Religion als Faktor bei Adoption durch Homo-Paare

Das Gesetz soll die Zahl von Adoptionen durch Homosexuelle reduzieren Bild: nerdcoregirl / flickr / cc by-sa 2.0

Ein Gesetz aus Virginia entsetzt Homo-Aktivisten und das Weiße Haus: Dort dürfen Adoptionsvermittlungen künftig aus religiösen Gründen Homo-Paare ablehnen.

QUEER.DE

Das Gesetz ist am Donnerstag im Senat mit 22 gegen 18 Stimmen verabschiedet worden. Bereits letzte Woche hatte das Repräsentantenhaus den Entwurf mit 71 zu 28 Stimmen verabschiedet. Alle Republikaner und einige Demokraten stimmten in beiden Häusern für den Entwurf. Der republikanische Gouverneur Bob McDonnell hat bereits angekündigt, das Gesetz unterschreiben zu wollen. Ein ähnliches Gesetz war zuvor in North Dakota beschlossen worden.

Die Neuregelung nimmt Homosexuelle, die adoptieren wollen, ausdrücklich von den Antidiskriminierungsrichtlinien aus. Private oder kirchliche Adoptionsvermittlungen dürfen demnach Homo-Paare wegen „religiösen oder moralischen Überzeugungen“ ablehnen. Die Republikaner argumentierten, dass dadurch die Religionsfreiheit und das Interesse der Kinder gewahrt bleibe.

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Bin ich intolerant?

beachtenswert.wordpress.com

„Raus, raus, raus mit den Kopftüchern aus den Schulen!“, rufe ich im Café. Meine Freunde sind entsetzt. Bin ich intolerant?

Von Bettina SteinerDie Presse

Heftige Debatte unter Freunden. Sehr heftige Debatte, vielleicht zu heftig, es ging um die Kopftücher, und mein Standpunkt war dezidierter, als es einer gepflegten Diskussion in einem gepflegten Wiener Café guttut: Ich finde – nein, ich bin überzeugt davon, dass Kopftücher in der Schule nichts verloren haben. Was die Erwachsenen machen, ist mir egal. Wer sich ohne Kopftuch nackt vorkommt oder unbehaglich, der möge sich bedecken, ob Mann oder Frau. Aber die Kinder, die soll man wenigstens in der Schule in Ruhe lassen, damit sie sich als Erwachsene frei entscheiden können. Weil frei entscheiden kann nur, wer beides kennt – und beides gewohnt ist.

Bin ich jetzt intolerant? Jedenfalls verteufle ich nicht den Islam. Ich behaupte nur, dass er gezähmt werden muss, wie auch das Christentum gezähmt werden musste, weil Religionen sich eben gern dem Fortschritt widersetzen: weil sie nicht wissen wollen, dass die Erde sich um die Sonne dreht, weil sie es ungehörig finden, dass der Mensch von einem affenähnlichen Wesen abstammt, weil sie wollen, dass alles bleibt, wie es ist, und darum die Freiheit jener beschränken, die neugieriger sind – oder einfach nur zufällig weiblich.

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Mormonen: Eine fromme Gemeinschaft von Fundamentalisten

Der Haupttempel der «Heiligen der Letzten Tage» in Salt Lake City.(Bild: Keystone

Mitt Romney könnte als erster Mormone ins Weisse Haus gewählt werden. Die drittgrösste Religion der USA ist äusserst autoritär, verschwiegen – und erfolgreich.

Von Peter Blunschi20 Minuten Online

Seine erste Vision will der 1805 geborene Joseph Smith im Alter von 14 Jahren gehabt haben. In der Nähe des Elternhauses im Bundesstaat New York seien ihm Gott und Jesus Christus persönlich erschienen, berichtete er später. Sie hätten ihm geraten, sich keiner Konfession anzuschliessen, da alle das Evangelium verfälscht hätten. 1823 habe sich ihm ein Engel namens Moroni offenbart, der ihn zu in der Nähe versteckten antiken Goldplatten geführt habe. Smith habe diese ins Englische übersetzt und danach zurückgegeben, besagt die Überlieferung weiter. Auf diese Weise entstand das Buch Mormon.

Es schildert eine frühe Besiedlung Amerikas, samt Besuch des auferstandenen Jesus Christus. Amerika ist in dieser Lesart das «verheissene Land». Aus wissenschaftlicher Warte handelt es sich um ein abstruses Konvolut, auch soll Smith aus anderen Büchern abgeschrieben haben. Dem Erfolg tat dies keinen Abbruch. 1830 veröffentlichte Smith sein Buch Mormon und begründete damit die Glaubensgemeinschaft der Mormonen. Im Laufe der Zeit spaltete sie sich in zahlreiche Gruppen auf. Die mit Abstand grösste ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage mit weltweit rund 14 Millionen Mitgliedern.

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Die kruden sozialdarwinistischen Thesen eines koptischen Bischofs

Die gute Beziehung zwischen der koptischen Kirche und den Muslimen scheint dem Generalbischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Bischof Damian, nicht so wichtig zu sein. Damian, immerhin höchster deutscher Repräsentant des Koptisch-Orthodoxen Patriarchen, warnt ganz nach Sarrazin-Manier und wie Rechtspopulisten in einem Video vor der Überfremdung im “eigenen Land“ und vor dem Islam: „[…] Denken Sie an die Wachstumskurve. Die Wachstumskurve allein ist ein Indiz dafür, dass, wenn wir so weitermachen, wir eines Tages eine Minderheit in unserem eigenen Land sind. Wir sehen, wie der Islam reagiert, wenn er in der Macht und in der Mehrheit ist“.

islam.de

Teurer Vize-Gott

Papst Benedikt XVI. begrüßte bei seiner Freiburger Visite auch Bundespräsidenten Christian Wulff.Foto: Getty Images

Der Freiburger Papstbesuch hat das Erzbistum 23,3 Millionen Euro gekostet. Dem stehen Einnahmen von 1,4 Millionen Euro gegenüber. Vor allem die Sicherheit ging ins Geld.

WELT ONLINE

Der Besuch von Papst Benedikt XVI. Ende September vergangenen Jahres in Freiburg kommt die katholische Kirche teuer zu stehen. Die zwei Tage dauernde Papstvisite war doppelt so teuer wie geplant, teilte das Erzbistum am Samstag in Freiburg mit. In der Endabrechnung stünden Kosten in Höhe von 23,3 Millionen Euro. Davon seien 1,4 Millionen Euro durch Einnahmen gedeckt. Der Rest werde über Rücklagen finanziert.

Als Kosten des Papstbesuchs hatte die Freiburger Diözese zunächst 9,6 Millionen Euro eingeplant, wenige Monaten vor dem Besuch dann die Schätzung auf 11 Millionen Euro erhöht. Als Hauptgrund für die gestiegenen Kosten verwies Domkapitular Peter Birkhofer vor allem auf „sehr hohe Sicherheitsauflagen“ für den Papstbesuch, besonders nach dem Love-Parade-Unglück von Duisburg. Die Sicherheit für alle Pilger habe stets oberste Priorität besessen, so Birkhofer.

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