann.

Gleichwohl wird die Scharia, die in vielen islamischen Ländern Grundlage der dortigen Rechtssysteme ist, bereits heute in Deutschland geduldet und teilweise auch in Urteilen berücksichtigt. Zum Beispiel werden Eheschließungen anerkannt, die nach geltendem Scharia-Recht im Herkunftsland geschlossen wurden.

Justizminister Hartloff kann sich nun darüber hinaus vorstellen, islamische Schiedsgerichte in Zivilrechtsangelegenheiten einzurichten. Natürlich nur auf freiwilliger Basis und nur im Rahmen geltender deutscher Gesetze. Die Einschränkungen, die er zur Erklärung anführen muss, verdeutlichen bereits das grundlegende Problem.

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2 Comments

  1. Hartloff !!! Ein vielversprechender Dodo-Kandidat ! Politischen Schwachköpfen und Dummschwätzern sollte dann nach Einführung der Schari’a die Zunge abgeschnitten werden !

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