Vatikan will „Kultur des Schweigens“ brechen – Wers glaubt, wird selig!


Der vatikanische Chefermittler für Missbrauchsfälle, Charles Scicluna, hat eine strengere Rechenschaftspflicht für Bischöfe im Umgang mit Fällen von Kindesmissbrauch gefordert. Die kirchliche Bestrafung von Bischöfen sei nach kanonischem Recht dem Papst vorbehalten, erklärte Scicluna am Rande einer Konferenz über die Missbrauchsskandale der katholischen Kirche. Die bischöfliche Verantwortlichkeit müsse in Zukunft weiterentwickelt werden.

AFP

Scicluna fügte hinzu, er glaube, es gebe eine „Kultur des Schweigens“ im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch in der Kirche. Seinen Angaben zufolge gingen seit 2001 mehr als 4000 Hinweise auf Kindesmissbrauch bei der vatikanischen Glaubenskongregation ein, davon allein tausend seit 2009. Scicluna wies darauf hin, dass die Ahndung von Missbrauch seit der Amtszeit von Papst Johannes Paul II. durch kircheninterne Regelungen verstärkt worden sei.

Papst Benedikt XVI. hatte die viertägige Konferenz am Montag in Rom eröffnet. Dort diskutieren rund 200 Würdenträger und Kirchenexperten aus aller Welt hinter verschlossenen Türen über Maßnahmen zur Verhinderung sexuellen Missbrauchs Minderjähriger in der katholischen Kirche. Die Konferenz endet am Donnerstag.

3 Comments

  1. Was für ein verlogenens Geschwurbel. Allein in den USA gab es Hinweise auf etwa 9.000 Fälle sexuellen Missbrauchs durch RKK Priester, etwa 6.000 wurden veruteilt und 3 Milliarden US$ an Entschädigungen bezahlt

    Eine Studie des John Jay College der City-Universität New York im Auftrag der US-Bischöfe ergibt 5.948 der US-Priester (19 Bischöfe, 3206 Priester, 82 Nonnen, 194 Mönche, 47 Diakone, 18 Seminaristen) oder 5,4% missbrauchen 1950 bis 2010 etwa 15.736 Opfer sexuell. Etwa 70 der 109 US-Bischöfe betreiben aktive Vertuschung der Missbrauchsfälle, bis 2002 werden nur 350 pädophile Priester entlassen, 218 im Jahr 2002. Die Erzdiözese Philadelphia entlässt bis 2011 lediglich 21 ihrer Priester und vertuscht wie seit Jahrzehnten die Missbrauchsfälle wie andere auch Diözesen in Boston, Fort Wort, San Diego, Davenport, Portland, Louisville usw. Eine Untersuchungskommission in den Niederlanden deckt 2011 bis zu 20.000 Fälle sexuellen Missbrauchs auf, verursacht von etwa 800 Priestern, von denen noch etwa 105 am Leben sind.

    Die Zeugen Jehovas haben bei 5 Mio. Mitgliedern weltweit etwa 23.720 Fälle von sexuellem Missbrauch in Patterson/New York gespeichert. Das zeigen auch die im November 2011 aufgedeckten 160 neuen Missbrauchfälle in Irland. In Irland hat die RKK in etwa 43.000 Missbrauchsfällen in Heimen die Kindern als Arbeitssklaven, Erntehelfer, Wäscherin usw. ausgebeutet, missbraucht oder sogar ermordet. Die 1,2 Milliarden € an Entschädigung der Opfer zahlt der irische Bürger und Steuerzahler, die RKK lehnt jede Verantwortung ab. Christine Bergmann als Missbrauchsbeauftragte in Berlin bekommt in 2010 in nur 6 Monaten 8.000 Meldungen von Kindesmissbrauch, die vielfach verjährt sind oder wo pädophile Priester wie Pater Joseph Henn und Gregor Müller jahrelang unerreichbar im Vatikan versteckt werden.

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