Kauder: Religion frei ausüben ist das existenziellste Menschenrecht


Volker Kauder, Foto: wikipedia

Der Vorsitzende der Unionsfraktion, Volker Kauder, hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon dazu aufgefordert, der weltweiten Wahrung der Religionsfreiheit mehr Beachtung zu schenken.

domradio.de

Im domradio.de-Interview spricht der CDU-Politiker über die Situation von Christen in Syrien, die Aussichten einer UN-Resolution und Schwierigkeiten mit dem Islam.

domradio.de: Wie war Ihr Gespräch mit Ban Ki Moon?
Kauder: Ich habe Ban Ki Moon unsere Sorge vortragen können, dass Christen weltweit verfolgt sind, und dass Christen vor allen Dingen in den aufbrechenden Demokratisierungsinitiativen im Nahen Osten, im Norden Afrikas doch erhebliche Probleme bekommen. Ich habe ihn dafür sehr sensibilisieren können. Er hat mir auch erklärt, dass der Menschenrechtsrat in Genf – eine Unterorganisation der UNO – sich natürlich für verfolgte Minderheiten einsetzt. Aber es ist schon auch deutlich geworden, dass es in der UNO selbst eine ganz konkrete Resolution zur Situation verfolgter Christen kaum geben wird.

domradio.de: Was erhoffen Sie sich jetzt nach Ihrem Gespräch mit Ban Ki Moon?
Kauder: Der Generalsekretär hat darauf hingewiesen, dass es natürlich in erster Linie darauf ankommt, dass die Mitgliedsstaaten das Thema in die Diskussion einbringen, dass er selber immer dann, wenn es zu konkreten Gewalttaten kommt, sich äußern wird. Das hat er getan in Ägypten, das hat er jetzt in Nigeria getan.

Aber es kommt darauf an, dass die Mitgliedsstaaten sich mit dem Thema befassen. Und das bedeutet, dass Deutschland bei Resolutionen – beispielsweise jetzt in Syrien – eben versuchen muss durchzusetzen, dass in eine solche Resolution auch die Beachtung der Menschenrechte und vor allen Dingen der Religionsfreiheit ankommt. Ich habe in der UNO-Vollversammlung den Bericht der Hohen Kommissarin für Menschenrechte aus Genf erlebt, wie sie geschildert hat, was alles in Syrien falsch läuft, dass die Rechte von Kindern erheblich bedroht sind, dass es Tote gibt in dieser fast schon Bürgerkrieg zu nennenden Situation. Aber es ist eben leider kein einziges Wort darüber gefallen, dass auch religiöse Minderheiten – und hier in der konkreten Situation sind es Christen – betroffen sind. Und deswegen werden wir schon darauf achten müssen, dass wir immer wieder das Thema bringen und ansprechen.

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1 Comment

  1. Es ist auch ein existenzielles Menschenrecht, sich im religiösem Bullshit zu suhlen. Christen, Muslims, Mormonen, Zeugen Jehovas, 7-Tage-Adventisten, Baptisten und, und, und, tun es schon von Geburt an. Unter diesen Voraussetzungen haben sie zwar keine Chance, jemals klar und vernünftig denken zu können, aber das wäre für diese gehirngewaschenen Leute ohnehin viel zu anstrengend. Der Glaube allein macht eben so gar manches viel, viel einfacher und erspart diesen Leuten das anstrengende Nachdenken und die Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten und Anforderungen des realen Lebens.

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