Boko Haram: Die westliche Zivilisation im Fadenkreuz


Abubakar Shekau, der aktuelle Boko-Haram-Führer. Foto: Youtube

Nach einer Anschlagsserie im Norden Nigerias zeigen sich Sprecher der Terrorgruppe Boko Haram offen für Friedensgespräche, andere Mitglieder wollen den bedingungslosen Kampf.

Von Armin OsmanovicND

Seit Weihnachten reißt die religiös motivierte Gewalt in dem bevölkerungsreichsten Land Westafrikas nicht ab. Zuletzt wurden zwei Kasernen vor den Toren der nigerianischen Stadt Kaduna angegriffen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Noch ist nicht klar, ob Boko Haram die Taten zugerechnet werden können. Am Freitag hat die Polizei aber Kabiru Sokotu gefasst, der für einen Anschlag zu Weihnachten in einer Kirche mit 43 Toten verantwortlich sein soll.

Bei Attentaten von Boko Haram sind in diesem Jahr schon 250 Menschen ums Leben gekommen. Seit dem Beginn der Gewaltakte 2009 wurden knapp 1000 Personen Opfer der Terrorgruppe. Nachdem ihr Anführer Mohammed Yusuf getötet worden war, brach die Islamistengruppe Gespräche mit den Behörden ab und begann einen Terrorfeldzug. Diejenigen Mitglieder, die nun verhandeln wollen, machen zur Voraussetzung, dass auch über die Freilassung von inhaftierten Terroristen gesprochen werde. Es scheinen sich zunehmend Flügel innerhalb der Organisation herauszubilden.

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