Frankenstein-Insekten als Waffe


Gegen Gelbfieber gibt es bislang weder eine Impfung noch eine antivirale Behandlung. Foto: PA

Genetisch manipulierte Insekten sollen Krankheiten wie Malaria und Dengue-Fieber ausrotten. Doch dieser Eingriff in die Natur bringt große Risiken mit sich.

Von Annett Klimpel – WELT ONLINE

In den 1980er Jahren gelang es erstmals, transgene Insekten zu entwickeln. Seither läuft eine intensive Debatte darüber, ob der Einsatz solcher Insekten mit verändertem Erbgut zur Bekämpfung von Krankheiten wie Malaria sinnvoll wäre – oder aber unverantwortbar riskant.
Im Fachjournal “PLoS Neglected Tropical Diseases” ist nun eine Artikelserie zum Thema erschienen. Versuchsweise werden genetisch veränderte Insekten derzeit gegen Überträger von Krankheiten wie Malaria oder Dengue-Fieber sowie gegen Pflanzenschädlinge eingesetzt. Mit ihnen soll die Verbreitung wildlebender Artgenossen eingedämmt werden. Die im Labor designten Tiere sind eingeschränkt oder gar nicht fruchtbar, viele bilden – zu leichteren Unterscheidung von ihren wilden Verwandten – einen Fluoreszenzfarbstoff.

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1 Comment

  1. Ich weiss nicht. Seit Milliarden Jahren vögeln Bakterien miteinander rum und tauschen DNA aus. Und lernen dabei. Auch Viren könnten möglicherweise dabei helfen. Anders gesagt: Die Welt ist VOLL von sog. transgenen Lebewesen (> 90 % der Biomasse sind solche Einzeller). Und das schon ziemlich lange.

    Und wir leben immer noch.

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