Mormonen: Eine fromme Gemeinschaft von Fundamentalisten


Der Haupttempel der «Heiligen der Letzten Tage» in Salt Lake City.(Bild: Keystone

Mitt Romney könnte als erster Mormone ins Weisse Haus gewählt werden. Die drittgrösste Religion der USA ist äusserst autoritär, verschwiegen – und erfolgreich.

Von Peter Blunschi20 Minuten Online

Seine erste Vision will der 1805 geborene Joseph Smith im Alter von 14 Jahren gehabt haben. In der Nähe des Elternhauses im Bundesstaat New York seien ihm Gott und Jesus Christus persönlich erschienen, berichtete er später. Sie hätten ihm geraten, sich keiner Konfession anzuschliessen, da alle das Evangelium verfälscht hätten. 1823 habe sich ihm ein Engel namens Moroni offenbart, der ihn zu in der Nähe versteckten antiken Goldplatten geführt habe. Smith habe diese ins Englische übersetzt und danach zurückgegeben, besagt die Überlieferung weiter. Auf diese Weise entstand das Buch Mormon.

Es schildert eine frühe Besiedlung Amerikas, samt Besuch des auferstandenen Jesus Christus. Amerika ist in dieser Lesart das «verheissene Land». Aus wissenschaftlicher Warte handelt es sich um ein abstruses Konvolut, auch soll Smith aus anderen Büchern abgeschrieben haben. Dem Erfolg tat dies keinen Abbruch. 1830 veröffentlichte Smith sein Buch Mormon und begründete damit die Glaubensgemeinschaft der Mormonen. Im Laufe der Zeit spaltete sie sich in zahlreiche Gruppen auf. Die mit Abstand grösste ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage mit weltweit rund 14 Millionen Mitgliedern.

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1 Comment

  1. Es besteht überhaupt kein Zweifel: Der Begründer der Mormonen, Joseph Smith, litt an einer mediumistischen Psychose. Bei milde verlaufenden Fällen läßt sich diese Psychose mit Medikamenten gut behandeln. Ist die Psychose allerdings ernsterer Natur, kann daraus durchaus eine neue Religion entstehen !!!

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