Piusbruderschaft weiht angehende Priester zu Exorzisten


Geistliche der Piusbruderschaft weihen neue Priester. Foto dpa

Die Weihe zum Exorzisten gehört für die umstrittene Piusbruderschaft zur Vorbereitung aufs Priesteramt. Sechs Studenten wurden nun in das Ritual eingeführt. In der katholischen Kirche ist das „Austreiben des Bösen“ in heikles Thema.

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Die Weihe zum Exorzisten bemächtigt die Studenten nicht, diesen auch ausüben zu dürfen. „Dafür müssen sie zunächst zum Priester geweiht werden und benötigen einen ausdrücklichen Auftrag des Bischofs“, erklärte der Leiter des Priesterseminars der Bruderschaft, Pater Stefan Frey, am Donnerstag. Aus Sicht der katholischen Kirche sind die Weihen der Piusbruderschaft aber gar nicht gültig.

Die umstrittene und erzkonservative Vereinigung hatte sich von der katholischen Kirche abgespalten, weil sie die Neuerungen des Zweiten Vatikanischen Konzils nicht anerkennt. Sie bildet ihre Kleriker nach den Regeln aus, die vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil in der katholischen Kirche gültig waren. Dazu gehören auch die niederen Weihen – unter anderem zum Exorzisten. Die katholische Kirche verzichtet heute auf diese Weihen.

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